Neuste Buchrezensionen

Books 006

[ Rezension ] Birgit Birnbacher: Ich an meiner Seite
24. September 2020

Lohnende Denkanstöße, eine interessante Sozialstudie, lebendige Charaktere und eine sehr unterhaltsame Geschichte mit feinem Humor.

[ Rezension ] Sorj Chalandon: Wilde Freude
24. September 2020

Meiner Begeisterung über die einfühlsame Schilderung der Auswirkungen, die eine Krebserkrankung auf Psyche, Alltag und Beziehungen einer erkranken Person haben kann, wich nach und nach Ernüchterung.

[ Rezension ] Stephan Roiss: Triceratops
14. September 2020

Der Erzähler versucht, der depressiven Mutter Halt zu geben, während um ihn herum die familiären Strukturen immer weiter zersplittern: die vermutlich autistische Schwester ist ihm keine Hilfe, der Vater kann alles nicht mehr ertragen und trinkt.

[ Rezension ] Jean-Paul Dubois: Jeder von uns bewohnt die Welt auf seine Weise
11. September 2020

Paul und Patrick teilen sich eine Zelle. Paul ist unauffällig, friedlich, ruhig – Patrick ist ein im Gefängnis gefürchteter Hells Angel. Daraus entwickelt sich eine unwahrscheinliche Freundschaft, während sich der Leser fragt: was hat Paul eigentlich verbrochen?

[ Rezension ] Helena Adler: Die Infantin trägt den Scheitel links
9. September 2020

Das liest sich wie ein knallbunter Drogenrausch, der zwischendurch jäh zum Horrortrip wird: da tun sich in der Landidylle Abgründe auf.

[ Rezension ] Lorenz Just: Am Rand der Dächer
9. September 2020

Das Buch hat sich eingereiht in die Liste meiner Jahreshighlights – ein großartiger Debütroman, der mich auch sprachlich begeistern konnte.

[ Rezension ] Valerie Fritsch: Herzklappen von Johnson & Johnson
7. September 2020

Kann ein Kind ohne Schmerzen, das die Aspekte der Verwundbarkeit auswendig lernt wie Vokabeln, sich zu einem mitfühlenden Wesen entwickeln – und das in einer Familie, die Jahrzehnte der Schuld und des Traumas stumm weiterreicht?

[Rezension] Jan-Costin Wagner: Sommer bei Nacht
30. August 2020

Im Flimmern der heißen Sommersonne eröffnen sich überall menschliche Abgründe – auch in den Psychen der Ermittler. Jan-Costin Wagner kleidet diese Geschichte in seinen unverwechselbaren Stil, der ohne ein Wort zuviel eine dichte Atmosphäre aufbaut.

[ Rezension ] Lilja Sigurðardóttir: Das Netz
23. August 2020

Keiner der Charaktere hat eine reine Weste, der Grundton des Romans ist ambivalente Melancholie. Dennoch hat er mir sehr gut gefallen.

[ Rezension ] Gilly Macmillan: Die Nanny
19. August 2020

Bis zu einem gewissen Punkt großartig geschrieben und geschickt konstruiert, mit Abstrichen für das enttäuschende Ende.

[ Rezension ] Kent Haruf: Kostbare Tage
24. Juli 2020

Kent Haruf hat, kurz vor seinem eigenen Tod, ein so schmerzliches wie wunderbares Buch über das Sterben und dessen Unvermeidlichkeit geschrieben.

[ Rezension ] Simone Schönett: Das Pi der Piratin
23. Juli 2020

Simone Schönett sucht nach einer weiblichen Sprache der Lust. Sie wildert dafür in altbekannten Gefilden und beansprucht neue, spielt mit Begriffen und Ausdrucksformen, sagt der Kleinmachung der weiblichen Libido den Kampf an.

[ Rezension ] Felix Weber: Staub zu Staub
23. Juli 2020

Niederlande, 1949: Widerstandskämpfer Siem Coburg versucht, den Tod des Jungen aufzuklären, der ihm im Krieg das Leben rettete.

[ Rezension ] Vivian Gornick: Eine Frau in New York
9. Juli 2020

Vivian Gornick ist eine Suchende – eine Frau, die sich in der Stadt treiben und ihre Gedanken schweifen lässt: Eine Frau in New York.

[ Rezension ] Uwe Timm: Morenga
1. Juli 2020

Uwe Timm beschreibt den Beginn des deutschen Völkermords an den Herero und Nama (ab 1904 in Deutsch-Südwestafrika) in einer gelungenen Mischung aus Sachbuch und Roman.

[ Rezension ] Katie Hale: Mein Name ist Monster
24. Juni 2020

Diese Geschichte durchweht der kalte Hauch einer unvermeidlichen Endzeit – der Schatten des Untergangs ist endlich (und wohlverdient?) über die Menschheit gefallen.

[ Rezension ] Stephan Ludwig: Unter der Erde
7. Juni 2020

Klassischer Krimi, Zombie-Apokalypse, Mafia-Thriller? Die Frage, womit man es hier zu tun hat, konnte mich nur bedingt bei der Stange halten.

[ Rezension ] Anne Enright: Die Schauspielerin
22. Mai 2020

Romanschriftstellerin Norah O'Dell wird von einer Journalistin um Informationen zum Leben ihrer Mutter gebeten: Katherine O'Dell, Irlands vergöttertste Schauspielerin, die ihre Karriere mit einem Schlag beendete, indem sie auf einen Produzenten schoss.

[ Rezension ] Christine Brand: Die Patientin
21. Mai 2020

Die Handlung ist originell und hat viel Potential. Störend fand ich, wie dilettantisch sich die Heldin anstellt und wie sehr ihr Liebesleben im Mittelpunt steht.

[ Rezension ] James Baldwin: Giovannis Zimmer
20. Mai 2020

Dieser semi-autobiographische Roman, der bereits 1956 veröffentlicht wurde, ist keine leichte Kost für nebenher, aber die Lektüre lohnt sich.

[ Rezension ] Graham Swift: Da sind wir
14. Mai 2020

Graham Swift lässt den Leser einen Blick in die Ära der Fünfziger werfen, zugleich verklärt durch Glimmer und Rauch der Bühnenwelt und glasklar zu erkennen.

[ Rezension ] Peter Zantingh: Nach Mattias
2. Mai 2020

Ein leises Buch über die Trauer, das nie schmalzig auf die Tränendrüsen drückt. Vor allem gibt es dem Leser einen kleinen Einblick in die unzähligen, verästelten Verbindungen von Mensch zu Mensch, über die jede Handlung und jedes Erlebnis ein Echo hervorrufen.

[ Rezension ] Dirk Kurbjuweit: Haarmann
26. April 2020

Verkehrte Welt: hier steht ein wahrer Kriminalfall im Mittelpunkt, das eigentlich Interessante ist meines Erachtens jedoch der Kontext, in dem er geschehen konnte.

[ Rezension ] Dave Eggers: Die Parade
16. April 2020

Die Charaktere sind Archetypen, die Handlung ist in manchen Abschnitten etwas vorhersehbar. Dennoch ist der Roman sehr interessant und regt zum Nachdenken an, was von einem Ende wie ein Paukenschlag scheinbar gesteigert wird – auch wenn der Leser dann vielleicht feststellt, dass die Botschaft im Endeffekt keine neue ist.

[ Rezension ] Rebecca Makkai: Die Optimisten
13. April 2020

Rebecca Makkai beschreibt die Zeit, in der es noch keine Medikamente gegen Aids gab und Abertausende von Menschen auf furchtbare Art und Weise starben, ungeschönt, dabei aber nicht sensationsheischend, sondern mit Empathie und großem Respekt. Das geht unter die Haut, ist aber gerade deswegen sehr lesenswert.

Du hast ja bis ganz nach unten gelesen! Danke für deinen Besuch!

© des Beitragsbilds: Pixabay

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