Neuste Buchrezensionen

Neuste Buchrezensionen

[ Rezension ] Han Kang: Menschenwerk
12. Februar 2019
"Menschenwerk" ist ein wichtiges Buch, ein bewegendes Buch, ein erschütterndes Buch – aber ganz sicher kein leichtes Buch, das man halbherzig nebenher lesen kann.

[ Rezension ] Julia Hofelich: Totwasser
10. Februar 2019
Der Fall ist interessant, komplex und unterhaltsam, der Schreibstil liest sich sehr angenehm... Es gibt viele Eigenschaften, die für das Buch sprechen – aber mit der Protagonistin, die sich vor Selbsthass quasi zerfleischt, wurde ich leider überhaupt nicht warm.

[ Rezension ] Kent Haruf: Abendrot
7. Februar 2019
Im kleinen Örtchen Holt ist das Leben nie einfach, aber zur Zeit ist es für viele Bewohner noch härter als sonst. Unfälle und Todesfälle, Abschiede und Abstürze – und dabei ganz viel Hilflosigkeit. Doch immer wieder reichen sich Menschen ganz selbstverständlich die Hand, um zu helfen.

[ Rezension ] Jenny Erpenbeck: Gehen, Ging, Gegangen
1. Februar 2019
Richard, seines Zeichens emeritierter Professor der Altphilologie, wird aufmerksam auf den Protest und Hungerstreik einer Gruppe von Geflüchteten in Berlin. Da ihm mit seiner Berentung der Lebenssinn abhanden gekommen ist, beginnt er im Alleingang ein Forschungsprojekt, bei denen er die jungen Männer zu ihrem Leben und ihrer Flucht befragt.

[ Rezension ] Dörte Hansen: Mittagsstunde
23. Januar 2019
Auch wenn es manchmal schmerzt, ist das Buch doch immer wunderbar, mit einem klaren Schreibstil voller einprägsamer Bilder und lebendigen Charakteren, mit denen man trotz ihrer Schwächen mitfühlt.

[ Rezension ] Robert Galbraith: Weißer Tod
22. Januar 2019
Ein verstörter Mann glaubt, als Kind einen Mord beobachtet zu haben, ein Minister wird erpresst, die Olympischen Sommerspiele sorgen in London für Aufregung

[ Rezension ] Stephanie Marland: Wir sehen dich
18. Januar 2019
Eine Gruppe von True-Crime-Fans zieht los, um den "Lover" zu schnappen – einen Serienkiller, der seine Opfer in Rosenblätter bettet, Kerzen um sie herum drapiert und romantische Musik am Tatort laufen lässt.

[ Rezension ] Maja Ilisch: Die Spiegel von Kettlewood Hall
2. Januar 2019
England im Viktorianischen Zeitalter: Die junge Iris hat von ihrer Mutter eine Schachfigur geerbt, die diese vor vielen Jahren ihrem letzten Arbeitgeber gestohlen haben muss. Auf der Suche nach ihren Wurzeln folgt Iris der Spur dieser Figur bis zum Herrenhaus 'Kettlewood Hall'. Dort erwartet den Leser eine auf ruhige Art gruselige Geschichte rund um ein merkwürdiges Schachspiel, das möglicherweise verflucht ist...

[ Rezension ] Matias Faldbakken: The Hills
1. Januar 2019
Ein Kellner spricht über seinen Arbeitsalltag. Kleinigkeiten verändern sich. Der Kellner gerät völlig aus der Fassung. So ließe sich die Handlung zusammenfassen, aber das würde der Dramatik der Geschichte nicht gerecht werden. Tatsächlich passiert hier unglaublich viel – wenn auch nur in der Wahrnehmung des Ich-Erzählers, der sich als Teil einer Ära fühlt, die dem Untergang geweiht ist.

[ Rezension ] Alma Katsu: The Hunger
30. Dezember 2018
Im Jahr 1846 begeben sich 87 Siedler, geführt von George Donner, auf einen Treck Richtung Kalifornien. Eine angebliche Abkürzung führt sie in die Irre – mit fatalem Ausgang. Alma Katsu verbindet die historischen Tatsachen, die schon grausig genug sind, mit übernatürlichen Elementen.

[ Rezension ] David Whitehouse: Der Blumensammler
23. Dezember 2018
Wie ein roter Faden ziehen sich Blumen als verbindendes Element durch diese Geschichte, deren Genre ich am ehesten als Gegenwartsliteratur mit mystischen Elementen und einem Hauch Drama bezeichnen würde.

[ Rezension ] Maruan Paschen: Weihnachten – Ein Roman
18. Dezember 2018
»Weihnachten« von Maruan Paschen ist alles, nur nicht »Oh, du Fröhliche«.

[ Rezension ] Rob Reef: Das Rätsel von Ker Island (Band #4)
13. Dezember 2018
Ich wollte einen klassischen Krimi alter Schule, und genau das habe ich bekommen. Durch kleine Schwächen wird daraus eher ein "kann man lesen" als ein "muss man lesen".

[ Rezension ] Ford Madox Ford: Die allertraurigste Geschichte
11. Dezember 2018
Dieses Buch wurde im Jahr 1915 zum ersten Mal veröffentlicht. Darin erzählt ein Erzähler, dem man nicht alles glauben kann, eine Geschichte von Ehebruch, Täuschung und Tragödie.

[ Rezension ] Lori Rader-Day: Im Dunkel der Angst / The Day I Died
6. Dezember 2018
Ist "Im Dunkel der Angst" ein schlechter Krimi oder ein gutes Drama? Unser Krimilesekreis hat sich für die erste Möglichkeit entschieden, ich mich für die zweite. Mir gefielen vor allem die Atmosphäre und die psychologisch dichte Spannung, die nur wenig mit dem Kriminalfall zu tun hat.

[ Deutscher Buchpreis 2018 Longlist ] Eckhart Nickel: Hysteria
28. November 2018
»Hysteria« ist eine quietschbunte und dabei doch dystopische Satire, eine Geschichte voller unerwarteter, oft absurder Wendungen. Was sich unter der ästhetischen Hochglanzverpackung versteckt ist abgründig: eine Verschwörung, bei der der falsche Bio-Wahn grauenhafte Formen annimmt.

[ Rezension ] Leo Carew: Wolfsthron – Under the Northern Sky
27. November 2018
"Wolfsthron" wird oft mit "Game of Thrones" verglichen – warum es diesem Vergleich in meinen Augen nicht standhalten kann.

[ Rezension ] Michael Crichton: Dragon Teeth – Wie alles begann
24. November 2018
Vergessen wir mal "Jurassic Park". Am besten liest man "Dragon Teeth", ohne eine Vorgeschichte des bekannten Megahits von Michael Crichton zu erwarten – auch wenn Dinosaurierknochen ein wichtige Rolle für die Geschichte spielen. In diesem Frühwerk des Autors erwartet den Leser eine unterhaltsame Abenteuergeschichte im Wilden Westen, basierend auf der tatsächlichen Rivalität zweier der ersten Paläontologen.

[ Rezension ] Andy Feind: Gedankengewitter
12. November 2018
Ein ungeschönter Blick ins Leben eines Menschen, der erbittert mit seiner chronischen Depression kämpft, und dabei zwar die ein oder andere Schlacht verliert, aber niemals den Krieg.

[ Rezension ] Min Jin Lee: Ein einfaches Leben
10. November 2018
Ein Generationenroman, der eine ungemeine Wirkung entfaltet. Die Geschichte verfolgt das Schicksal einer koreanischen Familie und spricht dabei zahlreiche Themen an, von Migration und Ausgrenzung über den Ehrbegriff in der koreanischen und japanischen Kultur bis hin zu der Frage, was Familie überhaupt ausmacht.

[ Rezension ] Frank Goldammer: Der Angstmann
7. November 2018
Eine Mischung aus Kriminalroman und Kriegsdrama und meines Erachtens in beidem überzeugend. Frank Goldammer erzählt eine spannende, beklemmende Geschichte mit unerwarteten Wendungen, gut geschriebenen Charakter und einem wunderbaren Schreibstil.

[ Rezension ] Jo Nesbø: Macbeth – Blut wird mit Blut bezahlt
4. November 2018
Jo Nesbø überträgt Shakespeares vielleicht düsterstes Drama in die 70er Jahre. Auf 620 Seiten wäre eigentlich viel Platz dafür gewesen, aus dem modernen Macbeth einen Charakter zu machen, der in seinem tragischen Abstieg glaubhaft ist und bis zu einem gewissen Punkt vielleicht sogar nachvollziehbar handelt, aber stattdessen ist die Geschichte eine endlose Abfolge von Gewaltorgien.

[ Rezension ] Kai Meyer: Hexenmacht (Die Krone der Sterne #2)
29. Oktober 2018
Wie schon der erste Band, ist auch der zweite wieder eine atemberaubende Mischung aus Action, Science Fiction und einem Hauch Fantasy. Die Handlung ist zutiefst originell, sie lässt sich meines Erachtens mit nichts anderem wirklich vergleichen.

[ Rezension ] Kai Meyer: Die Krone der Sterne
28. Oktober 2018
Irgendwo zwischen Fantasy und Science Fiction erzählt Kai Meyer eine Geschichte. deren Originalität mich begeistern konnte.

[ Rezension ] Marie Reiners: Frauen, die Bärbel heißen
24. Oktober 2018
Die Erfinderin der Fernsehserie "Mord mit Aussicht" schreibt einen Roman über eine Soziopathin, die nicht nur eine Leiche, sondern auch so etwas wie Freundschaft findet. Das ist böse und schräg, die Charaktere sind alles andere als Sympathieträger, und trotzdem macht das Buch einfach unheimlich viel Spaß. Jedenfalls, wenn man schwarzem Humor nicht abgeneigt ist!

Du hast ja bis ganz nach unten gelesen! Danke für deinen Besuch!

© des Beitragsbilds: Pixabay

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