Mein Lesemonat Dezember 2022

Lesemonat Dezember 2022

Buch 4

Im Dezember bin ich nicht viel zum Lesen gekommen – aber ich bin dafür mit sehr viel Motivation ins neue Jahr gestartet! Der Lesemonat Januar wird daher hoffentlich etwas mehr Bücher beinhalten.

Im Lesemonat Dezember gelesen:

Lesemonat Dezember 2022

📚 Buch
🎧 Hörbuch
📚🎧 Beides
(Ich lese oft ein Buch und lese dabei gleichzeitig das Hörbuch.)

📚 Ivar Leon Menger: Als das Böse kam
📚🎧 Jane Harper: Der Sturm
📚🎧 Gerold & Hänel: Rauhnächte – Sie werden dich jagen
📚🎧 M.L. Rio: If We Were Villains (🇩🇪 “Das verborgene Spiel”)

Im Dezember rezensiert:

Rezensionen “Lieblingsbuch”:

Simone Buchholz: Bullenpeitsche

Bullenpeitsche

Es gibt viele Lokalkrimis, fast jede Buchhandlung hat dafür ein Extra-Regal. Ehrlich gesagt ist das definitiv nicht mein Lieblingsgenre, aber “Bullenpeitsche” hat mich umgehauen mit seiner Mischung aus Krimi, Korruption, menschlichen Problemen und klarsichtigen Beobachtungen des Lebens. Der Schreibstil ist großartig. Zwar sind viele Passagen knapp und wortkarg, dafür gibt es aber auch Metaphern und Bilder, die ich mir direkt mehrmals durchgelesen habe, um sie eine Weile auf der Zunge zergehen zu lassen. Oft fand ich den Stil richtig mutig, denn die Autorin scheut auch nicht das Ungewöhnliche.

Das kann nirgendwo anders spielen als in Sankt Pauli, und das ist alles, nur kein 08/15-Krimi. Ob man das mag oder nicht… Ich denke, das ist einfach Geschmacksache. Ich würde aber sagen: es lohnt sich auf jeden Fall, wenigstens mal reinzulesen, um es herauszufinden.

[Link zur Rezension] Bullenpeitsche

Jane Harper: Der Sturm

Jane Harper: Der Sturm, Buchcover, Turbulentes Wasser vor brauner Klippe, weiße Schrift

Vor zwölf Jahren traf der junge Kiernan eine leichtsinnige Entscheidung, die dazu führte, dass zwei Menschen ums Leben kamen – einer davon war sein Bruder Finn. Auch ein Mädchen verschwand in jener Nacht, die die Menschen von Evelyn Bay niemals vergessen würden, spurlos und ward nie wieder gesehen. Nun kehrt Kiernan mit seiner Freundin Mia und der gemeinsamem kleinen Tochter Audrey zurück nach Evelyn Bay, um seine Eltern zu unterstützen und mit der Vergangenheit abzuschließen. Doch als eine Frau tot am Strand gefunden wird, steht er schnell wieder im Fokus der Aufmerksamkeit und muss erkennen, dass diese Vergangenheit lange Schatten wirft.

Wie bei Jane Harper üblich, ist auch »Der Sturm« eine subtile erzählte Geschichte des Unausgesprochenen und Angedeuteten. Wichtiger als die Aufklärung des Falls sind die menschlichen Dramen, die sich mal unterschwellig, mal ganz offensichtlich abspielen. Dementsprechend versteckt sich die Spannung zwischen den Zeilen und erfordert geduldiges, sorgfältiges Lesen.

[Link zur Rezension] Der Sturm

Rezensionen “Deutliche Kritikpunkte”:

Gerold & Hänel: Rauhnächte – Sie werden dich jagen

Buchcover Rauhnächte, Schädel eines Ziegenbocks im Schnee

Seit Jahren verschwinden in Oberalmdorf junge Frauen. Immer in den ‘Rauhnächten’ zwischen dem 25. Dezember und dem 6 Januar, in denen die jungen Männer gemäß dem alten Brauchtum mit furchterregenden Holzmasken durchs Dorf ziehen. Eigentlich ist das ein harmloser Spaß, auch wenn der ein oder andere mal über die Stränge schlägt. Man schweigt darüber, wenn es zu weit geht, die Frauen kehren schließlich immer wieder zurück. Obwohl sie danach nie mehr dieselben sind. Die junge Etymologin Lisa lebt schon länger in der Großstadt, kehrt dieses Jahr aber zurück, um ihre Großelter zu besuchen – und lange überfällige Wahrheiten einzufordern. Als ein weiteres Mädchen verschwindet, wird Lisa jedoch in die Ermittlungen verwickelt.

Die Grundidee ist hochinteressant, ungemein vielversprechend. Aber in meinen Augen bleiben die Charaktere blass, der Handlungsverlauf ist zumindest in groben Zügen vorhersehbar und wirkte auf mich überkonstruiert, nicht alles erscheint logisch und plausibel. Der Schreibstil kann manches retten, im Endeffekt ist »Rauhnächte« für mich indes dennoch eine Enttäuschung.

[Link zur Rezension] Rauhnächte – Sie werden dich jagen

#Abgebrochen Ivar Leon Menger: Als das Böse kam

Buchcover Ivar Leon Menger: Als das Böse kam, blaues Haus vor dunklen Bäumen

Wenn ich sage “Abgebrochen”, meine ich damit nicht, dass ich nach zehn oder hundert Seiten komplett aufgehört hätte! Aber etwa ab der Hälfte habe ich nur noch im Schnelldurchlauf quergelesen.

Für mich ist »Als das Böse kam« ein klassischer Fall von verschenktem Potential: Gute Grundidee, aber unausgereifte Charaktere, eine Protagonistin, deren inneres Wachstum in unglaubwürdigen Sprüngen verläuft, mangelnde Spannung, logische Diskrepanzen und ein allzu schlichter Schreibstil. Eher ein Jugendbuch als ein Thriller, aber auch als Jugendbuch kann es mich leider nicht überzeugen.

[Link zur Rezension] Als das Böse kam

Andere Blogbeiträge im Dezember:

Neuzugänge im Dezember:

Maggie O’Farrell: The Marriage Portrait
(🇩🇪 “Porträt einer Ehe”)
Maggie O'Farrell: The Marriage Portrait

»Ein Mal hat Lucrezia den Mann gesehen, mit dem sie als Zwölfjährige verheiratet werden soll. Am Hof von Florenz wächst die Tochter aus dem Hause Medici auf wie in einem goldenen Käfig. Niemand versteht das künstlerisch begabte, feinsinnige Mädchen, das lieber mit Tieren redet als mit den Geschwistern – außer ihrem Zukünftigen, Alfonso, der ihr tief in die Seele zu schauen scheint. Bringt das Leben mit dem Herzog von Ferrara ihr die ersehnte Freiheit? Oder doch den Tod?«
(Klappentext)

[Link] Frühere Lesemonate

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