#Lesetagebuch KW35 2022

Lesetagebuch

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Zuletzt beendet

(Rezension folgt noch)

Marie Gamillscheg: Aufruhr der Meerestiere

Marie Gamillscheg: Aufruhr der Meerestiere

Das ist ein Roman, der mir im Kopf rumgeht. Rund und rund und rund. Denn vieles, vieles wird offengelassen; du kannst als Leser:in nur den Ahnungen hinterherspüren, die durch Träume, Erinnerungen, Ängste, Wünsche, Obsessionen schweben wie Plankton. In einem Moment ist die Wahrheit da, fast schon greifbar – und dann verwirbeln sich die Gewässer dieses Lebens, bis die Wahrheit sich nur noch in Ultraspurenelementen findet, allenfalls ein leichter bitterer Geschmack.

Ach, was rede ich da. Kurz gesagt: Ich habe noch nicht abgeschlossen mit diesem Buch, will Luise, die eigenwillige Protagonistin, noch nicht ziehen lassen. Ich will sie in Scheiben schneiden und auf dem Objektträger eines Mikroskops studieren. Warum? Warum hat sie ihre Forschung einer Qualle verschrieben, die als invasiv gilt, als schädlich, geradezu das Vorbote der ökologischen Apokalypse? Sie frisst ihre Kinder, heißt es, doch Luise stellt klar: Die Quallen fressen sich gegenseitig – nur der Schwarm zählt, nur in der kompletten Auflösung im Kollektiv ist der Tod des einzelnen bedeutungslos.

Da kann man Parallelen ziehen zu Luises Essstörung, zu ihrer Angst vor dem Tod, zu ihrem Wunsch, vollends zu verschwinden. Aber das ist zu platt. So einfach macht es dir die Autorin dann doch nicht. In meinen Augen geht es um Identität und Individualität, doch diese Themen verweben sich mit Luises gestörter Beziehung zu ihren Eltern, vor allem ihrem Vater. Und über die möchte ich gar nicht zu viel erzählen, denn diese Pfade sollte jede:r Leser:in selber beschreiten und sich hoffnungslos verirren…

“Aufruhr der Meerestiere” ist das Patenbuch der Buchpreisbloggerin Imke Weiter – The Female Reader
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