Monatsrückblicke

#zurückgeschaut : Lesemonat August 2019

Zurückgeschaut

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© Beitragsbild: KeJas-BlogBuch
© der Cover liegt bei den jeweiligen Verlagen
© Fotos: A.M. Gottstein

Buchiger Rückblick auf den August 2019

Ich kombiniere meinen Monatsrückblick mit der Aktion #zurückgeschaut, die sich Kerstin und Janna vom Blog KeJas-BlogBuch ausgedacht haben. Es geht dabei um Neuzugänge und die aktuelle Lektüre, Geheimtipps, Highlights oder Flops, Zitate und was einem sonst noch so einfällt…

NewIn = Neuzugängeposts

Ich habe den gleichen Fehler gemacht wie jedes Jahr. Nach Verkündung der Longlist des Deutschen Buchpreises frage ich viel zu viele der nominierten Bücher an, weil ich damit rechne, dass ich die nicht alle bekomme – und dann bekomme ich mehr als erwartet und verfalle in Panik, weil ich die VOR der Preisverleihung noch lesen will. Wie viele es tatsächlich geworden sind:

[ Neuzugänge ] Buchneuzugänge im August 2019

Ich lese aktuell…

Buchcover Miriam Semrau NervenkitzelSimone Lappert Der SprungPetra Ivanov Entführung

Miriam Semrau: 99 Bücher, die jeder Krimiliebhaber gelesen haben muss

Das Buch hat mich direkt angesprochen, denn ich liebe Krimis, freue mich über Empfehlungen und lese gerne Rezensionen anderer Buchblogger. Außerdem war ich neugierig, wie viele der empfohlenen Bücher ich tatsächlich schon gelesen habe! Antwort: nur fünf, aber einige davon besitze ich bereits oder sie stehen schon auf der Wunschliste.

„Wer Krimis mit all ihren unterschiedlichen Facetten liebt, sie begeistert verschlingt und ständig neue Lesetipps braucht, den heißt Miriam Semrau herzlich willkommen in ihrer Welt der spannenden Geschichten. In diesem Buch teilt die Krimi-Bloggerin und Moderatorin ihre Freude am Gruselfaktor, an rätselhaften Fällen und mordsmäßigem Humor. Die Liste ihrer 99 Favoriten enthält Klassiker genauso wie Neuheiten aus allen Genres der spannenden Literatur. Viel Spaß bei nervenzerreißenden Lesestunden!“

(Klappentext)

Simone Lappert Der Sprung

Diese Buch lese ich zur Zeit in einer Leserunde auf WhatchaReadin. Ich kann noch gar nichts darüber sagen, da ich gerade erst damit angefangen habe!

Eine junge Frau steht auf einem Dach und weigert sich herunterzukommen. Was geht in ihr vor? Will sie springen? Die Polizei riegelt das Gebäude ab, Schaulustige johlen, zücken ihre Handys. Der Freund der Frau, ihre Schwester, ein Polizist und sieben andere Menschen, die nah oder entfernt mit ihr zu tun haben, geraten aus dem Tritt. Sie fallen aus den Routinen ihres Alltags, verlieren den Halt – oder stürzen sich in eine nicht mehr für möglich gehaltene Freiheit.

(Klappentext)

Petra Ivanov: Entführung

Das Buch gefällt mir richtig, richtig gut! Der Fall ist spannend, und die Geschichte hat darüber hinaus viele interessante Facetten. Es geht viel um die Radikalisierung junger Menschen durch islamische Splittergruppen. Der Täter (wenn er denn wirklich der Täter ist) heißt Mustafa Saifullah oder nennt sich zumindest so, sein Verteidiger Pal Palushi ist Moslem – und Medien und Allgemeinheit überschlagen sich mit Pauschalurteilen und Anfeindungen gegenüber Pal, dabei ist er in keinster Weise fanatisch oder auch nur sonderlich religiös.

„Der Täter ist gefasst, doch das Opfer bleibt verschwunden: Eine Studentin wurde entführt, bei der Polizei herrscht Ausnahmezustand. Sexualdelikt oder Terrorismus? Pal Palushi wird zum Strafverteidiger des Entführers ernannt und gerät zwischen die Fronten. Nur Ex-Polizistin Jasmin Meyer hält zu ihm. Sie findet eine tödliche Spur.“

(Klappentext)

Ich lese was, was du nicht liest…

Das Mädchen an der Grenze

Thomas Sautner: Das Mädchen an der Grenze

Der Titel des Buches ist treffend gewählt, denn hier geht es um Grenzen und Grenzüberschreitungen vieler Arten. Man kann es lesen als modernes Märchen, oder als Geschichte eines kranken Kindes, das an der Realität zerbricht und sich wieder zurückkämpfen muss in ein besseres Leben. Malinas Wahrnehmung deckt sich nur selten mit der Wahrnehmung anderer Menschen, ihre Wirklichkeit ist ein sehr fragiles Gefüge.

Meine Rezension zu „Das Mädchen an der Grenze“

„Die Welt und die Dinge in Thomas Sautners neuem Roman sind anders beschaffen, als es den Anschein hat. Wir schreiben das historische Wendejahr 1989, der Eiserne Vorhang fällt. Das Mädchen Malina, das mit seiner Familie in einem alten Zollhaus lebt, nimmt Dinge wahr, die niemand sonst zu erkennen vermag. Das lässt sie in eine Welt kippen, in der die üblichen Wahrheiten keinen Halt mehr bieten. Ist das Leben nur ein Traum, eine Illusion? Oder im Gegenteil: mehr, als wir je zu denken wagten? Ausgerechnet ihrem ruppigen Vater, dem Grenzbeamten, gelingt es schließlich, in ihr Universum vorzudringen.
Thomas Sautners »Mädchen an der Grenze« eröffnet den Leserinnen und Lesern den Blick auf ein Leben, wie es zuvor nicht gedacht wurde. Was ist Wahrheit? Wohin führt Verstand? Und wie weit reicht Liebe? Ein Roman wie ein Leben ohne Sicherheitsnetz: betörend und schwindelerregend.“

(Klappentext)

Monatshighlight

Helene Bukowski: Milchzähne

Helene Bukowski: Milchzähne

Hier wird fast nichts erklärt. Alles wird angedeutet, alles muss man zwischen den Zeilen lesen. Die Rahmenbedingungen für eine prägnante Geschichte sind gegeben, auch wenn sie nur skizzenhaft umrissen werden.

Vieles kann man lediglich erahnen – aber genau das erlaubt es dem Leser, das Bild selber zu ergänzen und die Bedeutung intuitiv und individuell zu erleben. Von einem klassischen Spannungsbogen ist kaum zu sprechen, dennoch entwickelt das Buch auf seine eigene Art eine ungemeine Sogwirkung.

Meine Rezension

„Eines Tages steht das Kind plötzlich da, die Haare feuerrot leuchtend inmitten des Kiefernwaldes, und gehört niemandem. Skalde nimmt es mit zu sich, obwohl sie weiß, dass die anderen, die in der abgelegenen Gegend leben, das nicht dulden werden.

Skalde und ihre Mutter Edith gehörten selbst nie richtig zur Gemeinschaft, seit Edith vor mehr als zwei Jahrzehnten plötzlich triefend am Ufer des Flusses stand, von dem die Anderen sich erhofft hatten, er würde sie vor der im Chaos versinkenden Welt beschützen. Mutter und Tochter lieben einander auch, weil ihnen nichts übrig bleibt: Gegen die Bedrohung müssen sie zusammenhalten. Vor allem jetzt, da immer klarer wird, dass das Leben des Kindes – und ihr eigenes – in Gefahr ist.“

(Klappentext)

Buchflop des Monats

Gab es diesen Monat nicht!

Fazit

Mein Lesemonat August 2019 in Zahlen

Seiten insg.: 2.349
Seiten pro Tag: ~ 76

Ein Klick auf das Cover bringt euch zur Rezension:
Buchliebling

Bücher, die mich begeistern konnten und die ich weiterempfehle.

Giulia Becker Das Leben ist eins der Härtesten

Giulia Becker: Das Leben ist eins der Härtesten – 221 Seiten
Helene Bukowski: Milchzähne – 222 Seiten

Wegbegleiter

Wegbegleitern schenkte ich trotz möglicher kleiner Schwächen gerne meine Lesezeit.

Nachts schweigt das MeerDer KinderflüstererJürgen Albers Crossroads Jürgen Albers Erased

Kate Penrose: Nachts schweigt das Meer – 458 Seiten
Alex North: Der Kinderflüsterer – 444 Seiten
Jürgen Albers: Crossroads – 616 Seiten
Jürgen Albers: Erased – 388 Seiten

Sorgenkind

Bücher, denen ich gemischte Gefühle entgegenbringe. In meinen Augen zeigen sie deutliche Schwächen; es gibt aber auch Eigenschaften, die ich mochte

keine

Fehlgriff

Werke, denen ich persönlich nichts abgewinnen konnte.

keine

Bleibende Worte

„Das letzte Licht ließ die Stämme der Kiefern rot aufleuchten. Meisis lief voraus. Unter meinen Sohlen knisterte das Gras, als würde es sich gleich entzünden. Bevor ich in den Wald trat, schaute ich noch einmal zurück. Die Sonne versank hinter dem Haus. Der Himmel sah aus, als ob er brannte.“

aus „Milchzähne“ von Helene Bukowski

Kreatives

Ich habe hier ja schon ein paar Mal von Bucky erzählt, dem Papageitaucher-Küken, dessen Start ins Leben mein Mann und ich live über die „Puffin Burrow“-Webcam von Explore.org verfolgt haben, die in einer Nisthöhle auf Seal Island installiert ist. Während der kurzen Zeit zwischen seinem Schlüpftag und der Nacht, in der er sich aufmachte Richtung Meer, habe ich ihn immer wieder gezeichnet. Hier könnt ihr all diese Bilder finden, und hier kommt mein Lieblingmoment seiner letzten Tage vor der Kamera: Keenan Yakola, einer der Forscher, die in der Brutsaison auf der Insel leben, geht alle fünf Tage von Nisthöhle zu Nisthöhle, fischt die kleinen Papageitaucher raus, wiegt sie, misst ihre Flügelspannweite – und gibt ihnen ein Küsschen, bevor er sie zurücksetzt.

Normalerweise sind die Küken da wenig begeistert. Kein Wunder! Da kommt so ein komischer Riese, packt einen einfach so und steckt einen dann noch zum Wiegen in einen Sack. Auch Bucky flatterte immer ein bisschen, aber nach den ersten zwei Malen hatte ich nicht mehr den Eindruck, dass er noch wirklich Angst vor Keenan hatte. Er ist ein pfiffiges Kerlchen und hat sich wohl gemerkt, dass der ihm nichts tut.

In den letzten Tagen, bevor Bucky sich endgültig aufmachte, hatten wir regelmäßigen Besucher der Webcam, die wir uns auch immer fleißig im Chat austauschen, schon das Gefühl, dass ihn die Wanderlust gepackt hatte. Keenan ging es da wohl nicht anders. Als er Bucky nach seinem letzten Besuch den üblichen Schmatzer verpasste, konnten wir über die Webcam hören, wie er leise sagte: „Good luck…“

Ein letztes Küsschen?

Ansonsten möchte ich euch noch ein Skizzenbuch zeigen, dass ich als Geburtstagsgeschenk für meinen Mann, den Tapir-Fan, gebunden habe. Ich habe bei Spoonflower Stoff mit Tapirmuster gekauft, den mit Bügelvlies auf Reispapier aufgebügelt, dann auf Buchbinderpappe aufgeklebt, daraus Cover gemacht und das Skizzenbuch mit der Methode „Secret Belgian Bookbinding“ gebunden.

Ich habe ihm versprochen, das Skizzenbuch nach und nach mit Zeichnungen und Bildern von Tapiren zu füllen:

Tapir-Skizzenbuch aufgeklappt

Ich hoffe, ihr hattet einen schönen August?

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Liebe Grüße,
Signatur Mikka