Monatsrückblicke

#zurückgeschaut : Lesemonat März 2019

Zurückgeschaut

© Beitragsbild: KeJas-BlogBuch
© der Cover liegt bei den jeweiligen Verlagen
© Fotos: A.M. Gottstein

Buchiger Rückblick auf den März 2019

Ich kombiniere meinen Monatsrückblick mit der Aktion #zurückgeschaut, die sich Kerstin und Janna vom Blog KeJas-BlogBuch ausgedacht haben. Es geht dabei um Neuzugänge und die aktuelle Lektüre, Geheimtipps, Highlights oder Flops, Zitate und was einem sonst noch so einfällt…

NewIn = Neuzugängeposts

[ Neuzugänge ] Neue Bücher am Frühlingsanfang

Ich lese aktuell…

Amundsens letzte Reise

Monica Kristensen: Amundsens letzte Reise

Das Buch ist sehr interessant, aber ich kann es nur seeeeeehr langsam lesen, wegen der ganzen Personen, Daten, Fakten, politischen Verstrickungen… Deswegen lese ich es auch schon seit zwei Wochen oder so!

“Am 18. Juni 1928 besteigt Roald Amundsen in Tromsö ein französisches Flugboot, eine Latham 47, mit Ziel Spitzbergen. Der Bezwinger des Südpols und norwegische Nationalheld macht sich auf, den italienischen Polarforscher Umberto Nobile zu retten, mit dem er zwei Jahre zuvor in einer spektakulären Fahrt den Nordpol angeflogen hatte. Nobiles Luftschiff ist bei einer neuerlichen Arktis-Expedition abgestürzt, seit Tagen treiben er und ein Teil seiner Mannschaft hilflos auf einer Eisscholle. Nobile wird einige Zeit später gerettet – jedoch nicht von Amundsen: Gegen 18.00 Uhr geht an jenem Tag ein Funkspruch von der Latham 47 ein – es sind die letzten Lebenszeichen Amundsens und der Crew. Bis heute fehlt jede Spur von ihnen.”

(Klappentext)
Das Verschwinden der Stephanie Mailer

Joël Dicker: Das Verschwinden der Stephanie Mailer

Als ich das letzte Mal etwas zu diesem Buch schrieb, war ich noch sehr angetan davon. Inzwischen muss ich das leider revidieren: je weiter ich vorankomme, desto absurder finde ich die Geschichte, und viele der Charaktere lesen sich wie völlig überzogene Parodien, wobei mit Klischees nicht bespart wird…

Da springt die Geliebte aus dem Schrank, der gnadenlose Literaturkritiker sehnt sich doch einfach nur danach, selber mal im Rampenlicht zu stehen, und auch der ehemalige Polizeichef beginnt eine neue Karriere als Regisseur und sagt Sätze wie:

»Ja für wen hält er sich?«, tobte Kirk. »Ich verbiete Ihnen, direkt das Wort an mich zu richten! Ich bin ein großer Regisseur! Mit welchem Recht spricht mich das Dienstpersonal hier an wie seinesgleichen?«

»Der Große Kirk Harvey wünscht Eggs Royale mit Kaviar«, verkündete er.

Ähnlich subtil werden auch die meisten anderen Charaktere gezeichnet, sprich: so subtil wie eine Abrissbirne.

“Es ist der 30. Juli 1994 in Orphea, ein warmer Sommerabend an der amerikanischen Ostküste: An diesem Tag wird der Badeort durch ein schreckliches Verbrechen erschüttert, denn in einem Mehrfachmord sterben der Bürgermeister und seine Familie sowie eine zufällige Passantin. Zwei jungen Polizisten, Jesse Rosenberg und Derek Scott, werden die Ermittlungen übertragen, und sie gehen ihrer Arbeit mit größter Sorgfalt nach, bis ein Schuldiger gefunden ist. Doch zwanzig Jahre später behauptet die Journalistin Stephanie Mailer, dass Rosenberg und Scott sich geirrt haben. Kurz darauf verschwindet die junge Frau …”

(Klappentext)

Ich lese was, was du nicht liest…

Stummes Echo

Susan Hill: Stummes Echo

Meine Rezension

Colin, Frank, May und Berenice Prime hatten eine ganz normale Kindheit in Nordengland – glücklich, fast schon idyllisch, obgleich das Leben im elterlichen Farmhouse ‘The Beacon’ geprägt war von harter Arbeit und ärmlichen Mitteln. Doch als Erwachsener schreibt Frank, der als erfolgreicher Journalist seinem Elternhaus schon lange den Rücken gekehrt hat, ohne jegliche Vorwarnung ein Buch, in dem er behauptet, seine Eltern und Geschwister hätten ihn als Kind geschlagen, gedemütigt und gequält.

Das Buch, eine typische Sensationsbiographie, wird zum Bestseller, die Geschwister sind fassungslos. Frank nennt die echten Namen, beschreibt die tatsächlichen Örtlichkeiten, die Geschichte lässt sich mühelos zurückverfolgen auf die Familie Prime.

Der Vater ist schon tot, der kränklichen Mutter, die das Haus nicht mehr verlässt, verschweigen sie die Sache, der Titel “Stummes Echo” macht auf einmal Sinn: Franks Verrat hat gravierende Folgen für alle Beteiligten und dennoch gibt es über viele Jahre keine offene Konfrontation – obwohl der Widerhall kein Ende findet.

(Handlung)

Dieser Roman hat in meinen Augen mehr Aufmerksamkeit verdient – auch wenn es nicht unbedingt ein Buch ist, das es dem Leser immer einfach macht. Das Fazit meiner Rezension:

Die Wahrheit ist fließend in diesem Roman, die Erinnerungen sind trügerisch. Doch jeder kämpft im Stillen mit seinen Zweifeln, obwohl Franks Buch ein starkes emotionales Echo hervorruft. Einfache, klare Wahrheiten und Antworten findet man hier nicht, und gerade deswegen entwickelte die Geschichte eine starke Sogwirkung auf mich. Ich habe das schmale Büchlein direkt zweimal hintereinander gelesen.

Monatshighlight

Andreas Gruber: Todesfrist

Andreas Gruber: Todesfrist (Maarten S. Sneijder #1)

Meine Rezension

Tatsächlich habe ich inzwischen drei Bände der Reihe gelesen – und was soll ich sagen, ich liebe Profiler Maarten S. Sneijder! Er ist hochintelligent, er ist arrogant und überheblich, er kifft und lässt jeden Menschen um ihn herum spüren, wie wenig er von ihm hält… Und dennoch war er mir nicht unsympathisch, denn hinter all dem Bravado ist er gar kein so übler Kerl.

»Wenn Sie innerhalb von 48 Stunden herausfinden, warum ich diese Frau entführt habe, bleibt sie am Leben. Falls nicht – stirbt sie.«

“Mit dieser Botschaft beginnt das perverse Spiel eines Serienmörders. Er lässt seine Opfer verhungern, ertränkt sie in Tinte oder umhüllt sie bei lebendigem Leib mit Beton. Verzweifelt sucht die Münchner Kommissarin Sabine Nemez nach einer Erklärung, einem Motiv. Erst als sie einen niederländischen Kollegen hinzuzieht, entdecken sie zumindest ein Muster: Ein altes Kinderbuch dient dem Täter als grausame Inspiration – und das birgt noch viele Ideen… “

(Klappentext)

Buchflop des Monats

Ellen Sandberg: Der Verrat

Ellen Sandberg: Der Verrat

Meine Rezension

Unser gesamter Krimilesekreis mochte das Buch nicht und war sehr enttäuscht – wir hatten uns mehr davon erwartet… Aus meiner Rezension: “Leider kommt meines Erachtens nur wenig Spannung auf. Die Hauptcharaktere waren mir zutiefst unsympathisch, die Geschichte krankt an Klischees und zahllosen Wiederholungen – sehr schade, denn eigentlich würde die Handlung genug Stoff bieten für ein großartiges Buch.”

“Als Nane nach zwanzig Jahren Haft aus dem Gefängnis entlassen wird, hat sich vieles verändert. Nicht aber die Schuld, die weiter auf ihr lastet. Nicht die Erinnerung an die Nacht, die ihr Leben zerstörte und schon gar nicht das Verhältnis zu ihrer Schwester Pia.”

“Pia hat es gut getroffen. Die erfolgreiche Restaurateurin lebt mit ihrem Mann auf einem idyllischen Weingut an der Saar. Da lässt es sich gut verdrängen, auf welch zerbrechlichem Fundament ihr Glück gebaut ist. Doch dann tritt ihre Schwester Nane wieder in ihr Leben und Pia ahnt: Es ist Zeit für die Wahrheit. Und damit Zeit für Rache – oder Vergebung.”

(Klappentext)

Fazit

Mein Lesemonat März 2019 in Zahlen

Seiten insg.: 2.431
Seiten pro Tag: ~78

Ein Klick auf das Cover bringt euch zur Rezension (sofern schon geschrieben):
Buchliebling

Bücher, die mich begeistern konnten und die ich weiterempfehle.

Stummes EchoVon dieser WeltKalte Asche

Wegbegleiter

Wegbegleitern schenkte ich trotz möglicher kleiner Schwächen gerne meine Lesezeit.

Sorgenkind

Bücher, denen ich gemischte Gefühle entgegenbringe. In meinen Augen zeigen sie deutliche Schwächen; es gibt aber auch Eigenschaften, die ich mochte

Fehlgriff

Werke, denen ich persönlich nichts abgewinnen konnte.

Ellen Sandberg Der Verrat

Noch nicht rezensiert:

Seanan McGuire Every Heart a Doorway

Bleibende Worte

“Diversität ist unglaublich wichtig, besonders in der Kinderliteratur. Als ich aufwuchs, sah ich selten Menschen wie mich in den Medien, die ich konsumierte. Ich möchte etwas besseres für die Kinder und Teens von heute und morgen. Sie verdienen es, sich in den Seiten der Bücher zu sehen, die sie lesen.”

(übersetzt, Zitat von Melissa Grey)

Kaffeerunde

Hier möchte ich euch noch ein paar Bilder zeigen, die ich im März gemalt habe (mein anderes Hobby):

Bilder im März

Bilder im März

Bilder im März

Bilder im März

Bilder im März

Besser spät als nie! Wie war euer Lesemonat März?

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Liebe Grüße,
Signatur Mikka
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