Monatsrückblicke

#Zurückgeschaut : Lesemonat Oktober 2019

Zurückgeschaut

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© Beitragsbild: KeJas-BlogBuch
© der Cover liegt bei den jeweiligen Verlagen
© Fotos: A.M. Gottstein

Buchiger Rückblick auf den Oktober 2019

Ich kombiniere meinen Monatsrückblick mit der Aktion #zurückgeschaut, die sich Kerstin und Janna vom Blog KeJas-BlogBuch ausgedacht haben. Es geht dabei um Neuzugänge und die aktuelle Lektüre, Geheimtipps, Highlights oder Flops, Zitate und was einem sonst noch so einfällt…

Ich lese aktuell…

Marlene Streeruwitz Flammenwand.

Marlene Streeruwitz: Flammenwand.

„Stockholm im März. Nach einem schweren Winter hat es immer noch minus 15 Grad, und das Eis knirscht unter Adeles Schritten. Als sie von Einkäufen zurückkehrt, sieht sie ihren Geliebten von weitem das Haus verlassen und geht ihm nach. Je näher sie ihm kommt, desto unsichtbarer wird er.“

„Warum laufen wir immer den gleichen Bildern hinterher? Worauf ist eigentlich Verlass? Und warum muss die Liebe zur Hölle werden? In einer Welt, in der sich die Warteschleife als Wahrheit erweist, bewegt sich Adele auf dem schmalen Grat zwischen Befreiung und Selbstverlust: »Sie durfte sich nicht aus sich selbst verjagen lassen. Sie musste langsam und vorsichtig denken.«

(Klappentext)

Da ich erst ein paar Seiten gelesen habe, kann ich eigentlich noch gar nichts dazu sagen… Die ersten Seiten sind schon mal vielversprechend? Der Roman war für den Deutschen Buchpreis nominiert, hat es aber nicht auf die Shortlist geschafft. Ich bin gespannt, wie ich ihn finden werde!

Fran Ross Oreo

Fran Ross: Oreo

„Christine ist sechzehn, hat eine schwarze Mutter und einen jüdischen weißen Vater und wächst auf in Philadelphia, verspottet als »Oreo« (wie der Keks) – eine doppelte Außenseiterin. Der Vater hat sich früh aus dem Staub gemacht und ihr ein Geheimnis hinterlassen, für dessen Lösung sie ihn finden muss. Auf nach New York!“

„Unterwegs trifft sie unglaubliche Leute: einen schwulen »Reisehenker«, der anonym Manager feuert, einen Radio-Macher, der nicht spricht, einen grotesk tumben Zuhälter und endlich auch ihren Vater. Nicht jeder ist ihr wohlgesinnt. Aber Oreo überlebt alle und alles dank ihres selbsterdachten Kampfsports WITZ, getreu ihrem Motto: »Niemand reizt mich ungestraft.« „

„Oreo folgt der Theseus-Sage mit all ihren Volten bis zum letzten irrwitzigen Twist, dem Vatergeheimnis. Aber der antike Held ist heute jüdisch, schwarz und weiblich.“

(Klappentext)

Bisher bin ich gemischter Meinung. Das Buch ist im Original schon in den 70ern erschienen, und ich habe soooo viel Gutes darüber von amerikanischen Freunden gehört, darunter auch von einer Freundin, die selber gemischter Abstammung ist wie die Heldin des Romans. Aber bisher (ich habe Kapitel 1 bis 3 gelesen) ist es sehr verwirrend und sehr, sehr schrullig. Ich weiß noch nicht, wie ich das finden soll!

Ich lese was, was du nicht liest…

Fuminori Nakamura: Der Revolver

Fuminori Nakamura: Der Revolver

„In einer Regennacht findet ein junger Mann in den Straßen von Tokio eine Leiche – und neben ihr einen Revolver. Nishikawa nimmt die Waffe an sich und entwickelt schon nach kurzer Zeit eine unheimliche Obsession. All seine Gedanken, sein ganzes Leben kreisen um das perfekte kleine Wunderwerk. Und um die vier Kugeln, die sich noch immer in der Trommel befinden. Irgendwann ist es nicht mehr genug, die Waffe zu besitzen. Er muss sie abfeuern.“

(Klappentext)

Dieses Buch ist von meinen Oktober-Büchern das, zu dem ich die wenigsten Rezensionen gesehen habe, daher passt es meines Erachtens in diese Kategorie!

Aus meiner Rezension:

Sympathisch ist Nishikawa nicht. (…) Überhaupt zeigt sich auch in seinen negativen Eigenschaften keinerlei Antrieb, es handelt sich vielmehr um eine selbstsüchtige Trägheit. Abgesehen von dieser Trägheit ist er ein Mann ohne Eigenschaften – wenig mehr als eine Projektionsfläche.

Warum, fragte ich mich mehrmals, will ich das lesen? Denn lesen wollte ich es, als würde auch ich aufgesaugt von diesem Vakuum, dieser kaum auszuhaltenden Sinnentleertheit.

Auf nur 192 Seiten beschreibt Fuminori Nakamura die Geschichte einer verheerenden Obsession. Das ist kein Krimi, sondern eher eine psychologische Charakterstudie, die meines Erachtens durchaus Schwächen hat, sich aber dennoch schnell und unterhaltsam liest.

Monatshighlight

Raphaela Edelbauer: Das flüssige Land

Raphaela Edelbauer: Das flüssige Land

„Der Unfalltod ihrer Eltern stellt die Wiener Physikerin Ruth vor ein nahezu unlösbares Paradox. Ihre Eltern haben verfügt, im Ort ihrer Kindheit begraben zu werden, doch Groß-Einland verbirgt sich beharrlich vor den Blicken Fremder. Als Ruth endlich dort eintrifft, macht sie eine erstaunliche Entdeckung. Unter dem Ort erstreckt sich ein riesiger Hohlraum, der das Leben der Bewohner von Groß-Einland auf merkwürdige Weise zu bestimmen scheint. Überall finden sich versteckte Hinweise auf das Loch und seine wechselhafte Historie, doch keiner will darüber sprechen. Nicht einmal, als klar ist, dass die Statik des gesamten Ortes bedroht ist.“

„Wird das Schweigen von der einflussreichen Gräfin der Gemeinde gesteuert? Und welche Rolle spielt eigentlich Ruths eigene Familiengeschichte? Je stärker sie in die Verwicklungen Groß-Einlands zur Zeit des Nationalsozialismus dringt, desto vehementer bekommt Ruth den Widerstand der Bewohner zu spüren. Doch sie gräbt tiefer und ahnt bald, dass die geheimnisvollen Strukturen im Ort ohne die Geschichte des Loches nicht zu entschlüsseln sind.“

(Klappentext)

Aus meiner Rezension:

Was für ein Roman, was für ein Einfallsreichtum!

Raphaela Edelbauer erzählt ohne Zweifel eine vielschichtige, komplexe Geschichte. Die wird manchmal so surreal, geradezu grotesk, dass einem der Kopf schwirren kann, hat in meinen Augen die Nominierung für den Deutschen Buchpreis aber redlich verdient. Alleine schon durch unverbrauchte und tiefreichende Originalität – obwohl der Roman, wie ich anderen Rezensionen entnehme, durchaus polarisiert.

Buchflop des Monats

Ich habe im Oktober nur Bücher gelesen, die ich entweder als „Buchliebling“ oder „Wegbegleiter“ eingestuft habe, meine beiden höchsten Wertungen. Daher gibt es dieses Mal keinen Flop!

Fazit

Mein Lesemonat Oktober 2019 in Zahlen

Seiten insg.: 1.945
Seiten pro Tag: ~63

Ein Klick auf das Cover bringt euch zur Rezension (sofern schon geschrieben):
Buchliebling

Bücher, die mich begeistern konnten und die ich weiterempfehle.

Fuminori Nakamura Der RevolverRaphaela Edelbauer Das flüssige LandSasa Stanisic HerkunftJackie Thomae Brüder

Rezensionen:
Stig Sæterbakken: Durch die Nacht – 288 Seiten
Raphaela Edelbauer Das flüssige Land – 350 Seiten
Stanišić, Saša: Herkunft – 368 Seiten
Jackie Thomae: Brüder – 429 Seiten

Wegbegleiter

Wegbegleitern schenkte ich trotz möglicher kleiner Schwächen gerne meine Lesezeit.

Fuminori Nakamura Der RevolverNorbert Scheuer Winterbienen

Rezensionen:
Fuminori Nakamura: Der Revolver – 192 Seiten
Norbert Scheuer: Winterbienen – 318 Seiten

Sorgenkind

Bücher, denen ich gemischte Gefühle entgegenbringe. In meinen Augen zeigen sie deutliche Schwächen; es gibt aber auch Eigenschaften, die ich mochte

Keine!

Fehlgriff

Werke, denen ich persönlich nichts abgewinnen konnte.

Keine!

Bleibende Worte

„Kälte kam und ging. Wärme kam nie. Es gab nur Kälte und die Abwesenheit von Kälte.“

Aus „Durch die Nacht“ von Stig Sæterbakken

Im Buch begeht ein Jugendlicher Selbstmord und sein Vater ist wie betäubt vor Trauer. Stig Sæterbakken findet sehr ausdrucksstarke Worte für diese Trauer, für die bodenlose Verzweiflung. Das liest sich umso mehr wie ein Schlag in die Magengrube, wenn man weiß, dass der Autor ein Jahr nach Veröffentlichung des Romans Selbstmord beging.

Kaffeerunde

Selbstgebundene Skizzenbücher Herbst 2019

Dass ich gerne Skizzenbücher binde, habe ich hier schon ein paar Mal erwähnt. Aber im Laufe des Oktobers bis Anfang November ist das ein bisschen explodiert…

Es fing an mit: Hmm, hier habe ich noch ein paar sehr großformatige Seiten Aquarellpapier, Markerpapier, Skizzenpapier und Bristolpapier, die schnippel ich runter und binde ein paar Skizzenbücher der Größe 20 mal 20 Zentimeter draus.

Skizzenbücher Format 20 mal 20 Zentimeter

Und aus den Papierresten kann ich kleinere quadratische Skizzenbücher machen.

Kleinere Skizzenbücher

Und aus den Papierresten davon kann ich noch kleinere Skizzenbücher nähen.

Skizzenbücher in verschiedenen Größen.
Die Skizzenbücher werden graduell kleiner.

Joah. Ihr versteht?

Zu meiner Verteidigung: Das sieht jetzt so aus, als würde ich ein Vermögen da rein stecken, aber tatsächlich ist es weeeeeiiiiiiiit günstiger, als würde ich fertige Skizzenbücher kaufen.

Der Shop, wo ich viel von meinem Kunstkrempel kaufe, bietet zum Beispiel ein Mustersortiment für hochwertiges Hahnemühle Aquarellpapier an. Kostet €10,60 und enthält fünf Bögen in der Größe 50 mal 65 cm. Daraus kann ich locker drei Skizzenbücher (etwa DIN A5) machen, und damit wären wir bei €3,53 pro Buch. Dazu kommt noch, dass manche meiner Skizzenbücher, die ich für Bleistiftzeichnungen und Entwürfe benutzen will, nur stinknormales Druckerpapier enthalten.

Wie war euer Monat, und habt ihr noch andere Hobbys als Lesen?

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Liebe Grüße,
Signatur Mikka

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