«Schneesturm» von Tríona Walsh

Schneesturm Tríona Walsh

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Unbezahlte #werbung:
Ein Rezensionsexemplar des Buches wurde mir von NetGalley im Auftrag des Verlags zur Verfügung gestellt.

Titel der Originalausgabe: The Snow Storm
Übersetzung von: Birgit Schmitz
Verlag der dtsch. Ausgabe: S. Fischer

 Atmosphärische Geschichte mit schwelender Spannung

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Tríona Walsh entführt uns auf die irische Insel Inishmore, wo nicht nur das Wetter so geheimnisvoll wie unerbittlich ist. Wir begegnen einer Gruppe ehemaliger Freunde, die sich dort nach zehn Jahren wiedertreffen, um den Todestag eines der Ihren auf positive Weise zu begehen. Darunter befindet sich auch unsere Protagonistin Cara, die Witwe des damals tragisch aus dem Leben Gerissenen, die inzwischen als einzige Polizistin der Insel dauerhaft auf Inishmore lebt.

Die versöhnliche, vorsichtig hoffnungsvolle Stimmung weicht indes schnell einer Aura der Angst und des Misstrauens. Ein unerwarteter Schneesturm schneidet die Insel vollkommen vom Festland ab, kurz darauf wird eine Leiche gefunden… Geschickt webt die Geschichte fortan ein dichtes Netz aus Geheimnissen und Lügen.

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Ja, die Ausgangslage ist ein Klassiker der Spannungsliteratur: ein Wiedersehen alter Freunde, ein abgeschiedener Schauplatz, ein Mord… Die Autorin reichert dieses Grundschema jedoch mit atmosphärischer Dichte, irischem Flair und tiefgründigen Charakterstudien an, sodass «Schneesturm» mehr zu bieten hat als das Altbekannte. Walshs Prosa fängt die raue Schönheit Irlands meisterhaft ein, und sie beweist ein feines Gespür für Spannung und die menschliche Psyche.

Meines Erachtens sind auch langsame Passagen bewusst als Wegmarken einer Geschichte voller Wendungen und Abgründe konstruiert. Das schwankt zwischen Krimispannung und Thrillerelementen, was mir persönlich gut gefällt.

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Die Charaktere empfand ich als fein gezeichnet und vielschichtig, obwohl ihre Geheimnisse und Motivationen nicht immer bis ins Detail erläutert werden. Schon nach wenigen Kapiteln hatte ich eine Ahnung, verwarf sie dann wieder, verdächtigte andere Charaktere – und am Schluss stellte sich dann doch heraus, dass ich direkt ins Schwarze getroffen hatte. Nur eine milde Enttäuschung, hatte mich die Autorin doch mehrfach auf Abwege geführt…

👨🏻‍⚖️ Fazit 👨🏻‍⚖️

⭐⭐⭐⭐⚝

Eine atmosphärische Geschichte, die mit schwelender Spannung und psychologischer Tiefe überzeugt, sowie einem Hauch von Mystery und irischer Kultur.

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