Lesegelaber

[ Lesegelaber ] Über das soziale Lesen

Social Reading Soziales Lesen

Dieser Artikel erschien zunächst im März 2017 auf meinem ersten Buchblog auf Blogspot.

Es gibt die verschiedensten Definitionen für den Begriff “sozial”, und im Zeitalter der sozialen Medien hat sich die Bandbreite der möglichen Bedeutungen noch einmal gravierend erweitert. Worum es mir in diesem Artikel geht, ist “sozial” im Sinne von Vernetzung, Austausch, Kommunikation innerhalb einer Gemeinschaft – nämlich der der Lesenden.

Der Leser, das gesellige Wesen?

Eigentlich sollte man meinen, dass Lesen nicht unbedingt ein Hobby ist, das die genannten Dinge fördert – im Grunde sitzt doch jeder alleine vor seinem Buch. Aber tatsächlich ist der Mensch nun mal ein soziales Wesen, das immer Mittel und Wege findet, auch die noch so einsamste Beschäftigung in die Gruppe zu tragen, der er sich zugehörig fühlt.

In jenem dunklen, barbarischen Zeitalter, das junge Lesende nur noch aus Erzählungen kennen – nämlich die Zeit vor Internet und Smartphone – war man gezwungen, zu drastischen Mitteln zu greifen, sofern man nicht mit lesenden Verwandten oder Freunden gesegnet war:

Man musste das Haus verlassen oder andere Menschen zu sich nachhause einladen.

Das nannte sich dann Lesekränzchen, und zumeist bestanden diese (so will es das Klischee) aus gebildeten Damen, die bei einer Tasse Tee oder bewaffnet mit Stricknadeln (oder beides) über erbauliche Lektüre plauderten. Auch heutzutage gibt es natürlich noch Lesekränzchen, die aber meist die altmodische Bezeichnung abgelegt haben und sich stattdessen Lesezirkel oder Lesekreis nennen.

Was das antike und das moderne Lesekränzchen gemeinsam haben, sind in meinen Augen diese Dinge:

  • Kommunikation, Vernetzung und Austausch sind auf wenige Personen begrenzt. Das Lesekränzchen ist sozusagen ein kleiner Teich, in den die Teilnehmer kleine Steinchen werfen: die Wellen schwappen nicht über auf andere Teiche oder gar den Ozean. 
  • Sie haben daher keinen nennenswerten Marktwert, da kaum Werbewirksamkeit besteht. 
  • Sie machen trotzdem Spaß und erweitern den Horizont. 
  • Man lernt die anderen Teilnehmer gut kennen und es entwickeln sich vielleicht sogar echte, langjährige Freundschaften.

Der moderne Leser hat über die sozialen Medien unzählige zusätzliche Möglichkeiten, sich mit anderen Lesenden auszutauschen.

Inzwischen beschränkt sich das nicht mehr nur auf Facebook, Twitter, Instagram, Pinterest und Co., sondern es gibt eine ganze Reihe an Angeboten in Form von Communities und Portalen speziell nur für Leseratten.

Was Liest Du?LovelybooksGoodreads und whatchaReadin sind Beispiele für allgemeine, nicht verlagsgebundene Communities. Dort kann man nach Herzenslust über Bücher reden oder an Leserunden und Aktionen teilnehmen, die zum Teil wiederum von Verlagen gesponsert werden. 

Inzwischen haben mehrere Verlage ihre eigenen Portale und Communities eingerichtet, wie die Lesejury von Bastei Lübbe, oder nutzen bestehende Portale, wie der Fischer Leseclub auf Lovelybooks

Was diese modernen Methoden des sozialen Lesens gemeinsam haben:

  • Kommunikation, Vernetzung und Austausch sind grenzenlos. Der Wirkkreis ist kein kleiner Teich mehr, sondern ein Weltmeer, in dem jede Welle die nächste anstößt. 
  • Der Marktwert ist daher nicht zu unterschätzen. Eine Rezension kann tausende von Lesern erreichen, die das Buch dann wiederum weiterempfehlen und andere Leser erreichen, die das Buch dann wiederum weiter empfehlen…
  • Es kann sehr lohnend sein, aber durch die schiere Masse und die scheinbare Anonymität ist das “Social Reading” anfällig für die Plagen der grenzenlosen Kommunikation: unnötiges Drama, narzisstische Selbstdarstellung und Konkurrenzkampf
  • Auch über die sozialen Medien können sich gute Freundschaften entwickeln, aber die Mehrheit der anderen Leser, mit denen man so Kontakt hat, lernt man nur sehr oberflächlich kennen.

Für mich ist die schöne neue Welt des grenzenlosen Social Reading daher ein zweischneidiges Schwert. 

Das Drama versuche ich, so weit es geht, einfach zu ignorieren, denn das klassische Internetdrama ist ohnehin vollkommen immun gegen Schlichtungsversuche und sachliche Argumentation. Auf den Konkurrenzkampf muss ich mich ebenfalls nicht zwingend einlassen. Ich gucke gar nicht mehr, ob ich jetzt mehr oder weniger Follower und Seitenaufrufe habe als andere Blogger – mir ist viel wichtiger, dass ich selber zufrieden bin mit meinem Blogbeiträgen und immer versuche, mich dabei weiterzuentwickeln.

Was mich aber wirklich wurmt: 

Ich liebe es, mich rund um die Uhr mit Menschen aus aller Welt über Bücher austauschen zu können, aber ich habe den Eindruck, dass das Soziale am “Social Reading” manchmal verloren geht. Denn wo früher das Lesen und der Austausch über das Lesen Selbstzweck waren, legen sich heute andere Bedeutungsschichten und Motivationen darüber.

Wann ist Kommunikation wirklich Kommunikation?

Kommunikation ist ein Geben und Nehmen, ein ständiges Hin und Her aus Aussage und Reaktion. Aber bei den verschiedenen Leseaktionen, bei denen die Teilnehmer dazu aufgefordert werden, auch auf die Beiträge anderer Teilnehmer einzugehen, sieht es immer wieder eher so aus:

Teilnehmer A postet etwas.
Teilnehmer B schreibt als Antwort: “Cooler Beitrag – hier ist mein Blog: Link!”
Teilnahmer C folgt dem Link und antwortet auf den Beitrag von Teilnehmer B: “Ist nicht mein Genre. Schau doch mal bei mir vorbei: Link!”

Und so kann das eine ganze Weile weitergehen. Aus dem Hin und Her ist eine Einbahnstraße geworden, auf der jeder stur geradeaus brettert, ohne mal nach links oder rechts zu schauen. Dummerweise ist Lesen und Bloggen aber kein Wettrennen, was hat man also damit gewonnen?

Mehr Klicks? Mehr Leser, mit denen man dann auch keinen echten Austausch pflegt?

Wann ist Vernetzung also eigentlich nur verkappte Selbstpromotion? Können wir uns wirklich auf echten Austausch einlassen, oder suchen wir nur noch nach Bestätigung der eigenen Meinung? Natürlich war das jetzt überspitzt, und es gibt immer noch viele schöne und durchdachte Kommentare! Aber der allgemeine Trend ist beunruhigend.

Update Januar 2019

Ich habe diesen Beitrag aus aktuellem Anlass noch einmal hervorgekramt und auf meinen neuen Blog übertragen:

Eine Zeitlang sah es 2017 und Anfang 2018 so aus, als habe die zunehmende Verödung der Kommunikation eine Gegenbewegung ausgelöst. Mehr und mehr Blogger starteten Aktionen, bei denen es um Austausch und Vernetzung ging, ich selber begann mit meiner Kreuzfahrt durchs Meer der Buchblogs, die damals gut angenommen wurde und viele interessante Unterhaltungen anstieß.

Ich hatte das Gefühl, dass auch andere den echten Austausch vermissten , den man früher im guten alten Lesekränzchen hatte.

Etwa zum Zeitpunkt der Umstellung der DSGVO brach diese Entwicklung jedoch wieder in sich zusammen.


Immer weniger Klicks, immer weniger Kommentare – und die damit verbundene Verunsicherung: liegt das nur an meinem Blog, oder geht es anderen aus so? Als ich vor kurzem meine Kreuzfahrt schweren Herzens einstellte, bekam ich viel Feedback, das besagte: Ja, genau so geht es mir und meinem Blog auch.

Bloggen ohne Austausch ist nur leeres Selbstgespräch.

Woran liegt das in euren Augen, ganz konkret? Warum der plötzliche Rückschritt? Und was können wir tun, um das Ruder wieder rumzureißen?

Bisherige Beiträge in der Rubrik ‘Lesegelaber’:

Über den Hype
Über das Belesensein
Über das Abbrechen
Über die Schande
Über die Trennung
Über das Verfallsdatum
Über das Lesezeichen
Über das soziale Lesen
Über den Leistungsdruck

Liebe Grüße,
Loading Likes...

27 thoughts on “[ Lesegelaber ] Über das soziale Lesen

  1. Hi Mikka!

    Erstmal: ein toller Artikel! Das leidige Thema hast du gut zusammen gefasst und diese Entwicklung sehe ich leider so ähnlich.

    Ich selber bin ja ein großer Fan von Aktionen – ich habe auf meinem Blog alle die ich kenne auch auf einer Seite zusammengefasst, wo ich explizit sage, dass es bei diesen Aktionen um den AUSTAUSCH geht, das kommentieren und andere Meinungen (und natürlich Blogs/Blogger/innen) kennen zu lernen.

    Grade dein Beispiel “Toller Beitrag – hier ist meiner *klick*” … das lese ich leider auch oft. Wenn man nichts zu sagen hat, sollte man es vielleicht lassen – oder vielleicht wollen diejenigen ja auch nur zeigen, dass sie zumindest da waren und sich den Beitrag angeschaut haben.
    Trotzdem kommt es natürlich so rüber, als hätte derjenige weder Zeit noch Lust, genauer zu antworten und möchte aber trotzdem gerne einen Gegenbesuch.

    Bei mir findet ja der Top Ten Thursday statt. Ich mag die Aktion wirklich sehr und ich kommentiere jede Woche JEDEN Beitrag. Nicht alle gleich ausführlich, denn ich hab nicht immer viel zu sagen, aber ich schau ihn mir an und versuche, auf das, was ich kenne, einzugehen. Machen andere tatsächlich auch, was mich sehr freut, andere aber eben nicht.
    Was ich allerdings auch sehr schade finde: auf meine Kommentare bekomme ich nicht immer eine Anwort!
    Ich lese mir also den Beitrag durch, sage meine Meinung zu diesem und jenen und schaue die nächsten Tage immer wieder mal rein um zu sehen, was diejenige geantwortet hat: nichts. Da vergeht mir, muss ich ehrlich zugeben, auch ein bisschen die Lust.

    Die Zeit ist sicher bei uns allen ein Problem, aber gerade deshalb sollte man sich bei den Bloggern und / oder Beiträgen, die einem wichtig sind, vielleicht 2-3 Minuten Zeit nehmen, um etwas zu kommentieren oder zu antworten, das wirklich auch etwas aussagt und zeigt, dass man es auch gelesen hat.

    Ansonsten denke ich, dass diese Wende mit der DSGVO, bei der ja viele Blogger aufgehört haben, schon der Beginn von einem Tiefpunkt war.
    Übrigens auch das teilen von Beiträgen oder Posts … warum wird das nicht gemacht? Ich teil so gerne und versteh immer gar nicht, warum andere das nicht machen? Ich verpasse ja doch auch öfter mal was und würde mich freuen, wenn ich das dann anderswo erwähnt finde.

    Vielleicht kommt ja wieder mal eine Kehrtwende zum besseren austauschen, wirklich austauschen vor allem über bei Rezensionsposts, denn da wird ja meist am wenigsten kommentiert ^^ Aber das müssen wir wohl einfach abwarten …

    Liebe Grüße, Aleshanee

    1. Huhu!

      Ist ja witzig – ich habe um 17:16 bei dir auf dem Blog einen Beitrag kommentiert und um 17:17 die Benachrichtigung bekommen, das du hier kommentiert hast. 🙂

      Im Moment mache ich nicht bei vielen Aktionen mit, aber das liegt zum Teil auch daran, dass ich nicht mitmachen will, wenn ich keine Zeit oder Muße habe, bei anderen Teilnehmer vorbei zu schauen und zu kommentieren.

      Ich versuche immer, auf alle Kommentare hier zu antworten, es kann höchstens mal ein paar Tage dauern… (Und vielleicht flutscht mir auch mal der ein oder andere durch.) Aber das ist mir schon wichtig!

      Stimmt, bei Rezensionen ist das wirklich am Schlimmsten, was den Austausch angeht. Dabei sind Rezensionen die Beiträge, die ich bei anderen Blogs am liebsten lese!

      LG,
      Mikka

      1. Dass mal ein Kommentar durchflutscht oder es länger dauert, damit hab ich ja auch überhaupt kein Problem!
        Bei Aktionen, denke ich, geht es ja aber gerade um den Austausch … und da ich regelmäßig alle teilnehmenden Blogs besuche sehe ich ziemlich gut, wer sich die Mühe macht und auf Kommentare antwortet und wer grundsätzlich nie auf Kommentare antwortet. Und das find ich halt einfach schon schade.

        Ja, grade bei Rezensionen, wo man denkt, da könnte man – und möchte man sich ja – austauschen mit anderen: hats ihnen besser gefallen, oder gar nicht, warum ist das so? Kennt derjenige vielleicht noch andere Bücher des Autors? Grade hier wäre mein Redebedarf auch sehr hoch, aber da kommt meist recht wenig. Es gibt Ausnahmen bei Büchern, die grade hohe Wellen schlagen oder auch ältere “Klassiker”, aber ansonsten leider eher weniger.

        Ja, das war echt witzig, ich bin von deinem auf meinen Blog geswitcht und hab dann auch deinen Kommi gesehen 😀

        1. Ahhh! Mir ist grade noch eingefallen: es kann natürlich sein, dass manche auf Kommentare nicht antworten, weil sie denken, der andere schaut eh nicht mehr vorbei. Der/Die hat ihren Kommentar dagelassen und macht sich nicht mehr die Mühe zu schauen, ob und was ich antworte. Das, denke ich, ist sicher bei einigen auch ein wichtiger Punkt.

          Ich muss dabei zugeben: ich abonniere nicht jeden Beitrag wo ich kommentiere – das wäre auch zuviel 😀 Manchmal hab ich auch nichts großartiges zu sagen, und möchte nur ein paar nette Worte dalassen, da schau ich meist auch nicht unbedingt nochmal rein.
          Aber bei manch anderen abonniere ich die Folgekommentare oder speicher mir den Beitrag ab – um die Meinung der Bloggerin zu verfolgen oder auch die anderen Kommentare die kommen werden – so wie deiner hier z. B. 😉

          1. Ja, bei Aktionen ist der Austausch ja eigentlich Sinn der Sache!

            Stimmt, ich kenne Blogger, die sagen: auf Kommentare antworten ist sinnlos. Ich habe aber schon das Gefühl, dass viele noch mal gucken kommen, ob es eine Antwort gibt.

          2. Hm, also von vornherein zu sagen, dass auf Kommentare zu antworten sinnlos ist, find ich jetzt schon ein bisschen doof. Deshalb hab ich ja den Blog ^^ Dann braucht man sich über fehlende Kommentare natürlich auch nicht mehr wundern …

  2. Hey Mikka,
    du sprichst mir so aus dem Herzen! Was mich auch richtig annervt ist, wenn ich meinen Blogbeitrag auf einem Social Media teile – mit dem Sinn die Leser auf meinem Blog zu locken und dann die Kommentare im Social Media kommen. Und nicht im Blog. Dort, wo es eigentlich sein sollte.
    Ich finde das auch absolut sinnfrei. Wenn ich im Social Media einen Blogbeitrag sehe, dann gehe ich doch da hin und kann dort kommentieren. Warum sollte ich zurück zum Social Media, um dort zu kommentieren?!

    Nach meinem Umzug von Blogger zu WordPress sind meine Kommentare von Blogger-Nutzer zurückgegangen. Fand ich sehr merkwürdig und deswegen habe ich nachgefragt. Bei Blogger ist man angemeldet und man muss nicht noch mal wieder seine Daten eingeben. Ich meine, hallo!? Drei Felder extra eingeben ist auch echt ne Welt. 😀

    Die Aktionen, die uns ansprichst, mache ich schon länger nicht mehr mit. Genau aus den Gründen, die du ansprichst. Es wird der Blogbeitrag nicht gelesen, sondern einfach nur sein Link ins Kommentarfeld gepackt.

    Leider hat sich die Bloggerwelt extrem gewandelt in der letzten Zeit. Und es nervt mich wahnsinnig, weil ich so gerne in der Bloggerwelt unterwegs bin.
    Achtung, Eigenwerbung 😀 (Passt ja gerade zum Thema – Höhö) Deswegen habe ich auch meine Blogparade in die 2. Runde geschickt. Es gibt so viel was unrund läuft. 🙁 Es ist so so so schade. Dabei macht das doch alles so viel Spaß.

    Fühl dich gedrückt!

    Steffi

    1. Sehe ich ähnlich wie du 🙂 Auch wenn ich mich über Kommtare auf Facebook zu meinen geteilten Beiträgen auch freue – gibt ja auch wieder Reichweite 😛

      Allerdings muss ich sagen, dass ich dieses jedes Mal neu eintragen des Namens, email etc. schon etwas nervig finde. Ich kommentiere an sich schon viel und ich frage mich manchmal doch, warum das bei manchen Blogs jedes Mal NEU sein muss. Bei vielen wordpress Blogs oder auch anderen kann man das speichern lassen, dass man bei einem neuen Besuch nicht alles neu eingeben muss. Bei anderen Blogs gibt es diese Möglichkeit nicht.
      Das allerdings als Grund zu nennen nicht zu kommentieren ist für mich allerdings auch Blödsinn.

          1. Ja ich muss Name und email jedes Mal eingeben, allerdings nur den ersten Buchstaben, weil ich immer am PC tippe und da ist das alles eh gespeichert, der füllt das dann von alleine 😀

            Ich muss auch gestehen, ich weiß nicht wie das auf meinem Blog ist ^^ hab da aber auch soweit ich weiß keine Option etwas zu ändern (blogspot)

          2. Ich hab eben nochmal geguckt, aber ich habe anscheinend nur drei Optionen:

            1) Leute müssen gar nichts angeben, um kommentieren zu können, also auch keinen Namen, das möchte ich nicht so gerne, weil ich da Spam ohne Ende befürchte
            2) Leute müssen Name und Email angeben (so steht es im Moment), oder
            3) Leute müssen bei WordPress eingeloggt sein.

            Die Möglichkeit, dass er sich Namen und Email bis zum nächsten Mal merkt, hab ich jetzt nicht von meiner Seite aus.

            Ich hab das bei meinem Browser selber so eingestellt, dass der Browser Formulare Auto-vervollständigt, insofern merk ich das gar nicht so richtig, wenn ich irgendwo was eingeben muss…

      1. Klar, Reichweite auf FB ist super. Aber ich möchte die Reichweite lieber auf dem Blog haben, also auf FB. 😀 Deswegen teil ich es da ja… Hihi.

        Die Funktion, dass die drei Felder hinterlegt sind, wird leider bei vielen Blogs rausgenommen. Ich finde das aber ganz praktisch. Ansonsten hat mein Browser aber auch alles gespeichert. Ich muss nix neu eingeben… 😉

          1. Das kam irgendwann mit einem WordPress-Update, dass man anhaken konnte, ob die Daten gespeichert werden sollen.
            Hat mein aktuelles Theme aber auch weg gemacht. Oder das neuste WordPress-Update oder keine Ahnung. 😀
            Ich selber nutze eh immer das automatische Ausfüllen von meinem Browser. Oder ich gebe es per Hand ein. Ist auch nicht dramatisch. 😉

    2. Hallo Steffi,

      stimmt, das habe ich auch oft, dass Kommentare fast nur auf Facebook oder Instagram kommen. Da habe ich aber zum Teil sogar den Eindruck, dass diejenigen dem Link gar nicht zu meinem Blog gefolgt sind, sondern nur auf den Auszug oder die Überschrift reagieren.

      Ja, seit ich auf WordPress bin, sind bei mir auch die Kommentare von Blogger-Nutzern zurückgegangen…

      Drücker zurück!

      LG,
      Mikka

      1. Das hab ich übrigens schon öfters gelesen, grade in Büchergruppen auf Facebook, da sagen viele dass sie zu “faul” sind um extra nochmal auf einen externen Link zu klicken …

        Aber es gibt durchaus auch welche, die sagen, sie haben sich meinen Beitrag durchgelesen – antworten das aber auf FB 😀

          1. Oh ja! So antworten die dann gar nicht passen finde ich auch echt doof, vor allem dann Fragen dazu, die sogar im geteilten TEXT stehen, wofür man nicht mal zum Beitrag klicken muss, da hab ich dann meist gar keine Lust zum antworten ^^

  3. Hallo Mikka,
    das, was du beschreibst, ist mir auch schon aufgefallen. Auch, was meine Vorkommentatoren geschrieben haben, stimmt.
    Vielleicht hat das was mit dem Medium an sich zu tun. Eine Blogseite wiederzufinden, um sie erneut zu kommentieren, finde ich gar nicht so leicht. Auch ich möchte gelegentlich nochmal schauen, was der Blogger geantwortet hat. Ich kann es mir nun merken, welcher Beitrag das war. Oder abbonieren. Dann bekomme ich Benachrichtigungen per Mail. Die rufe ich meist mit meinem Handy ab. Mit dem Handy will ich aber nicht unbedingt kommentieren, das will ich mit einer richtigen Tastatur vom Laptop aus. Also ein Medienbruch, und Medienbrüche sind immer schlecht – und nicht nur das, ich muss auch aktiv drandenken.
    Wenn ich ehrlich bin, geht so die Zahl der Blogbeiträge, auf die ich erneut antworte, vielleicht runter auf 10%.
    Ein weiterer Grund könnte sein, dass man manchmal nicht so viel zu sagen hat. Im Social Media kann man ohne Probleme einen kurzen Satz der Anerkennung hinterlassen. Als Kommentar kommt mir das schon komischer vor. Ich schreibe selten nur einen Satz – und geb dann, grade bei WordPress – mehr in die drei Pflichtfelder ein, wie ich kommentiere. Im SocialMedia bin ich schön angemeldet.
    Und nicht nur das, dort hab ich auch meine “Aktionen” alle versammelt, die Blogs sind vereinzelt.
    Ich finde also, es ist ein strukturelles Problem
    Lösungen hab ich keine 🙁

    1. Hallo Daniela,

      ah, ich benutze Feedly, um Blogs zu folgen, da habe ich mir einen Ordner angelegt, in dem ich alle Beiträge speichere, die ich kommentiert habe, damit ich dann später nochmal reinschauen kann.

      Bevor ich Feedly benutzt habe, habe ich immer alle Beiträge abonniert. Dazu muss ich aber sagen, dass ich meine Mails eigentlich nie vom Handy aus abrufe, so dass ich diesen Medienbruch nicht habe. (Ok, um ehrlich zu sein, benutze ich mein Handy eh nicht so viel…)

      Hast du es bei deinem Browser nicht so eingestellt, dass der Formulare vervollständigt? Ich muss eigentlich nie selber was ausfüllen, weil Chrome das für mich macht. Ich muss höchstens den ersten Buchstaben eingaben, damit er den Rest ergänzt.

      LG,
      Mikka

      1. Hi Mikka,

        ja, auch mein Browser macht einen Vorschlag, sobald ich den ersten Buchstaben eintippe. Durch Fehleingaben und zittriges Auswählen hat die Liste aber mehr Auswahlmöglichkeiten. Ich hab es jetzt bei einem anderen Blog mal gezählt; das Ausfüllen der Pflichtfelder, evtl. Scrollen und Häkchen setzen wegen DGSVO kostet mich 12 Sekunden. Klar, das ist nicht viel, aber es kommt einem lang vor – vor allem im Vergleich zu Blogspot-Blogs, bei denen ich bei Blogger eingeloggt bin und gar nichts eintragen muss!

        Ich muss ehrlich sagen, dass ich deshalb im Zweifelsfall lieber bei Blogs kommentiere, bei denen ich sehe, dass ich nciht viel machen muss. Dein Blog ist eine Ausnahme, weil ich deine Texte einfach wahnsinnig gut finde und dann gern etwas zurückgebe / hinterlasse.

        Feedly kenne ich noch nicht, wahrscheinioch ist da der Leidensdruck noch nciht groß genug.

        LG
        Daniela

        1. Hallo Daniela,

          danke für das Lob! 🙂

          Feedly ist leider nur kostenlos, wenn man nicht mehr als 100 Blogs folgt, aber es gibt noch Inoreader – das ist wohl kostenlos, wenn man nur die grundlegendsten Funktionen benutzt. Darauf werde ich vielleicht umsteigen, wenn meine bezahlte Zeit bei Feedly ausläuft. Wenn du sowas also mal ausprobieren willst, ist Inoreader eine Möglichkeit. 🙂

          LG,
          Mikka

  4. Liebe Mikka,
    auch diesen Bericht hatte ich schon vor kurzem gelesen. Dem ist nicht viel hinzuzufügen.
    Auszug aus deinem Bericht: “Für mich ist die schöne neue Welt des grenzenlosen Social Reading daher ein zweischneidiges Schwert.” …. Auf den Konkurrenzkampf muss ich mich ebenfalls nicht zwingend einlassen. Ich gucke gar nicht mehr, ob ich jetzt mehr oder weniger Follower und Seitenaufrufe habe als andere Blogger – mir ist viel wichtiger, dass ich selber zufrieden bin mit meinem Blogbeiträgen und immer versuche, mich dabei weiterzuentwickeln.” ……
    Mir ist es echt schnurz piepe, wie viele Follower ich habe. Seitenaufrufe, tja ist wohl maßgeblich für viele. Aber ganz ehrlich, es ist ein Hobby von mir, der Blog. Und ich liebe es. Wenn ich keine Leser mit meinen Beiträgen erreiche, nur weil ich nicht “rumschleime”, ist gut so. Ich bin ich und möchte mich nicht verbiegen. Habe ich noch nie gemacht.

    Liebe Grüße Hanne

    1. Hallo Hanne,

      nee, auf Konkurrenzkampf habe ich auch keine Lust. Da macht man sich nur selber Stress mit, und es macht den Blog auch nicht besser/beliebter/wasauchimmer. 😉

      Ja, mir ist auch wichtig, dass ich mich mit meinem Blog weiterentwickle, und das hat im Grunde nichts mit anderen zu tun.

      LG,
      Mikka

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.