Neuste Buchrezensionen

Books 006

[ Rezension ] Laline Paull: Das Eis
26. Juni 2018
Was nach einem Thriller klingt, ist eher ein Umweltdrama zum Nachdenken. Der Roman hat einige Längen, aber seine große Stärke liegt in der Schilderung der Arktis und der Gefahren, die diesem einzigartigen Lebensraum drohen.

[ Rezension ] David M. Barnett: Miss Gladys und ihr Astronaut
24. Juni 2018
Astronaut Thomas Major will seine Ex aus dem All anrufen und gerät stattdessen an Miss Gladys, die seine Menschenfeindlichkeit in den Grundfesten erschüttert.

[ Rezension ] Keigo Higashino: Unter der Mitternachtssonne
20. Juni 2018
Japan im Jahr 1973: Ein Pfandleiher wird ermordet, dessen Mörder bleibt unerkannt – Kommissar Sasagaki gibt den Fall in den nächsten 20 Jahren jedoch niemals auf. Während Sasagaki zunächst in den Hintergrund tritt, folgt die Handlung den Menschen im Umfeld des Opfers, bis sich aus dem Geflecht ihrer Beziehungen ein Muster entwickelt.

[ Rezension ] Olivia Kiernan: Zu nah
12. Juni 2018
Die renommierte Wissenschaftlerin Eleanor Costello wird erhängt aufgefunden, scheinbar ein klarer Suizid. Ermittlerin Frankie Sheehan fällt jedoch ein scheinbar unbedeutendes Detail auf, das ihr sagt: Eleanor war nicht alleine, als sie starb. Die Ermittlungen führen ins Darknet, aber auch so gegensätzliche Dinge wie häuslische Gewalt und die Farbe Preußischblau spielen eine Rolle in diesem vielschichtigen Fall.

[ Rezension ] Ursula Poznanski: Blinde Vögel
11. Juni 2018
Zwei Tote. Sie erdrosselt, er erschossen. Verbunden hat sie nur die Mitgliedschaft in einer Facebookgruppe, in der Gedichte diskuttiert werden. Auf den zweiten Blick nicht so harmlos, wie es scheint...

[ Rezension ] Tana French: Gefrorener Schrei (Hörbuch)
9. Juni 2018
Eine junge Frau wird erschlagen in ihrer Wohnung aufgefunden. Der Tisch ist für ein romantisches Candlelight-Dinner gedeckt, eine Beziehungstat liegt nahe. Deswegen wird der Fall den unerfahrenen Ermittlern Antoinette Conway und Stephan Moran überlassen, doch die ahnen schnell, dass mehr hinter der Sache steckt. Allerdings stoßen sie in ihren Ermittlungen bald auf Widerstand innerhalb der Mordkommission…

[ Rezension ] Haruki Murakami: Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki
4. Juni 2018
Manche Rezensionen sprechen davon, dies sei ein 'typischer Murakami', andere behaupten das genaue Gegenteil. Für mich war das Buch der längst überfällige Einstieg in das literarische Werk von Haruki Murakami, so dass ich unbefangen an Herrn Tazaki herantrat. Bereut habe ich es auf keinen Fall – typisch oder nicht, ich bin nun fest entschlossen, mich auch an die anderen Bücher des Autors heranzuwagen.

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[ Rezension ] Peter Stamm: Weit über das Land
1. Juni 2018
Thomas ist mit seiner Familie gerade aus einem harmonischen Urlaub zurückgekehrt. Alles ist gut: mit seiner Frau Astrid sitzt er im Garten und trinkt ein Glas Wein. Aber als sie ins Haus geht, um nach den Kindern zu sehen, erscheint ihm der Garten mit einem Mal als Verlies. Thomas steht auf und geht.

[ Rezension ] Lindsay Jayne Ashford: Das Flüstern des Mondfalters
29. Mai 2018
"Das Flüstern des Mondfalters" ist eine Mischung aus Biografie und fiktivem Roman, die mich nur bedingt überzeugte. Den Schreibstil von Lindsay Jayne Ashford fand ich wunderbar, die Einblicke in die Zeit hochinteressant, aber die Protagonistin wurde mir zunehmend fremd und konnte mich immer weniger berühren.

[ Rezension ] Emily Littlejohn: Die Totenflüsterin
24. Mai 2018
Ein 'Cold Case' und ein brandaktueller Fall: Ein junger Clown stirbt – zum zweiten Mal! –, und es scheint Verbindungen zu einem zweifachen Kindermord vor 30 Jahren zu geben. Leider ist von dieser Verbindung außer der jungen Polizistin Gemma Monroe niemand so recht überzeugt... "Die Totenflüsterin" ist ein beeindruckender Debütroman: ein clever konstruierter, vielschichtiger Krimi mit einer sehr interessanten Protagonistin und viel Atmosphäre.

[ Rezension ] Sandra Binder: Die Frauen von Ballycastle
15. Mai 2018
Was als witzige Fehde zwischen zwei Buchhändlern beginnt, stellt sich schnell als Geschichte eines Familiengeheimnisses heraus, das zurückführt ins Jahr 1970 in Nordirland – und damit die eskalierende Gewalt des Nordirlandkonflikts.

[ Rezension ] Dan Wells: Die Formel
12. Mai 2018
Lyle Fontanelle wollte eigentlich nur eine revolutionäre Hautcreme entwickeln, die die Haut veranlasst, Zellen mit mehr Kollagen zu produzieren – aber was dabei herauskommt, ist auf andere Art revolutionär als geplant, denn die Creme programmiert die DNA eines Menschen komplett um... "Die Formel" ist alles, nur nicht 08/15. Zwischen bitterbösem Humor und Sozialkritik erzählt Dan Wells eine rasante apokalyptische Geschichte jenseits der Klischees.

[ Rezension ] Beate Sauer: Das Echo der Toten
12. Mai 2018
Januar 1947: nach einem Mordfall wird Friederike Matthée von der Weiblichen Polizei in Köln angewiesen, dem Ermittler Richard Davies von der britischen Military Police zu assistieren. Die Zusammenarbeit zwischen der jungen Deutschen und dem Engländer gestaltet sich nicht gänzlich ohne Konflikte – dennoch geben sie ein gutes Team in diesem komplexen Fall ab.

[ Rezension ] Hannah Kent : Wo drei Flüsse sich kreuzen
5. Mai 2018
Irland im Jahr 1825: in einem kleinen Dorf häufen sich die unerklärlichen Unglücksfälle, und die Menschen suchen nach Erklärungen – und einem Schuldigen. Genau deswegen versteckt Nora ihren Enkel Micheál, damit niemand dessen verdrehte Glieder sieht oder seine merkwürdigen Schreie hört. Aber schon bald beginnt sie selber zu befürchten, dass Micheál ein 'Wechselbalg' sein muss, ein Doppelgänger, der von den neidischen Feen gegen ihren echten Enkel ausgetauscht wurde.

[ Rezension ] Simone Veenstra: Sind dann mal weg
28. April 2018
Mit Einfallsreichtum und ganz viel Humor erzählt Simone Veenstra die Reise einer Gruppe von Senioren, die aus dem Altersheim ausbrechen und die Asche eines guten Freundes stehlen, um ihn ins norwegische Meer zu streuen – koste es, was es wolle.

[ Rezension ] Valerie Geary: Das Schweigen der Bienen
27. April 2018
"Das Schweigen der Bienen" ist eines dieser Bücher, an die man nicht mit fixen Erwartungen herangehen sollte. Es ist die Geschichte der Schwestern Sam und Ollie, die nach dem Tod ihrer Mutter lernen müssen, mit ihrem einsiedlerischen Vater 'Bear' zu leben – in einem Tipi ohne jeden Komfort, mitten im Nirgendwo. Es ist die Geschichte eines Mordfalls, bei dem Bear der offensichtliche Verdächtige zu sein scheint. Und vor allem ist "Das Schweigen der Bienen" eine Geschichte von Liebe und Trauer, Schuld und Vergebung, Familienbanden und Erwachsenwerden.

[ Kurz und knapp ] Angela Marsons: Evil Games – Wer ist ohne Schuld
22. April 2018
Ein Mann wird ermordet. Eine Frau gesteht. Doch hinter den Kulissen scheint jemand sie benutzt zu haben wie eine Marionette. Die Widersacherin ist schnell entlarvt – aber damit fängt das Spiel erst an... Mit Detective Kim Stone und Dr. Alexandra Thorn stehen sich zwei großartige Charaktere gegenüber, die zwei Seiten der gleichen Medaille sein könnten, und so wird aus der Aufklärung schnell ein sehr persönliches Duell. Die Spannung bleibt dabei durchgehend auf einem hohen Level.

[ Rezension ] Barbara Constantine: Und dann kam Paulette
15. April 2018
Barbara Constantine erzählt die Geschichte einer Gruppe von Senioren, die gemeinsam den Unbilden des Alters trotzen – denn zusammen ist man nicht nur weniger allein, sondern kann sich auch besser die Arbeit und die Kosten teilen. Da der Bauernhof, in den sie nach und nach alle einziehen, viel Platz bietet, finden sich auch noch junge Leute, die gegen Kost und Logis  aushelfen bei der Altenpflege. Mir ging zunehmend der Spaß an der Geschichte verloren, weil sich vieles einfach zu schnell und einfach lösen lässt. Ein klein wenig mehr Konflikt und Tiefgang hätten dem Buch meines Erachtens gut getan, ohne dass die Autorin damit auf die hoffnungsvolle, positive Botschaft hätte verzichten müssen.

[ Rezension ] Romy Fölck: Totenweg
14. April 2018

Die junge Polizistin Frida steht am Anfang ihre Karriere, der erfahrene Kommissar Haverkorn fast am Ende.
Vor 18 Jahren haben sie sich kennengelernt – damals fand die 13-jährige Frida die Leiche ihrer besten Freundin Marit, und Haverkorn scheiterte bei dem Versuch, deren Mörder zu finden. Nun begegnen sie sich erneut, nachdem Fridas Vater aus unbekannten Gründen zusammengeschlagen wurde und im Koma liegt.
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[ Rezension ] Ellen Marie Wiseman: Die bittere Gabe
12. April 2018
Die kleine Lilly wird in den 30er Jahren an eine Freakshow verkauft, weil sie 'anders' ist. Auf eine lieblose Kindheit folgt ein hartes Leben im Zirkus, das erträglicher wird, als entdeckt wird, dass sie eine fast übernatürliche Begabung dafür hat, mit Tieren zu arbeiten. Aber das ist dennoch nicht das Ende ihres Leidens... Zwanzig Jahre später erbt die 18-jährige Julia das Herrenhaus Blackhouse Manor. In den Unterlagen stößt sie auf Fotos von Lilly und beginnt damit, deren Spuren zu folgen.

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[ Rezension ] „Die Namen der Toten“ von Sarah Bailey
11. April 2018
DS Richard Vega hat ein albtraumhaftes Déjà Vu: Vor einigen Jahren hat er den Mord an einem 12-jährigen Jungen aufgeklärt... Dachte er zumindest. Nun wird am damaligen Tatort jedoch erneut ein toter Jugendlicher gefunden – und die Art und Weise seines Todes scheint Täterwissen zu offenbaren.

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[ Rezension ] Diana Meier-Soriat: Bullet Journal – Das Praxisbuch
5. April 2018
Da ich selber dem Bullet-Journal-Fieber verfallen bin, bin ich sehr angetan von der momentanen Welle des Interesses an diesem genialen Planersystem! Das Schöne daran ist, dass man immer wieder etwas Neues darüber lernen kann und der eigene Planer sich ständig verändert, erweitert und umstrukturiert, bis er perfekt auf seinen Besitzer zugeschnitten ist. Und das Tollste: das ist ganz einfach.

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[ Rezension ] „Gestalte dein Journal mit der Bullet-Methode“ von Jasmin Arensmeier
5. April 2018
Das Bullet Journal ist ein DIY-Planersystem, bei dem man sich seinen eigenen Planer exakt so gestaltet, wie man ihn haben möchte und braucht, und das kann von minimalistisch bis hochkünstlerisch einfach alles sein. Das Buch von Jasmin Arensmeier stellt diese Methode vor, und das ist besonders (aber nicht nur) für Einsteiger interessant.

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[ Rezension ] Linn Ullmann: Die Lügnerin
2. April 2018
Karins Familie ist liebevoll, ihre Mutter unwiderstehlich, ein Mann verwandelt sich in eine Makrele, und möglicherweise ist mehr als eines davon eine Lüge. "Die Lügnerin" ist eine verschachtelte Familiengeschichte voller (zunächst) überlebensgroßer Charaktere, aber für mich verlor sich der Reiz der Geschichte zunehmend.

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[ Rezension ] „Die vielen Leben des Harry August“ von Claire North
31. März 2018
Die Kalachakra sind Menschen, deren Leben nicht linear verlaufen. Jeder Tod bringt sie immer wieder zurück zum Zeitpunkt ihrer Geburt (im Falle von Harry August ein Tag im Jahr 1919), wobei sie einen Großteil ihrer Erinnerungen behalten. Zusammengehalten werden die Kalachakra vom Cronus Club, der durch mündliche Überlieferung zwischen den Generationen Nachrichten durch die Zeit schickt, und so erfährt Harry vom nahenden Ende der Welt, ahnt jedoch nicht, wie nahe er der Ursache dafür ist...

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Du hast ja bis ganz nach unten gelesen! Danke für deinen Besuch!

© des Beitragsbilds: Pixabay

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