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[ Shades of Maybe ] Ungelesene Bücher im Test #31 bis 34

Ungelesene Bücher im Test 31 bis 34
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© Foto Rosen auf Buch: congerdesign (Pixabay) © der Cover  liegt bei den jeweiligen Verlagen
Was es mit “Shades of Maybe” auf sich hat? Dazu verweise ich auf meinen Hauptbeitrag, aber kurz und knapp: ich lese in 50 Tagen jeweils 50 Seiten in 50 ungelesenen Büchern und entscheide dann, ob ich das Buch noch lesen will.

Vier Bücher, vier Meinungen

Anthony E. Zuiker: Level 26

Klappentext:
“Strafverfolgungsbehörden teilen Mörder in verschiedene Kategorien der Bösartigkeit ein: angefangen bei Zufallstätern der Stufe 1 bis hin zu Folterern und Schlächtern der Stufe 25, deren Grausamkeit und Perversität sich dem normalen Begriffsvermögen entziehen. Doch nun ist eine neue Kategorie entstanden. Eine bisher unbekannte Dimension des Schreckens. Und nur eine geheime Elitetruppe weiß davon. Sie hat den Auftrag, die gefährlichsten Killer und Psychopathen der Welt auszuschalten. Bisher gehört nur eine Person in die neue Kategorie. Seine Opfer: Jeder. Seine Methoden: Alles, was ihm geeignet erscheint. Sein Alias: Sqweegel. Seine Einstufung: Level 26. Eine ganz neue Dimension des Schreckens!”

Mein Eindruck nach 50 Seiten:

Das Buch fliegt in hohem Bogen raus – für mich ist das kein Thriller, sondern eine Gewaltorgie! Da wird ein Baby in den Backofen gesteckt, eine Frau wird vor den Augen ihres Kleinkinds bestialisch abgeschlachtet… Nein danke.

Ich hatte das Buch ursprünglich mal gekauft, weil Bastei Lübbe es anpries als neue Art von Literatur – ein digiNovel, bei dem man mit am Ende jeden Kapitels abgedruckten Codes Videos abrufen kann, die die Geschichte ergänzen. Die Webseite des Buches verweist inzwischen nur noch auf einen Youtube-Kanal, wo man ohne die Codes alle Videos sehen kann – jedenfalls die, die Youtube nicht gelöscht hat. Und die sind ganz schön gruselig, und nicht auf die angenehme Art.

Nein, Nein, Nein!!!

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Andrea Steinert: Haut, so weiß wie Schnee

Klappentext:
“Ein Mädchen, so schön wie Schneewittchen. Jette ist unglaublich hübsch, aber abgesehen davon ist ihr Leben ganz normal. Doch dann lernt sie Jonah kennen – und plötzlich ist nichts mehr, wie es war. Der Junge warnt sie davor, dass ein Kosmetikkonzern es auf ihr Blut abgesehen hat, weil er damit Forschungen betreiben will. Für Jette und Jonah beginnt ein gefährlicher Kampf …”

Mein Eindruck nach 50 Seiten:

In den ersten 50 Seiten begegnen wir schon einem durchgeknallten Wissenschaftler, der Fledermäuse dazu abgerichtet hat, einer Geruchsspur zu folgen und dem entsprechenden Tier oder Menschen Blut abzuzapfen, das er dann zur Forschung benutzen kann. Er hat es auf Jette abgesehen, weil die offensichtlich superduper einzigartig ist.

Aber sein Chef findet dieses Blut ungeeignet, weil es von der Fledermaus kontaminiert wurde, und stattdessen denken sie sich einen abstrusen Plan aus:

Sie behaupten, Mädchen für eine Kosmetik-Werbekapagne zu brauchen, und beschreiben den gewünschten Typ exakt so, wie Jette aussieht – in der Hoffnung, dass sie dann beim Casting auftaucht und sie behaupten können, sie bräuchten von ihr Proben, um sicherzustellen, dass sie gegen die Kosmetik nicht allergisch ist. Weil ja jedes Mädchen auf der Welt sich nichts sehnlicher wünscht, als bei sowas mitmachen zu können.

Überraschung: Jette hat mit Kosmetik nix am Hut und auch keinen Bock auf Werbekampagne. Aber ich vermute, dass ihre Freundinnen sie überreden werden.

Weil die Story mich bisher nicht überzeugt und das Buch auf Amazon einige schlechte Kritiken hat: Nein.

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Gilly Macmillan: Perfect Girl – Nur du kennst die Wahrheit

Klappentext:
“Niemals darf Zoes Stiefvater erfahren, was vor drei Jahren geschehen ist. Das hat ihre Mutter Maria der 18-Jährigen wieder und wieder eingetrichtert. Nichts darf die Idylle ihres perfekten neuen Lebens zerstören. Doch als die hochbegabte Pianistin Zoe gemeinsam mit ihrem Stiefbruder ein Konzert gibt, taucht im Publikum ein Mann auf, der Zoe als Mörderin beschimpft. Wenige Stunden später ist ihre Mutter tot. Und es zeigt sich, dass Zoe nicht die einzige ist, die ein dunkles Geheimnis hütet …
In nur 24 Stunden bricht eine scheinbar heile Welt zusammen: Gilly Macmillan enthüllt ein Familiendrama in perfiden, elegant verschachtelten Häppchen, die es unmöglich machen, diesen Thriller aus der Hand zu legen.”

Mein Eindruck nach 50 Seiten:

Ich finde das Buch bisher interessant, aber ein Thriller ist es für mich (noch) nicht. Im Klappentext wird suggeriert, Zoe sei eine Mörderin, aber das stimmt so dem ersten Eindruck nach nicht: sie hat vor drei Jahren einen schrecklichen Fehler gemacht, der drei Menschen das Leben gekostet hat. Ich halte es aber für möglich, dass sich dieser “Fehler” noch als Absicht herausstellen wird, weil diese drei Menschen Zoe anscheinend übelst gemobbt haben.

Bisher ist es eher ein Familiendrama. Zoe wird von ihrer Mutter geradezu als Wunderkind abgerichtet, sie hat ihre ganze Kindheit hindurch Klavier geübt und schon sehr jung Konzerte gegeben. Für die Mutter war die Tatsache, dass Zoe den Tod dreier Menschen verschuldet hat, wohl weniger schlimm als der Einbruch ihrer Karriere, weil sie 18 Monate im Jugendstrafvollzug verbringen musste.

Ja, weil ich gespannt bin, wie sich die Geschichte entwickeln wird.

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Toni Morrison: Gott, hilf dem Kind

Klappentext:
“Lula Ann ist ein so tiefschwarzes Baby, dass ihre Mutter Sweetness bei der Geburt fast zu Tode erschrickt und der Vater die junge Familie auf der Stelle verlässt, weil er nicht glauben kann, dass dieses Kind von ihm ist. Sweetness erzieht Lula Ann zu Gehorsam und Unterwürfigkeit, nur nicht auffallen, aus Angst vor rassistischen Angriffen.
Doch die heranwachsende Tochter sträubt sich gegen die verordnete Angepasstheit. Sie ändert ihren Namen, in Bride, kleidet sich in provokant strahlendes Weiß, macht Karriere bei einer Kosmetikfirma, verliebt sich in einen geheimnisvollen Mann und befreit sich auf ihre Weise von der Vergangenheit.
Zwei starke Frauen, zwei verschiedene Lebensentwürfe, in dem Versuch, sich zu schützen und gleichzeitig zu behaupten. Ein Roman, der zur Weltliteratur gehört. “

Mein Eindruck nach 50 Seiten:

Das Buch beginnt damit, dass Sweetness ihr Baby bekommt und erschrocken, geradezu angewidert von deren Hautfarbe ist. Sie selbst ist, genau wie ihr Mann, für eine Afroamerikanerin relativ hellhäutig und stolz darauf. Unter ihren Vorfahren muss es wohl auch mal hellhäutige Menschen gegeben haben, denn sie berichtet, dass ihre Großmutter sogar als Weiße durchgehen konnte und sich wohl auch als Weiße ausgab. Als Lula Ann alt genug wird, um zu sprechen, darf sie ihre Mutter nicht Mama nennen, weil Sweetness sie eigentlich nicht haben will, und sie wird von ihr auch furchtbar behandelt.

So stelle ich mir die Hautfarbe von Lula Ann vor:
https://omgvoice.com/fashion/darkest-model-in-the-world-senegalese-model-khoudia-diop

Ich hätte Sweetness gerne geschüttelt: das ist dein BABY! Wie kannst du da nur die Hautfarbe sehen, und das als schwarze Frau, die doch selber ständig erlebt, dass sie auf ihre Hautfarbe reduziert wird!

Dann springt die Geschichte, und Lula Ann nennt sich inzwischen Bride und macht als atemberaubend schöne Frau Karriere bei einem Kosmetikkonzern. Wie sich herausstellt, hat sie als Kind gegen eine Frau namens Sofia Huxley ausgesagt, die dann als Kinderschänderin verurteilt wurde, und diese Frau ist nach 15 Jahren im Gefängnis gerade entlassen worden. Aus irgendeinem Grund sucht Bride sie auf, mit einer größeren Geldsumme, einem Flugticket und einem Beutel Kosmetik als Geschenk, als sie sich aber als eines der Kinder zu erkennen gibt, die gegen Huxley ausgesagt haben, schlägt die Frau sie so heftig und so oft ins Gesicht, dass Bride Schönheitschirurgie braucht.

Und so weit bin ich gekommen. Ich frage mich, ob sie wohl eine Falschaussage gegen Huxley gemacht hat – warum sonst sollte sie die Frau mit Geschenken aufsuchen, die es ihr ermöglichen sollen, ein neues Leben anzufangen?

Auch wenn das Literarische Quartett nicht so begeistert war: Ja, auf jeden Fall!

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Hättet ihr Lust, auch mal ein paar Bücher von eurem SUB probezulesen?

“Shades of Maybe” ist eine monatliche Challenge.

Das Ziel der Challenge ist ganz einfach: es geht darum, in ungelesene Bücher für eine gewisse Anzahl von Seiten oder Kapiteln reinzulesen und dann zu entscheiden: Ja, Nein oder Vielleicht. Dabei kann jeder so viele oder wenige SUB-Bücher “probelesen”, wie er möchte.

Die genauen Regeln findet ihr auf der Challenge-Seite!

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Liebe Grüße,
Signatur Mikka
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