Neuste Buchrezensionen

Books 006

[ Rezension ] „The Ascent – Der Aufstieg“ von Ronald Malfi
23. März 2018
Nach einem persönlichen Schicksalsschlag, an dem er sich die Schuld gibt, ist Extremsportler Tim am Ende. Um sich davon abzulenken (oder die ganze Sache abzukürzen), sagt er die Teilnahme an einer Expedition zu, die zum Ziel hat, die "Schlucht de Seelen" zu erreichen. Nur ist von da noch nie jemand lebend zurückgekehrt. Sieben Männer, die alle ihre ganz eigenen Gründe haben, an dieser Expedition teilzunehmen. Die vielleicht lebensfeindlichsten Bedingungen, die man sich vorstellen kann.

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[ Rezension ] Angelika Diem: Drei Tropfen Dunkelheit – Vollstrecker der Königin II
16. März 2018
Caitlynn ist Vollstreckerin: ihre Aufgabe ist es, Gewaltverbrechen aufzuklären und zu ahnden, indem sie den Schmerz der Opfer in ihren Schmerzstein aufbewahrt, bis der Täter gefunden wurde, und den Schmerz dann auf diesen überträgt. Den ersten Band der Reihe habe ich im Juni 2014 gelesen, aber ich kann mich noch gut daran erinnern, denn den Genremix aus Krimi und High Fantasy fand ich damals schon sehr reizvoll! Auch dieser Band konnte mich wieder begeistern.

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[ Rezension ] Anne Reinecke: Leinsee
15. März 2018
"Leinsee" ist von allem ein bisschen: Künstlerroman, Drama, Liebesgeschichte. Ich fand es durchaus unterhaltsam, aber es ist meines Erachtens kein Buch, dass man nebenher runterlesen kann, ohne darüber nachzudenken. Lohnend fand ich es trotzdem, alleine schon wegen der wunderbar geschilderten Entwicklung der Charaktere.

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[ Rezension ] Seif Arsalan & Annette Weber: Aus Syrien geflüchtet
13. März 2018
In diesem Buch kommt der junge Seif aus Syrien zu Wort, der dem Leser von seinen Erlebnissen vor, während und nach der Flucht erzählt. Wie ist das, sein Heimatland, Freunde und Familie zurücklassen zu müssen? Wie fühlt sich das an, wenn man in einem überfüllten Schlauchboot übers Meer treibt? Wie lange kann man geduldig und hoffnungsvoll bleiben, wenn es immer wieder heißt: warten, warten, warten... Wenn das Leben erstmal nicht normal weitergehen kann, egal, wie sehr man sich anstrengt?

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[ Rezension ] Max Landorff: Die Siedlung der Toten
8. März 2018
Viele Jahre ist es her, seit eines Morgens 18 Tote auf einer Wiese nahe der Siedlung gefunden wurden. Todesursache unbekannt. Motiv unbekannt. Keine Zeugen. Keine Verdächtigen. Den ermittelnden Kommissar ließ der Fall niemals los, obwohl ihn seine Obsession der Lösung keinen Schritt näher brachte. Als die letzte überlebende Bewohnerin der damaligen Siedlung tot aufgefunden wird, ist er bereits berentet und der Fall wird von der jungen Kommissarin Eva Schnee neu aufgerollt - und die muss sich zunehmend fragen, wo die Grenze verläuft zwischen Wahn und Realität.

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[ Rezension ] Carol Rifka Brunt: Sag den Wölfen, ich bin zu Hause
3. März 2018
Die 14-jährige June liebt ihren Onkel Finn – mehr, als eine Nichte ihren Onkel lieben sollte, sie versucht jedoch, sich das nicht anmerken zu lassen. Aber Finn hat Aids, und als er stirbt, fühlt June sich vollkommen verloren mit ihrer Trauer; keiner scheint zu verstehen, wie tief Finns Tod sie erschüttert hat. Und der eine Mensch, dem es genauso geht, wird von ihrer Familie gehasst...

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[ Rezension ] Øistein Borge: Kreuzschnitt
25. Februar 2018
Mich hat besonders angesprochen, dass die Handlung sich über mehrere Zeitebenen erstreckt und die Auflösung intelligent konstruiert wurde. Der angenehme Schreibstil und der sympathische Ermittler taten ihr Übriges, um dieses Krimi-Debüt in meinen Augen zu einem Erfolg zu machen.

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[ Rezension ] Marjane Satrapi: Persepolis
23. Februar 2018
Auch achtzehn Jahre nach dem ursprünglichen Erscheinen des ersten Bandes ist "Persepolis" in meinen Augen immer noch immens wichtig, denn es ermöglicht dem Leser, hinter die Kulissen des Islamischen Regimes zu blicken. Und dort sieht man zwar auch Menschen, die den Vorurteilen entsprechen – fanatisch oder zumindest sehr rigide in ihren religiösen Ansichten –, aber vor allem Menschen, deren Hoffnungen und Träume ein ganz anderes Bild zeichnen.

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[ Rezension ] Mike Chick: Die Gameshow – Defeat Your Enemy
22. Februar 2018
Wir schreiben das Jahr 2030, und Deutschland hat sich grundlegend verändert. Nicht nur die Arbeitsgesetze sind inzwischen ein Witz, die Grundrechte wurden deutlich beschnitten und die Todesstrafe in Form einer so sadistischen wie populären Gameshow eingeführt. In „Defeat your Enemy“ können Kandidaten 50.000 Euro gewinnen, indem sie einen Schwerverbrecher hinrichten.

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[ Rezension ] Kent Haruf: Lied der Weite
18. Februar 2018
In einer ländlich gelegenen Kleinstadt wird die schwangere Victoria von ihrer Mutter vor die Tür gesetzt. Durch einen Akt der Hilfsbereitschaft verändert sich daraufhin das Leben von sieben verschiedenen Menschen – vor allem das der beiden alten Viehzüchter, die das Mädchen bei sich aufnehmen, obwohl sie ihr ganzes Leben lang alleine gelebt haben und sie diese neue Aufgabe in hilflose Panik versetzt.

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[ Rezension ] „Anne, rette mich!“ von Mia Bruckmann
12. Februar 2018
Eine junge Frau wird tot aufgefunden, eine andere, die ihr verblüffend ähnlich sieht, wird entführt. Damit ist klar: die Polizei hat es mit einem Serientäter zu tun, und ein Verdächtiger ist schnell gefunden. Genauso schnell ist jedoch klar,  dass die Dinge nicht so einfach sind, wie sie scheinen. Ermittlerin Anne von Hohenstedt und ihr Team haben es mit einem Täter zu tun, der so skrupellos wie unerwartet ist. Das Buch hat mich überwiegend gut unterhalten, ich tat mich jedoch schwer damit, manche Dinge zu akzeptieren. So haben Anne und ihre Schwester Eva die Fähigkeit, telepathisch in ganzen Sätzen zu kommunizieren, was für mich schwer zu glauben war. Dennoch fand ich die Geschichte durchaus spannend.

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[ Rezension ] Mario Giordano: Tante Poldi und der schöne Antonio
11. Februar 2018
Poldis drittes Abenteuer setzt nochmal einen drauf. Schneller, lauter, schriller, verrückter. Vieles kann man hier einfach nicht mehr glauben, aber das soll man wahrscheinlich auch nicht. Ein richtiger Krimi ist das nicht mehr, obwohl es eine Leiche gibt und sowohl Geheimdienste als auch die Cosa Nostra eine Rolle spielen. Aber in meinen Augen liest man die Abenteuer von Poldi auch nicht wegen dem Krimi, sondern wegen der Poldi. Mir reicht das vollkommen, und ich werde die Reihe auf jeden Fall weiter verfolgen.

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[ Rezension ] Emmi Itäranta: Die Stadt der verbotenen Träume
5. Februar 2018
Es ist schwierig, dieses Buch einem einzigen Genre zuzuordnen, aber am ehesten ist es noch zwischen Dystopie und Fantasy angesiedelt. So oder so ist es unglaublich originell und bedient kein einziges der üblichen Klischees! Es spielt in einer Welt, in der Träumen nicht nur verboten ist, sondern die Fähigkeit dazu sogar als lebensgefährliche Seuche gilt, die auszurotten ist. Hier trifft die junge Weberin Eliana auf die schwerverletzte Valeria, der jemand die Zunge herausgeschnitten hat – und die aus unerfindlichen Gründen Elianas Namen als Tätowierung auf der Handfläche trägt. Wie sich die Geschichte weiterentwickelt ist immer wieder unerwartet und hat mich vor allem durch einen ungewöhlichen lyrischen Schreibstil beeindruckt.

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[ Rezension ] Roxann Hill: Dunkel Land
4. Februar 2018
Ein Kriminaler mit gravierender Amnesie, eine Literaturwissenschaftlerin, die sich eigentlich nur als Sommerjob um ihn kümmern soll... Natürlich endet es damit, dass beide zusammen als ungewöhnliches Team in einem Mordfall ermitteln, der es in sich hat, und das ist wirklich mal eine spannende Grundsituation.

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[ Kurz und Knapp ] Anna Seidl: Es wird keine Helden geben
31. Januar 2018
Die 15-jährige Miriam überlebt einen Amoklauf an ihrer Schule – ihr Freund jedoch starb vor ihren Augen, und auch den Tod eines anderen Jugendlichen bekam sie unmittelbar mit. Es geht hier nicht um Killerspiele und politische Überlegungen, sondern ausschließlich darum, wie Miriam mit einer Welt umgeht, die für sie von einer Minute auf die nächste eine andere geworden ist. Die Autorin war selber erst 16, als sie das Buch schrieb, und diese Nähe zum Alter ihrer Protagonistin spürt man auf jeder Seite. Die Geschichte hat etwas Bestechendes, dem ich mich kaum entziehen konnte; sie bringt die Emotionen von Miriam sehr unmittelbar rüber und liest sich unglaublich lebensecht und glaubhaft.

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[ Rezension ] Luke Delaney: Mein bist du
28. Januar 2018
DI Sean Corrigan hat ein Gespür für die Abgründe in den Seelen von Mördern – spürt er diese Abgründe doch auch in sich selbst. In seinen eigenen Augen trennt ihn nur wenig von den Menschen, die er jagt, auch wenn man sich als Leser fragt, ob er da nicht zu streng mit sich selbst ist. "Mein bist du" stand über drei Jahre ungelesen in einem meiner Bücherregale. Jetzt habe ich es endlich gelesen und einen Debütroman entdeckt, der trotz kleinerer Schwächen viel Spannung und gute Unterhaltung bietet.

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[ Rezension ] Emma Donoghue: Das Wunder
25. Januar 2018
Irland, Mitte des 19. Jahrhundert. Die 11-jährige Anna nimmt angeblich seit vier Monaten nur Wasser zu sich – ein Wunder, oder ein billiger Trick ihrer Eltern? Krankenschwester Lib Wright, ausgebildet von der berühmten Florence Nightingale, wird damit beauftragt, der Sache auf den Grund zu gehen Gemeinsam mit einer anderen Schwester soll sie das Mädchen zwei Wochen lang Tag und Nacht bewachen, um sicherzustellen, dass sie nicht doch heimlich isst. Lib ist überzeugt, den Schwindel binnen zwei Tagen aufdecken zu können, aber dem ist nicht so... Und je mehr sie das Mädchen ins Herz schließt, desto mehr zweifelt sie daran, was sie glauben soll.

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[ Rezension ] Susanne Leuders: Strikers Fall (Band #2)
22. Januar 2018
Eine gelungene Fortsetzung, die die Geschichte von Striker und Amy zu einem schlüssigen Ende führt! Im Vergleich zum ersten Band liegt der Fokus hier mehr auf dem Thrill, dabei kommt die emotionale Seite der Geschichte aber dennoch nicht zu kurz.

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[ Rezension ] Sarah Waters: Fingersmith / Solange du lügst
18. Januar 2018
Im 19. Jahrhundert lässt sich die junge Diebin Susan auf ein mieses Geschäft ein: sie soll dem Schurken "Gentleman" helfen, eine reiche Erbin zu bezirzen und sie nach der Heirat im Irrenhaus zu entsorgen. Als sie die naive, unschuldige Maud kennenlernt, plagt sie schon bald das Gewissen... Und verwirrende Gefühle, die es ihr noch schwerer machen, ihre Rolle zu spielen.

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[ Rezension ] Laura Dave: Hello Sunshine #hellosunshine
17. Januar 2018
Laura Dave erzählt in "Hello Sunshine" eine Geschichte, die unterhaltsam ist und dennoch zum Nachdenken anregt – über den schönen Schein, mit dem viele Menschen ihr Leben in den sozialen Medien präsentieren, und das, was wirklich wichtig ist. Kitsch steht dabei, jedenfalls nach meinem Geschmacksempfinden, nicht auf der Speisekarte.

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[ Rezension ] Kara Thomas: Dunkelschwester
15. Januar 2018
"Dunkelschwester" ist ein Jugendthriller, den ich auch als erwachsene Leserin sehr interessant fand. Er ist vielschichtig, mit einigen unerwarteten Wendungen, und auch über den Mordfall hinaus interessant, denn man gewinnt einen tiefen Einblick in das Seelenleben der jungen Protagonistin und ihre schwierige Kindheit.

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[ Rezension ] Martin Krüger: Der Engel des Bösen
14. Januar 2018
Die Handlung klingt erstmal so perfide wie gradlinig: ein wahnsinniger Täter zwingt seine zukünftigen Opfer in einer selbstherrlichen Inszenierung dazu, ihren eigenen Tod per Video anzukündigen und eine Frage oder Aufgabe zu stellen, für deren Lösung die Ermittler der Mordkommission dann einen sehr eng begrenzten Zeitrahmen erhalten. Gelingt diese Lösung, so verspricht er, wird das Opfer verschont. Und so läuft der Countdown...

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[ Rezension ] Christine Drews: Nach dem Schweigen
6. Januar 2018
Eine Frau springt vom Dach eines 20-stöckigen Gebäudes. Saskia, die Nichte der Toten, ist fassungslos, benahm sich Tante Ellen doch kurz vor ihrem Tod noch völlig normal – und auch Saskias Mutter ist vor vielen Jahren durch einen Sturz ums Leben gekommen. War Ellens Tod wirklich ein Selbstmord, der Tod von Saskias Mutter wirklich ein Unfall? Saskia kann das nicht einfach auf sich beruhen lassen.

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[ Rezension ] Carine Bernard: App to Date
2. Januar 2018
"App to Date" ist entweder eine Liebesgeschichte mit ein bisschen Krimi, oder ein Krimi mit ein bisschen Liebesgeschichte. So oder so ist es wohl nicht das Richtige für Fans von Hardcore-Thrillern mit literweise Blut, sondern wird eher die Liebhaber gemütlicher und vor allem romantischer Kuschelkrimis ansprechen. (Nichts gegen Kuschelkrimis. Ich lese die selber immer mal wieder gerne!)

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[ Deutscher Buchpreis 2017 ] Robert Menasse: Die Hauptstadt
1. Januar 2018
Mein Leserherz blutet – wollte ich diesen Roman doch eigentlich in den Himmel loben. Nicht nur hat es den Deutschen Buchpreis gewonnen, nein: der Autor wirkte bei der Verleihung so charmant verblüfft und überrumpelt, dass ich bereit war, sein Werk zu lieben. Stattdessen muss ich mich damit begnügen, dass ich es 'nur' gut finde... Ja, manches finde ich sogar wunderbar, aber eben nicht alles.

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Du hast ja bis ganz nach unten gelesen! Danke für deinen Besuch!

© des Beitragsbilds: Pixabay

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