Neuste Buchrezensionen

Books 006

[ Rezension ] Uwe Timm: Morenga
1. Juli 2020

Uwe Timm beschreibt den Beginn des deutschen Völkermords an den Herero und Nama (ab 1904 in Deutsch-Südwestafrika) in einer gelungenen Mischung aus Sachbuch und Roman.

[ Rezension ] Katie Hale: Mein Name ist Monster
24. Juni 2020

Diese Geschichte durchweht der kalte Hauch einer unvermeidlichen Endzeit – der Schatten des Untergangs ist endlich (und wohlverdient?) über die Menschheit gefallen.

[ Rezension ] Stephan Ludwig: Unter der Erde
7. Juni 2020

Klassischer Krimi, Zombie-Apokalypse, Mafia-Thriller? Die Frage, womit man es hier zu tun hat, konnte mich nur bedingt bei der Stange halten.

[ Rezension ] Anne Enright: Die Schauspielerin
22. Mai 2020

Romanschriftstellerin Norah O'Dell wird von einer Journalistin um Informationen zum Leben ihrer Mutter gebeten: Katherine O'Dell, Irlands vergöttertste Schauspielerin, die ihre Karriere mit einem Schlag beendete, indem sie auf einen Produzenten schoss.

[ Rezension ] Christine Brand: Die Patientin
21. Mai 2020

Die Handlung ist originell und hat viel Potential. Störend fand ich, wie dilettantisch sich die Heldin anstellt und wie sehr ihr Liebesleben im Mittelpunt steht.

[ Rezension ] James Baldwin: Giovannis Zimmer
20. Mai 2020

Dieser semi-autobiographische Roman, der bereits 1956 veröffentlicht wurde, ist keine leichte Kost für nebenher, aber die Lektüre lohnt sich.

[ Rezension ] Graham Swift: Da sind wir
14. Mai 2020

Graham Swift lässt den Leser einen Blick in die Ära der Fünfziger werfen, zugleich verklärt durch Glimmer und Rauch der Bühnenwelt und glasklar zu erkennen.

[ Rezension ] Peter Zantingh: Nach Mattias
2. Mai 2020

Ein leises Buch über die Trauer, das nie schmalzig auf die Tränendrüsen drückt. Vor allem gibt es dem Leser einen kleinen Einblick in die unzähligen, verästelten Verbindungen von Mensch zu Mensch, über die jede Handlung und jedes Erlebnis ein Echo hervorrufen.

[ Rezension ] Dirk Kurbjuweit: Haarmann
26. April 2020

Verkehrte Welt: hier steht ein wahrer Kriminalfall im Mittelpunkt, das eigentlich Interessante ist meines Erachtens jedoch der Kontext, in dem er geschehen konnte.

[ Rezension ] Dave Eggers: Die Parade
16. April 2020

Die Charaktere sind Archetypen, die Handlung ist in manchen Abschnitten etwas vorhersehbar. Dennoch ist der Roman sehr interessant und regt zum Nachdenken an, was von einem Ende wie ein Paukenschlag scheinbar gesteigert wird – auch wenn der Leser dann vielleicht feststellt, dass die Botschaft im Endeffekt keine neue ist.

[ Rezension ] Rebecca Makkai: Die Optimisten
13. April 2020

Rebecca Makkai beschreibt die Zeit, in der es noch keine Medikamente gegen Aids gab und Abertausende von Menschen auf furchtbare Art und Weise starben, ungeschönt, dabei aber nicht sensationsheischend, sondern mit Empathie und großem Respekt. Das geht unter die Haut, ist aber gerade deswegen sehr lesenswert.

[ Rezension ] Clarissa Hagenmeyer: Happy Painting
8. April 2020

Eine Malmethode, die Unterhaltung, Beschäftigung und Freude ins Haus bringen können, für Menschen jeden Alters und jeder künstlerischen Vorkenntnis

[ Rezension ] Fritz Rosenfeld: Johanna
26. März 2020

Johanna wird als Kind armer Leute geboren und schon sehr jung zur Waise. Es beginnt ein Leben voller Armut, Misshandlung und Entbehrung – sie wird allerseits ausgenutzt und geschmäht, ihr Wert misst sich immer nur an ihrem Nutzen als billige Arbeitskraft.

[ Rezension ] Michael Wallner: Shalom Berlin
22. März 2020

Leider konnte mich das Buch im Laufe der Lesezeit immer weniger überzeugen – dabei hat es eigentlich sehr viel Potential!

[ Rezension ] Oskar Jan Tauschinski: Talmi
8. März 2020

In den 20ern will der junge Ernst Rosanek hoch hinaus und beginnt eine fragwürdige 'Karriere' als Hochstapler, indem er sich als verarmter Adliger ausgibt.

[ Rezension ] Stephan Ludwig: Zorn – Tod und Regen (#1)
4. März 2020

Ein ungleiches Team ermittelt in einem Mordfall, der sich als zunehmend verschachtelt und kompliziert erweist, und das kann in einem Satz noch zum Schreien komisch sein und im nächsten gruselig und spannend.

[ Rezension ] Tana French: Der dunkle Garten
1. März 2020

Dieses Buch hat unseren Krimilesekreis gespalten: zwei von uns fanden es phänomenal, der Rast fand es langweilig, langatmig und 300 Seiten zu lang.

[ Rezension ] Louise Welsh: Das Alphabet der Knochen
18. Februar 2020

Die Grundidee klingt großartig, letztendlich konnte das Buch mich jedoch trotz seiner wunderbaren Sprache nicht überzeugen.

[ Rezension ] Margret Atwood: Das Herz kommt zuletzt
9. Februar 2020

Margaret Atwood erzählt das rasant, mit viel intelligentem Witz und skurriler Situationskomik. Das liest sich wunderbar – mit leichten Abzügen dafür, dass die Botschaft manchmal doch etwas zu erzwungen wirkt.

[ Rezension ] Antti Tuomainen: Die letzten Meter bis zum Friedhof
7. Februar 2020

Über das Buch kann man viel Widersprüchliches sagen. Aber es ist alles wahr, alles auf einmal, denn es schert sich keinen Deut um Konventionen und Genregrenzen. Verfolgungsjagden im Kreisverkehr (!!) kommen hier genauso vor wie choreographisch beeindruckende Actionszenen mit ungeplantem Suizid.

[ Rezension ] Karen Köhler: Miroloi
28. Januar 2020

Für mich ist "Miroloi" ein ganz starkes Buch. Es geht um Frauenrechte, um Bildung und Religion und deren Auswirkungen auf die Gesellschaft.

[ Rezension ] Wolfram Fleischhauer: Das Meer
22. Januar 2020

Wolfram Fleischhauer baut das Thema illegaler Fischfang in einen Thriller ein, der spannend ist, dabei aber auch lehrreich.

[ Rezension ] Martin Peichl: Wie man Dinge repariert
4. Januar 2020

Ein Mittdreißiger schreibt poetisch über seine komplizierte Beziehung, den Tod, den Alkohol und die Vorliebe der Österreicher für Babykatzen und Schnitzel. Repariert wird hier gar nichts – dafür geht ganz viel kaputt. Das ist keine Erzählung von A bis Z, sondern eher #querdurchsknieinsauge.

[ Rezension ] Ana Marwan: Der Kreis des Weberknechts
3. Januar 2020

Karl Lipitsch hasst Menschen. Ohne Ausnahme, und er ist stolz darauf. Am liebsten verbringt er seine Tage in der "warmen Umarmung der Einsamkeit". Mir haben diese Betrachtungen eines Misanthropen viel Spaß gemacht, denn Sprache und Schreibstil sind großartig, und das Ganze entbehrt nicht eines gewissen bösen Humors und gleichzeitig eines gewissen Tiefgangs.

[ Rezension ] Nadine Schneider: Drei Kilometer
27. Dezember 2019

Nadine Schneider erzählt eine Geschichte der leisen Töne, die auf wenigen Seiten viel Widerhall erzeugt – drei Kilometer bis zur Grenze, bis zur Freiheit

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