[ Das Debüt 2020 ] Bloggerpreis für Literatur: Die Shortlist

Das Debüt Bloggerpreis für Literatur

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Es wird wieder spannend – und Zeit für die Bloggerjury, loszulesen!

In diesem Beitrag könnt ihr mehr über den Preis erfahren: [Link] [ Das Debüt 2020 ] Bloggerpreis für Literatur – mein Blog ist dabei!

“Debütromane haben es auf dem Buchmarkt nicht immer leicht. Viele Leser halten an Altbewährtem fest oder bemerken die neuen Stimmen der Literatur gar nicht erst. Mit diesem Bloggerpreis möchte das literarische Blog „Das Debüt“ herausragende Debütromane würdigen und ihnen die gebührende Aufmerksamkeit schenken.”

Die Bloggerjury

Welche Bücher haben es auf die Shortlist geschafft?

Wir verlassenen KinderSchatten über den BretternCihan Acar – HawaiiElijas LiedDeniz Ohde Streulicht

Lucia Leidenfrost – Wir verlassenen Kinder

“Ein abgeschiedenes Dorf. Leere Bauernhöfe. Eine aufgelassene Schule. Die Erwachsenen haben nach und nach das Dorf verlassen. Zurückgeblieben sind die Kinder. Sie empfangen Pakete und Geld. Sie kochen, putzen und pflegen die Großeltern und kleinen Geschwister. Scheinbar soll Krieg herrschen rundherum. Als auch der einzige Lehrer das Dorf verlässt, beginnen die Kinder, ihre eigenen Gesetze und Regeln aufzustellen. Was harmlos beginnt, wird rasch zu einem System aus Gewalt und Macht, dem sich alle zu unterwerfen haben. Nur Mila will sich nicht beugen und wird zur Außenseiterin, die bis zum Ende für das Gute kämpft.”

(Klappentext)

David Misch – Schatten über den Brettern

“Ein Theaterspieler in Zeiten zunehmender Repression. Er ist hin- und hergerissen zwischen gesellschaftlichen Anforderungen und dem Streben nach Selbstverwirklichung. Seine Figuren und Rollen, die er nicht spielen muss, weil sie in ihm zur Realität geworden sind, bedeuten ihm alles. Eine Kulturverordnung droht sie ihm zu nehmen und der Kampf gegen die neue Autorität im Lande stellt Beziehungen und eigenes Ich mehr denn je in Frage.”

(Klappentext)

Cihan Acar – Hawaii

“Es sind die heißesten Tage im Jahr, Hundstage, die, so glauben manche, schweres Unheil bringen. Kemal Arslan läuft durch Heilbronn, ein Fußballstar, der nach einem Unfall seine Karriere beenden und von vorn anfangen muss. Unbeteiligt steht er auf einer türkischen Hochzeit herum, geht in ein Striplokal und ins Wettbüro, gerät mitten hinein in eine Straßenschlacht zwischen Rechten und Migranten, trifft seine Exfreundin Sina und besucht seine Eltern, die, wie die meisten Türken der Stadt, in Hawaii wohnen, einem Problembezirk mit heruntergekommenen Hochhäusern und rauem Straßenleben, der rein gar nichts mit dem Urlaubsparadies gemeinsam hat. Cihan Acar erzählt von zwei Tagen und drei Nächten eines jungen Mannes, in denen er alle Stadien von Illusion, Sehnsucht und Einsamkeit durchquert. Ein Buch über all die Heimatlosen, Nachtgestalten und Romantiker, die im Dazwischen leben.”

(Klappentext)

Amanda Lasker-Berlin – Elijas Lied

“Elija ist die älteste der Schwestern, ihre Augen, von einer großen Lidfalte beschützt, blicken auf das Schöne in der Welt. Sie liebt das Theater, wenn sie die Hagar spielt, die in die Wüste geschickt wird, allein mit einem Kind im Bauch. Auf der Bühne kann Elija Mutter sein, in echt kann sie das nicht. Noa jobbt in einer Kantine. Jeden Tag hofft sie auf Akim, der hoch oben in dem Glasturm mit Elbblick arbeitet. Sie können über vieles sprechen, die Exmatrikulation, ihre Ostasienreisen, nur nicht darüber, wohin sie geht, wenn ihre Schicht in der Kantine vorbei ist. Loth, die Jüngste, ist schön wie eine Statue. Und sie ist wütend. Bei Demos wird sie als Nazi beschimpft, sie selbst hält die Linken für Meinungsfaschisten. Sie ist in die patriotische Hausgemeinschaft in Halle gezogen, um zu kämpfen. Die Wanderung war Loths Idee. Die Idee, noch einmal Schwestern zu sein. Das Moor zu durchqueren und auf dem Berg das Lied zu singen, das ihr Vater für sie gedichtet hat. Doch wie die Schwestern ist auch das Moor nicht mehr dasselbe. Einen Tag verbringen sie zusammen, allein mit sich und den Erinnerungen, die selbst das Moor nicht schlucken kann, mit all dem Morast und Torf, und es gibt nichts, was Halt verspricht.”

(Klappentext)

Deniz Ohde – Streulicht

“Industrieschnee markiert die Grenzen des Orts, eine feine Säure liegt in der Luft, und hinter der Werksbrücke rauschen die Fertigungshallen, wo der Vater tagein, tagaus Aluminiumbleche beizt. Hier ist die Ich-Erzählerin aufgewachsen, hierher kommt sie zurück, als ihre Kindheitsfreunde heiraten. Und während sie die alten Wege geht, erinnert sie sich: an den Vater und den erblindeten Großvater, die kaum sprachen, die keine Veränderungen wollten und nichts wegwerfen konnten, bis der Hausrat aus allen Schränken quoll. An die Mutter, deren Freiheitsdrang in der Enge einer westdeutschen Arbeiterwohnung erstickte, ehe sie in einem kurzen Aufbegehren die Koffer packte und die Tochter beim trinkenden Vater ließ. An den frühen Schulabbruch und die Anstrengung, im zweiten Anlauf Versäumtes nachzuholen, an die Scham und die Angst – zuerst davor, nicht zu bestehen, dann davor, als Aufsteigerin auf ihren Platz zurückverwiesen zu werden.”

(Klappentext)

Hier findet ihr die Begründungen, warum sich das Debüt-Team für diese Bücher entschieden hat:

[Das Debüt 2020] Die Shortlist

Bisher gelesen und rezensiert habe ich:

(Ich werde hier meinen Fortschritt dokumentieren.)

Wie geht es jetzt weiter?

Bis Mitte Januar 2020 lesen wir von der Bloggerjury die nominierten Titel, tauschen uns aus und sind dabei sicher nicht immer einer Meinung – aber das ist nicht nur ok, sondern hochspannend! Dann vergibt jeder von uns Punkte für seine drei Favoriten und veröffentlicht auf seinem Blog eine Begründung dieser Auswahl.

Die Punkte werden zusammengerechnet und der Preis an das Buch – natürlich! – mit den meisten Punkten vergeben.

Habt ihr 2020 ein interessantes Debüt gelesen?

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