Monatsrückblicke

#zurückgeschaut : Lesemonat Juli 2019

Zurückgeschaut

© Beitragsbild: KeJas-BlogBuch
© der Cover liegt bei den jeweiligen Verlagen
© Fotos: A.M. Gottstein

Buchiger Rückblick auf den Juli 2019

Ich kombiniere meinen Monatsrückblick mit der Aktion #zurückgeschaut, die sich Kerstin und Janna vom Blog KeJas-BlogBuch ausgedacht haben. Es geht dabei um Neuzugänge und die aktuelle Lektüre, Geheimtipps, Highlights oder Flops, Zitate und was einem sonst noch so einfällt…

NewIn = Neuzugängeposts

Im Juli gab es zwar nur einen Neuzugänge-Beitrag – aber da ich im Juli Geburtstag habe, hatte der es in sich! Wofür sonst sind Geburtstage und Weihnachten da, wenn nicht für neue Bücher?!

[ Neuzugänge ] Buchneuzugänge im Juli 2019

Ich lese aktuell…

Buchcover Alex North Der Kinderflüsterer

Alex North: Der Kinderflüsterer

„Nach dem plötzlichen Tod seiner geliebten Frau will Tom Kennedy mit seinem kleinen Sohn Jake neu anfangen. Ein neuer Start, ein neues Haus, eine neue Stadt – Featherbank. Doch der beschauliche Ort hat eine düstere Vergangenheit. Vor zwanzig Jahren wurden in Featherbank fünf Kinder entführt und getötet. Der Mörder wurde unter dem Namen »Kinderflüsterer« bekannt und schließlich gefasst.“

„Die alten Geschichten interessieren Tom und Jake nicht. Als jedoch ein kleiner Junge verschwindet, machen Gerüchte die Runde, dass der Täter von damals einen Komplizen gehabt habe. Und Jake beginnt, sich merkwürdig zu benehmen. Er sagt, er höre ein Flüstern an seinem Fenster …“

(Klappentext)

Diese Buch lese ich im Rahmen einer Leserunde auf WhatchaReadin. Bisher bin ich recht angetan – auch wenn ich bereits 73% gelesen habe und immer noch nicht sicher bin, ob der Thriller übersinnliche Elemente hat oder ob es am Schluss für alles eine logische Erklärung geben wird. (So richtig vorstellen kann ich mir das nicht, aber es wäre nicht das erste Mal, dass ein Autor scheinbar übersinnliche Dinge dann doch noch rational erklärt.)

Leserunde ‚Der Kinderflüsterer‘ auf WhatchaReadin

Ich lese was, was du nicht liest…

Buchcover Kathrin Spoerr, Britta Stuff Nach Feierabend

Kathrin Spoerr, Britta Stuff: Nach Feierabend

Der Roman folgt den alltäglichen Gedanken und Erlebnissen diverser Menschen, die alle in der gleichen Firma arbeiten, sich gegenseitig jedoch kaum kennen. Obwohl sie tagsüber Luft und Raum teilen, lebt jeder in seiner eigenen Filterblase, ohne sich dessen bewusst zu sein. Es gibt Spannungen, Sehnsüchte, Konflikte, aber das meiste bleibt hinter der professionellen Fassade verborgen. Abends geht man heim und wechselt die Identitäten:

Ich auf der Arbeit. Ich nach der Arbeit.

(Handlung)

Das war mal wieder so ein Buch, wo ich mich nach dem Lesen am liebsten selber in den Allerwertesten getreten hätte, weil ich so lange gewartet habe… (Es lag hier schon ziemlich lange.) Es ist großartig! Eigentlich ist es mehr eine Sammlung von Kurzgeschichten, die aber alle inhaltlich lose miteinander verbunden sind, weil alle Charaktere in der gleichen Firma arbeiten. Normalerweise bin ich kein großer Freund von Kurzgeschichten, aber diese hier habe ich von der ersten bis zur letzten Seite geliebt.

Meine Rezension zu ‚Nach Feierabend‘

Das Buch ist bereits im April 2015 erschienen, aber ein klarer Fall von: Bücher haben kein Verfallsdatum.

back to Blacklist – Bücher haben kein Verfallsdatum

Monatshighlight

Buchcover Bettina Wilpert Nichts was uns passiert

Bettina Wilpert: Nichts, was uns passiert

„Leipzig. Sommer. Universität, Fußball-WM und Volksküche. Gute Freunde. Eine Geburtstagsfeier. Anna sagt, sie wurde vergewaltigt. Jonas sagt, es war einvernehmlicher Geschlechtsverkehr. Aussage steht gegen Aussage. Nach zwei Monaten nah an der Verzweiflung zeigt Anna Jonas schließlich an, doch im Freundeskreis hängt bald das Wort „Falschbeschuldigung“ in der Luft. Jonas’ und Annas Glaubwürdigkeit und ihre Freundschaften werden aufs Spiel gesetzt.“

(Klappentext)

Mit diesem Roman war Bettina Wilpert Preisträgerin des Buchpreises ‚Das Debüt‘ 2018. Aus meiner Rezension:

Bettina Wilpert schildert in ihrem Roman die Geschichte einer Vergewaltigung, bei der sich der Täter keiner Schuld bewusst ist. Aber macht das für das Opfer und sein erlittenes Trauma einen Unterschied? Als Anna Jonas bei der Polizei anzeigt, beginnt für beide ein Spießrutenlauf.

Im Zeitalter von #metoo verändert sich nach und nach das öffentliche Bewusstsein, was das Thema Vergewaltigung und die damit einhergehenden Problematiken angeht. Dennoch ist dieser Prozess noch lange nicht abgeschlossen, und deswegen sind Bücher wie dieses immer noch wichtig.

Dabei verzichtet die Autorin auf plumpe Schwarzweißmalerei. Komplexe Konzepte wie Schuld oder Unschuld, Wahrheit oder Lüge bleiben manchmal fließend, und dennoch wird nichts verharmlost.

Meine Rezension zuNichts, was uns passiert

Buchflop des Monats

Diana Salow Besessen

Diana Salow: Besessen – eine Mordsidee

„Kriminalhauptkommissar Thomas Berger ist im Spätsommer auf der Suche nach dem Mörder der 7-jährigen Julia, die misshandelt aufgefunden wurde. Privat durch eine Affäre in Turbulenzen geraten, bringen ihn der Selbstmord seiner Ehefrau und eine spurlos vermisste Frau an die Grenzen der Belastbarkeit. Plötzlich gerät Berger sogar selbst in den Fokus der Ermittlungen seiner Kollegen der Kriminalpolizei. Er wird vom Dienst suspendiert und von den Ermittlungen abgezogen, was er ignoriert. Gemeinsam mit seiner jungen Kollegin versucht er, die für die Schweriner Polizei ungewöhnlichen Fälle aufzuklären. Gelingt es ihm und seiner Kollegin trotzdem, Licht in die Ereignisse zu bringen, oder schweben beide am Ende ihrer Ermittlungen selbst in höchster Lebensgefahr? Thomas Berger begreift schmerzlich, dass mehr auf dem Spiel steht, als er dachte.“

(Klappentext)

Aus meiner Rezension:

Die Leiche eines kleinen Mädchens wird gefunden; es steht zu befürchten, dass der Täter weitere Kinder ermorden könnte.

Dennoch konzentrieren sich die Ermittler Thomas Berger und Ellen Arnold keineswegs auf die Ermittlungen, sondern frönen ihrer Affaire und machen des Öfteren früh Feierabend, um in die Sauna zu gehen oder Tennis zu spielen… Doch schnell wendet sich die Geschichte ohnehin einem ganz anderen Fall zu – und der Fall des ermordeteten Kindes löst sich quasi von allein.

Die 128 Seiten des Buches lesen sich schnell runter, aber Spannung kam für mich dennoch nicht auf.

Meine Rezension zu ‚Besessen‘

Fazit

Mein Lesemonat Juli 2019 in Zahlen

Diana Salow: Besessen – eine Mordsidee – 128 Seiten
Thomas Sautner: Das Mädchen an der Grenze – 146 Seiten
Rita Indiana: Tentakel – 153 Seiten
Bettina Wilpert: Nichts, was uns passiert – 167 Seiten
Kathrin Spoerr, Britta Stuff: Nach Feierabend – 176 Seiten
Lioba Werrelmann: Hinterhaus – 317 Seiten

Seiten insg.: 1.087
Seiten pro Tag: ~ 35

Ein Klick auf das Cover bringt euch zur Rezension (sofern schon geschrieben):
Buchliebling

Bücher, die mich begeistern konnten und die ich weiterempfehle.

Bettina Wilpert Nichts was uns passierttNach FeierabendThomas Sautner Das Mädchen an der Grenze

Wegbegleiter

Wegbegleitern schenkte ich trotz möglicher kleiner Schwächen gerne meine Lesezeit.

Lioba Werrelmann: Hinterhaus

Sorgenkind

Bücher, denen ich gemischte Gefühle entgegenbringe. In meinen Augen zeigen sie deutliche Schwächen; es gibt aber auch Eigenschaften, die ich mochte

keine diesen Monat

Fehlgriff

Werke, denen ich persönlich nichts abgewinnen konnte.

Diana Salow Besessen

Noch nicht rezensiert:

Rita Indiana Tentakel

Kaffeerunde

Ich bin ja ein wenig schockiert. Durchschnittlich 35 Seiten am Tag?! Das ist ganz schön wenig, normal lese ich etwa 100 Seiten am Tag! Aber ich habe auch relativ viel Zeit damit zugebracht, einige Dinge an meinem Blog zu ändern, um ihn barrierefreier zu machen, und Informationen zusammen zu sammeln, um noch weitere Dinge zu ändern.

Außerdem grätscht mir die MS im Moment mal wieder etwas dazwischen. Dank einer Sehnerventzündung kann ich zur Zeit keine Printbücher lesen, sondern nur eBooks, bei denen ich die Schriftgröße beliebig einstellen kann. Deswegen wird der nächste Beitrag in meiner gerade begonnenen Reihe „Buchblog barrierefrei“ sich auch mit Schrift beschäftigen.

Irgenwie hatte ich wohl auch einfach eine Leseflaute – aber es ist ja kein Wettbewerb. Allerdings habe ich bisher auch im August erst zwei Bücher gelesen! Aber eigentlich bin ich motiviert, mal wieder mehr Zeit auf dem Lesesofa zu verbringen.

Wie war euer Lese-Juli so?

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Liebe Grüße,
Signatur Mikka