Das Debüt : Bloggerpreis für Literatur

[ Das Debüt 2019 ] Bloggerpreis für Literatur: Die Shortlist

Das Debüt Bloggerpreis für Literatur

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Es wird ernst! Beziehungsweise spaßig. Oder spannend?

…auf jeden Fall hochinteressant.

Im Juli habe ich euch bereits von „Das Debüt“ erzählt – einem Buchpreis, bei dem ich dieses Jahr in der Bloggerjury sitze und mir schon seit Monaten deswegen Löcher in den Bauch freue. Kurz und knapp noch einmal, was es mit dem Preis auf sich hat:

Debütromane haben mehr Aufmerksamkeit verdient, als sie aus den verschiedensten Gründen auf dem deutschen Buchmarkt bekommen. Der Buchpreis ‘Das Debüt’, der im Jahr 2016 erstmals ausgelobt wurde, möchte herausragende Debütromane daher ins Zentrum der Aufmerksamkeit rücken.

In meinem letzten Beitrag habe ich euch bereits Einiges verraten über den Literaturblog, der hinter dem Buchpreis steht, das Team der Veranstalterinnen – Dr. Bozena Anna Badura, Janine Hasse und Sarah Jäger –, den Preis an sich und den zeitlichen Ablauf. Um mich hier nicht zu wiederholen, verlinke ich den Beitrag:

[ Das Debüt 2019 – Bloggerpreis für Literatur – Mein Blog ist dabei! ]

Die Bloggerjury

Manche sind Veteranen, die das schon zum wiederholten Male mitmachen, andere sind Neulinge wie ich:

Auf der Webseite des Preises wird die Bloggerjury auch näher vorgestellt:

[ Vorstellung der Bloggerjury (Teil 1) ]
[ Vorstellung der Bloggerjury (Teil 2) ]

Heute möchte ich euch verraten, welche Bücher es auf die Shortlist geschafft haben:

An dieser Stelle möchte ich auch hervorheben, dass Bozena, Sarah und Janine sich zur Erstellung dieser Shortlist durch 80 eingereichte Bücher gelesen haben. Das ist Entschlossenheit!

Geschlagene 20.887 (!!!) Seiten. Ganz viel Respekt dafür!

Angela Lehner Vater unserMartin Peichl Wie man Dinge repariertKatharina Mevissen Ich kann dich hörenAna Marwan Der Kreis des WeberknechtsNadine Schneider Drei Kilometer

Angela Lehner: Vater unser

„Die Polizei hat sie hergebracht, in die psychiatrische Abteilung des alten Wiener Spitals. Nun erzählt sie dem Chefpsychiater Doktor Korb, warum es so kommen musste. Sie spricht vom Aufwachsen in der erzkatholischen Kärntner Dorfidylle. Vom Zusammenleben mit den Eltern und ihrem jüngeren Bruder Bernhard, den sie unbedingt retten will. Auf den Vater allerdings ist sie nicht gut zu sprechen. Töten will sie ihn am liebsten. Das behauptet sie zumindest. Denn manchmal ist die Frage nach Wahrheit oder Lüge selbst für den Leser nicht zu unterscheiden. In ihrem fulminanten Debüt lässt Angela Lehner eine Geistesgestörte auftreten, wie es sie noch nicht gegeben hat: hochkomisch, besserwisserisch und zutiefst manipulativ.“

(Klappentext)

Martin Peichl: Wie man Dinge repariert

„Das Leben eines Großstädters in seinen Dreißigern. Eigentlich will er nur seinen Roman fertigschreiben, doch das Leben kommt ihm ständig dazwischen. Sein Beziehungsstatus ist mehr als kompliziert, der tote Vater hinterlässt ihm ein Waldstück, mit dem er nichts anzufangen weiß, und das nächste Bier ist immer etwas zu schnell offen. Aber unterkriegen lässt er sich deshalb noch lange nicht …

Martin Peichls Roman ist das sympathische Porträt einer Generation, die sich weigert, den gesellschaftlichen Erwartungen zu entsprechen. Leider steht ihr die Sehnsucht nach Normalität dabei manchmal im Weg.“

(Klappentext)

Katharina Mevissen: Ich kann dich hören

„Ein schalldichter Raum. Draußen die Großstadt. Osman Engels übt Cello. Er spielt an gegen unsichtbare Hindernisse, die irgendwo in seiner Vergangenheit liegen und denen er auf dem Fußballfeld besser ausweichen kann. In seiner Welt ersetzt Musik schon lange die Worte. Er kann selbst nicht gut zuhören, nichts festhalten, ohne Kontaktlinsen auch schlecht sehen. Als er ein zufällig gefundenes Aufnahmegerät abhört, wird er zum Ohrenzeugen einer Beziehung, die auf ganz andere Art laut ist.

Seine Mitbewohnerin Luise lernt derweil im Nebenzimmer für ihre Prüfung, manchmal rauchen sie gemeinsam am offenen Fenster, kochen Knoblauchnudeln, bringen Altglas zum Container. Sie verstehen sich, ohne sich richtig anzufassen, denn auch mit der Liebe fangen sie gerade erst an. Als sein türkischer Vater, ebenfalls Musiker, sich das Handgelenk bricht und Tante Elide, seine Ziehmutter, nach fast zwanzig Jahren in Deutschland plötzlich nach Paris gehen will, ist Osman gezwungen, ein paar Dinge aufzuräumen, ein paar Fragen zu stellen.

Der Roman erzählt von einem jungen Mann, dem Augen und Ohren geöffnet werden, und von einer Frau, die in der Stille lebt. Es geht um Vater-, Mutter- und Gebärdensprache und um die berührende Kraft von Musik. Ungewöhnliche Themen, eindringliche Bilder. Ein großes Talent.“

(Klappentext)

Ana Marwan: Der Kreis des Weberknechts

„Karl Lipitsch mag keine Menschen. Er wohnt alleine, da er eine tiefe Abneigung gegen die Gesellschaft hegt und Gespräche meiden möchte. Häufig sitzt er lesend im Garten oder schreibt an seiner umfassenden philosophischen Abhandlung. Doch die Überzeugung, fortan als Einsiedler in Einsamkeit zu leben und damit glücklich zu sein, gerät schnell ins Wanken. Durch einen Zufall (sofern es denn tatsächlich einer war) macht er nähere Bekanntschaft mit seiner Nachbarin Mathilde. Beide umkreisen den anderen, jeder in der Überzeugung, der Überlegene zu sein. Und so beobachten wir Lipitsch bei seinen Bemühungen, ihr nicht ins fein gesponnene Netz zu gehen. Doch je mehr Lipitsch zappelt, desto kräftiger verfängt er sich in Mathildes Fäden…“

(Klappentext)

Nadine Schneider: Drei Kilometer

„Rumänien 1989: Die Hitze ist drückend, das Getreide steht hoch, sonst würde man bis zur Grenze sehen können. Der Gedanke an Flucht liegt verlockend und quälend nahe, noch weiß niemand, was kommt und was in ein paar Monaten Geschichte sein wird. In einem Dorf im Banat, weit weg von Bukarest, dem Machtzentrum des Ceau escu-Regimes, erlebt Anna einen Spätsommer von dramatischer und doch stiller Intensität. Sie ist hin- und hergerissen, nicht zuletzt zwischen Hans, ihrem Geliebten, und Misch, dem gemeinsamen Freund. Bei wem will sie bleiben? Mit wem will sie gehen? Und ist Hans tatsächlich ein Spitzel, wie Misch vermutet? Mit diesen Fragen bewegt sich Anna plötzlich gefährlich nahe an der Grenze zwischen Treue und Verrat.

Atmosphärisch dicht und schnörkellos erzählt Nadine Schneider von den persönlichen Verstrickungen in einer Zeit vor dem politischen Umsturz. Und davon, was es braucht, um zu bleiben oder was es bedeutet, sein Land zu verlassen, für sich und die, die man zurücklässt.“

(Klappentext)

Ich selber hatte von den nominierten Titeln sieben gelesen, davon hat es aber nur einer auf die Shortlist geschafft, nämlich „Vater unser“. In meinen Augen bietet die Liste aber eine tolle Mischung! Ein großer Verlag, vier kleine Verlage – gerade auf deren Bücher bin ich schon sehr gespannt.

Hier findet ihr die Begründungen, warum sich das Team für diese Bücher entschieden hat:

[Das Debüt 2019] Die Shortlist

Bisher gelesen habe ich:

(Ich werde hier meinen Fortschritt dokumentieren.)

Angela Lehner: Vater unser

Wenn ich an das Buch denke, denke ich als erstes: Unglaublich witzig, unglaublich tragisch – man verschluckt sich am Lachen, bis hin zu einem Ende, das alles noch mal auf den Kopf stellt. Was ist normal, und warum nicht?

Wie geht es jetzt weiter?

Bis Anfang Januar 2020 lesen wir von der Bloggerjury die nominierten Titel, tauschen uns aus – und sind jetzt schon nicht immer einer Meinung, aber das ist nicht nur ok, sondern hochspannend! Dann vergibt jeder von uns Punkte für seine drei Favoriten und veröffentlicht auf seinem Blog eine Begründung dieser Auswahl. Die Punkte werden zusammengerechnet und der Preis an das Buch – natürlich! – mit den meisten Punkten vergeben.

Habt ihr eines der Bücher schon gelesen?

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Liebe Grüße,
Signatur Mikka

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