[ Moment Mal! ] Lesewoche #36 2020

Moment mal!

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Was ist ‘Moment mal’?  

Moment mal’ zeigt euch eine Momentaufnahme meiner kleinen Lesewelt. Was ich gelesen habe, gerade lese, lesen will… Und was mir sonst noch so einfällt!

Momentane Lektüre

Valerie Fritsch: Herzklappen von Johnson & Johnson

Valerie Fritsch: Herzklappen von Johnson & Johnson

“Alma und Friedrich bekommen ein Kind, das keinen Schmerz empfinden kann. In ständiger Sorge um ihren Jungen, ist es vor allem Alma, die ihn unaufhörlich auf körperliche Unversehrtheit kontrolliert. Jeden Abend tastet sie das Kind ab, um keine Blessur zu übersehen. Und nichts fürchtet die junge Mutter mehr als die unsichtbare Verletzung eines Organs, die ohne ein Zeichen bleibt.

Halt findet Alma bei ihrer Großmutter, die jetzt, hochbetagt und bettlägerig und nach lebenslangem Schweigen, zu erzählen beginnt: vom Aufwachsen im Krieg, von Flucht, Hunger und der Kriegsgefangenschaft des Großvaters. Mit dem Kind auf dem Schoß, das keinen Schmerz kennt, sitzt Alma am Bett der Schwerkranken, die sich nichts mehr wünscht, als ihren Schmerz zu überwinden. Und in den Geschichten der Großmutter findet sie eine Erklärung für jene scheinbar grundlosen Gefühle der Schuld, der Ohnmacht und der Verlorenheit, die sie ihr Leben lang begleiten.”

(Klappentext)

Meine bisherigen Notizen:

Der Schreibstil ist großartig. Ruhige, fast schon karge Sätze entfalten sich in bestechend präzisen Beobachtungen, die ein Stück Leben nach dem anderen aus dem Würgegriff der vermeintlichen Normalität befreien. Das ist mal der einsame Alltag eines frühreifen Kindes, mal die persönliche Hölle eines Kriegsgefangenen, mal das stille Leiden einer gebrechlichen Alten.

Die Autorin hat ein besonderes Gespür für den Schmerz, den alltäglichen wie den außergewöhnlichen, und für das, was nicht zusammenpasst, was zuwiderläuft, was hätte sein sollen aber nicht ist. Man atmet erstaunt auf, nur um dann bekräftigend zu nicken: ja, so ist das. Auch das, was vom eigenen Leben so weit entfernt ist wie nur irgend möglich, hat den Klang der Wahrheit, den Widerhall des selbst Erlebten.

Momentane Lesestimmung

Gedämpft, was aber vor allem daran liegt, dass mir der Kopf brummt – Kopfschmerzwetter!

Außerdem bin ich ein wenig niedergedrückter Stimmung, weil im Moment beim Bloggen nicht viel zurückkommt – ich kommentiere auf anderen Blogs, teile Beiträge, empfehle… Aber ich rufe hier in den leeren Raum: Kommentare gibt es nur sehr wenige, obwohl ich in meinen Analytics sehe, dass Beiträge durchaus oft aufgerufen werden.

Momentane Leseplanung

Helena Adler Die Infantin trägt den Scheitel linksStephan Roiss: TriceratopsSorj Chalandon: Wilde Freude

Helena Adler: Die Infantin trägt den Scheitel links – 176 Seiten
Stephan Roiss: Triceratops – 208 Seiten
Sorj Chalandon: Wilde Freude – 288 Seiten

Momentane Lesezahlen

Ich rechne hier immer mit den Zahlen der letzten sieben Tage!

Seiten insg.: 419
Seiten pro Tag: 60
Seiten pro Stunde (laut Bookly): 51

Kategorie: Moment mal!

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5 Replies to “[ Moment Mal! ] Lesewoche #36 2020”

  1. Liebe Mikka, ich kann Deine leichte Verunsicherung betreffs des Blogs sehr gut nachvollziehen. Ich kenne das Gefühl sehr gut laufend in den leeren Raum zu posten. Inzwischen ist es mir aber egal ob Kommentare erfolgen oder nicht. An den Statistik Zahlen erkenne ich ja dass dieser Raum durchaus nicht leer ist. Inzwischen betrachte ich meine beiden Blog als Persönliche Lesetagebücher – hauptsächlich für mich geschrieben und ich bin oft erstaunt, wenn ich Artikel nachlese, die ich vor Jahren gepostet habe. Dass ich zusätzlich eine Seite bei WordPress eröffnet habe, hängt mit der Verunsicherung zusammen, die vor einigen Jahren durch das Netz gegeistert ist. Es sollten ja wohl Blogs von Google gelöscht werden, und ich wollte nicht plötzlich ohne Blog dastehen. Lass es Dir weiter gut gehen, ich freue mich dich auch hier bei WordPress im Reader zu lesen .
    GLG Angela vom Literaturgarten.

    • Hallo Angela,

      ich finde es so schade, weil ich gerade den Austausch über Literatur so spannend und lohnend finde… Für meine Kunst habe ich ja einen Instagram-Account, und da ist der Austausch so rege und persönlich, dass mir der Kontrast zu meinem Buchblog ganz bitter auffällt! Aber du hast recht, man sollte sich da nicht so verunsichern lassen.

      WordPress ist gerade auch komisch, aus irgendeinem Grund hat es beide Kommentare zu diesem Beitrag erstmal in “Spam” verschoben!

      LG,
      Mikka

  2. “Aber ich rufe hier in den leeren Raum: Kommentare gibt es nur sehr wenige, obwohl ich in meinen Analytics sehe, dass Beiträge durchaus oft aufgerufen werden.”

    Das hat mich auch immer extrem frustriert. Als mein Blog noch für alle offen war, hatte ich recht gleichmäßige Aufrufe, aber dass kommentiert wurde, war noch seltener als ein Like. Dieses “Rufen in den leeren Raum” ist irgendwann unglaublich zermürbend. So als wenn die Arbeit, die man sich macht, halt mitgenommen wird, aber keinerlei Rückmeldung wert ist.

    • Hallo Nadine,

      wo ich jetzt deinen Kommentar lese, fällt mir auf: ich habe schon lange keinen Beitrag mehr von dir gesehen!

      Dachte ja erst, du hättest halt lange nichts mehr geschrieben, aber jetzt stelle ich fest, dass mein Feedreader behauptet, dein Blog habe keinen gültigen RSS-Feed?! Was Quatsch ist, den kann ich ja unter https://nomasliteraturblog.wordpress.com/feed/ sehen! Ganz komisch…

      Aber du sagst “Als mein Blog noch für alle offen war” – ist er jetzt auf Leute beschränkt, denen du selber folgst? Vielleicht ist das ja das Problem für den Feedreader?

      LG,
      Mikka

      • Ich habe das Blog vor Monaten auf privat gestellt, und dir auch eine Einladung geschickt. Im Feedreader wird das Blog daher wohl nicht aufgeführt, sondern nur noch über den WP-Reader.