Leselaunen

[ Leselaunen ] Leserückblick KW 06 2019

Leselaunen

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© Beitragsbild: Tabea H.

Leselaunen? Was, wie, wo?

Frau Trallafitti, die die Aktion auf ihrem Blog leitet, erklärt:

„Bei den Leselaunen handelt es sich um einen wöchentlichen Bericht über aktuelle Bücher, die momentane Lesestimmung und sonstige Dingen, die einen in der Woche beschäftigt haben.“

Aktuelle Lektüre

Verena Stauffer Orchis

Verena Stauffer: Orchis

Bis jetzt kann ich mich da den Meinungen der Blogs Angelika liest, literaturleuchtet und Leckere Kekse nur anschließen.

Obwohl das Buch für den Literaturpreis „Das Debüt“ nominiert war und dabei den vierten Platz gemacht hat, habe ich auch schon negative Stimmen dazu gehört – bisher bin ich allerdings selber noch sehr angetan! Der Schreibstil ist ein Gedicht, die Atmosphäre ist dicht und lebendig… Mir gefällt’s!

„Anselm ist Botaniker und leidenschaftlicher Orchideenforscher. Mitte des 19. Jahrhunderts begibt er sich auf eine Expedition nach Madagaskar. Dort findet er nicht nur die schönste Orchidee der Welt, sondern Erfüllung, die aber nur von kurzer Dauer ist. Auf dem Schiff zurück in die Heimat verrückt sich etwas in Anselm: Aus seiner Schulter wächst eine Orchidee. Zu Hause angekommen, bringen ihn seine Eltern in eine Nervenheilanstalt, wo er sich bald wieder erholt. Seiner wissenschaftlichen Laufbahn scheint nichts mehr im Wege zu stehen. Doch die Zeit arbeitet gegen ihn: Die politischen Umbrüche verändern sein Umfeld. Die wissenschaftlichen Neuerungen durch Darwin stellen seine Theorien auf den Kopf. Und die überstürzte Reise nach China bringt Ungeahntes zutage.“

(Klappentext)
Nichts weniger als ein Wunder

Markus Zusak: Nichts weniger als ein Wunder

Uiuiuiui… Wie so viele habe ich diesem Buch mit Spannung entgegen geblickt – ist Zusak doch der Autor des grandiosen Buches „Die Bücherdiebin“. Auf den ersten Seiten war dann der Eindruck: das hier ist etwas ganz Anderes als die Bücherdiebin. Der Schreibstil ist sehr ungewöhnlich und gerade deswegen meines Erachtens wunderbar, aber es ist schwer, in die Geschichte hinein zu finden, denn die springt hin und her – auch in der Zeit –, und die fünf Brüder sind anfangs schwer auseinander zu halten.

Eine Teilnehmerin der Leserunde auf WhatchaReadin brach ab, mehrere äußerten Schwierigkeiten… Aber im zweiten Teil wird es viel einfacher, ich kann bisher nur raten: durchhalten! Die Geschichte ist es wert!

Dies ist die Geschichte der fünf Dunbar-Brüder. Nach dem Tod der geliebten Mutter und dem Weggang ihres Vaters leben sie nach ihren ganz eigenen Regeln. Sie trauern, sie lieben, sie hassen, sie hoffen und sie suchen. Nach einem Weg, mit ihrer Vergangenheit klarzukommen, nach der Wahrheit und nach Vergebung. Schließlich ist es Clay – angetrieben von den Erinnerungen an ihren tragischen Verlust -, der beschließt, eine Brücke zu bauen. Eine Brücke, die Vergangenheit zu überwinden und so sich selbst und seine Familie zu retten. Dafür verlangt er sich alles ab, was er geben kann, und mehr: nichts weniger als ein Wunder.

(Klappentext)

Momentane Lesestimmung

Nachdem ich im Januar ziemlich geschwächelt habe, läuft es jetzt wieder etwas besser! Ich bin sehr glücklich mit beiden Büchern, die ich lese, und hier liegen schon Bücher bereit, auf die ich sehr gespannt bin, wie „Deine kalten Hände“ von Han Kang oder „Der rote Swimmingpoool von Natalie Buchholz.

Leseplanung

Das kleine Buch der großen FragenIch bringe dir die  NachtEllen Sandberg Der VerratTodesschweigenDeine kalten HändeMargaret Atwood: Hag-Seed / HexensaatDer rote Swimmingpool

Zitat der Woche

„In der Geschichte der Menschheit war dieser Mörder wohl der erbärmlichste:
Mittelgroß, etwa eins fünfundziebzig.
Mit fünfundsiebzig Kilo mittelschwer.
Aber lass dich nicht täuschen: Er war ein ödes Land in einem Anzug, eine Biegung nach unten, ganz und gar zerbrochen. Er lehnte sich der Luft entgegen, als ob er erwartete, dass sie ihm dem Garaus machte, aber das tat sie nicht, nicht heute, denn mit einem Mal wusste er, dass dies nicht der Tag war, an dem ein Mörder etwas geschenkt bekam.
Nein, heute konnte er es fühlen.
Er konte es riechen.
Er war unsterblich.
Und genau das war das Problem.
Ausgerechnet heute, wo er besser tot gewesen wäre, konnte der Mörder nicht getötet werden.“

Markus Zusak: Nichts weniger als ein Wunder

Solche Stellen finde ich einfach unglaublich gut geschrieben. „Ein ödes Land in einem Anzug“ – das macht, wenn man es wörtlich nimmt, gar keinen Sinn, aber ich finde, es erzeugt einfach direkt eine sehr starke Atmosphäre und man kann sich den Mörder sehr gut vorstellen.

Meine Blogbeiträge dieser Woche

[ Rezension ] Kent Haruf: Abendrot
zurückgeschaut : Lesemonat Januar 2019
[ Das Köfferchen ] Besuchte Blogbeiträge KW 6 2019

Und sonst so?

Ich zeichne gerade Tapire. Nur so, weil mein Mann Tapire liebt wie kein anderes Tier und weil vor kurzem eine „unserer“ Tapirdamen im Osnabrücker Zoo eingeschläfert werden musste. Sie war mit 28 Jahren schon sehr alt und hatte Arthrose – man konnte ihr ansehen, dass sie sich nur noch unter Schmerzen mühsam voranschleppte und zum Schluss konnte sie ohne Hilfe gar nicht mehr aufstehen, deswegen war es sicher die richtige Entscheidung. Dennoch traurig… Sie war immer diejenige, die die Tapirjungen Elisas, eines anderen Weibchens, umsorgt und betüttelt hat – selber war sie unfruchtbar, aber sie war immer Tante Olivia.

Links unten, ich finde, der Tapir sieht aus wie Olivia mit ihrem ausgeprägten Kamm.

Mein Mann findet, da fehlen noch Bananen – die Tapire lieben sie, aber sie bekommen sie selten, weil sie so viele Kalorien haben. Früher haben sie sie fast jeden Tag bekommen, aber dann sind sie so dick geworden, dass es für sie ungesund wurde… Sie waren wirklich kugelrund, und da sie alle nicht mehr die Jüngsten sind, war das nicht gut für ihre Gelenke und überhaupt. Daher sind Banenen inzwischen eher sparsam eingesetzte Leckerlis.

Wie war eure Woche?

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Liebe Grüße,
Signatur Mikka

4 thoughts on “[ Leselaunen ] Leserückblick KW 06 2019

  1. Hallo Mikka,

    Wow, das sind ja wunderschöne Tapirzeichnungen, ich bin ganz überwältigt davon. Du hast ja richtig Talent, dass solltest du unbedingt mal in ein Buchprojekt einbinden.
    Ansonsten ist das ein schöner Wochenrückblick und du hast mit Zusaks Roman ein interessantes Buch am Wickel.
    Ich mache keine Vorausschauen auf meine Lesevorhaben, das ändert sich dann doch wieder. 🙂

    Liebe Grüße und eine schöne Woche,
    Barbara

    1. Huhu Barbara,

      danke dir! Ich habe als Jugendliche und junge Erwachsene jeden Tag stundenlang gezeichnet und gemalt, dann aber etwa 20 Jahre lang fast gar nicht mehr… Jetzt bin ich in Frührente, da möchte ich wieder damit anfangen!

      LG,
      Mikka

  2. Hallo liebe Mikka,
    wow! Du bist ja total talentiert! Die Tapire sehen so genial und so echt aus. <3

    Von Markus Zusak habe ich bislang auch nur die Bücherdiebin gelesen. Die Geschichte hat mir aber sehr gut gefallen. Dein Textschnipsel zeigt, dass auch dein jetzige Buch in einem sehr schönen Schreibstil verfasst ist. Ich wünsche dir weiterhin viele schöne und spannende Lesestunden

    Ganz liebe Grüße
    Tanja :o)

    1. Hallo Tanja,

      danke dir!

      Ja, der Schreibstil hat auch im neuen Buch absolut großartige Momente – nur manchmal ist es schwer zu lesen, da ziemlich verworren. Aber im Großen und Ganzen mag ich das Buch sehr!

      LG,
      Mikka

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