Leselaunen

[ Leselaunen ] Leserückblick KW 05 2019

Leselaunen

#anzeige: Ein Klick auf ein Cover bringt euch zum Buch auf geniallokal.de – dabei handelt es sich um einen Affiliate Link, was heißt, dass ich eine Provision bekomme, solltet ihr über diesen Link etwas kaufen. Euch entstehen dadurch keine Kosten.

© Beitragsbild: Tabea H.

Was sind die Leselaunen?

Da lasse ich Frau Trallafitti zu Wort kommen, die die Aktion auf ihrem Blog leitet:

“Bei den Leselaunen handelt es sich um einen wöchentlichen Bericht über aktuelle Bücher, die momentane Lesestimmung und sonstige Dingen, die einen in der Woche beschäftigt haben.”

Aktuelle Lektüre

Kent Haruf Abendrot

Kent Haruf: Abendrot

Ich habe über dieses Buch inzwischen halbe Romane geschrieben, zum Beispiel bei dem ‘Leselaunen’-Beitrag letzer Woche. Ich sitze einfach schon eine Weile daran, obwohl es mir sehr gut gefällt!

Es ist der zweite Band der “Plainsong”-Trilogie von Kent Haruf. Der erste wurde unter dem Titel “Lied der Weite” ins Deutsche übersetzt (großartiges Buch!), “Abendrot” ist der zweite Band, und der dritte Band “Benediction” wurde noch nicht ins Deutsche übersetzt. Den werde ich mit Sicherheit auch noch lesen, wenn er erscheint.

Meine Rezension zu “Lied der Weite”.

Holt, eine Kleinstadt im Herzen Colorados. Jeder der Einwohner hier hat sein Päckchen zu tragen. Und jeder von ihnen ist bemüht, dem Leben einen Sinn abzutrotzen. Zwei alte Viehzüchter müssen den Wegzug ihrer Ziehtochter verkraften. Ein Ehepaar kämpft ums schiere Überleben – und um die Kinder, die man ihnen wegnehmen will. Und zwei Teenager sehnen sich nach Abenteuern fernab von Holt. Aber dann gerät das Leben aller komplett aus den Fugen – und sie begegnen einander neu.”

(Klappentext)
Totwasser

Julia Hofelich: Totwasser

Dieses Buch lesen wir gerade mit unserem Krimilesekreis. Ich bin etwas hin- und hergerissen, was das Buch betrifft!

Die Protagonistin Linn Geller hatte vor geraumer Zeit einen schweren Autounfall, der ihr Bein zertrümmert und ihr Gesicht zerschnitten hat. Nach dem, wie sie in den ersten 12 Kapiteln über sicher selber denkt und wie andere Menschen auf sie reagieren, bin ich davon ausgegangen, dass sie im Gesicht vollkommen entstellt ist – zum Beispiel vertritt sie als Anwältin ein Topmodel und denkt sich, dass die Zeitungen bestimmt schreiben werden: “Die Schöne und das Biest”.

Jemand nennt sie ein “hässliches Mietmaul”, ein Staatsanwalt sagt ihr, “Schönheit ist flüchtig, aber das brauche ich ihnen ja nicht zu sagen”, ihre Klientin, die des Mordes angeklagt im Gefängnis sitzt und eigentlich andere Sorgen hat, spricht als allererstes Linns Narbe an, auch andere Menschen schauen erst nur auf die Narbe und dann erst in ihre Augen…

Und dann denkt Linn im 13. Kapitel darüber nach, dass die Narbe dank OPs und Laserbehandlung inzwischen zu einem dünnen rosa Strich verblasst” ist.

Hallo?! Und deswegen reagieren die Menschen so auf sie, wirklich?

Wenn es nur um Linns eigenen Gedanken ginge, würde ich sagen, sie hat auf Grund des Traumas einfach ein gestörtes Selbstbild, aber es wird ja wieder und wieder angesprochen, wie andere auf sie reagieren. Es gibt auch andere Dinge, die ich ein wenig fragwürdig finde – zum Beispiel, dass sie sich als Anwältin öfter auf Hinweise und Zeugen stützt, die bestenfalls fragwürdig sind. Auch, wenn sie damit den Fall aufklären sollte (so weit bin ich noch nicht, aber ich vermute es), erscheint mir das Verhalten für eine Anwältin unrealistisch.

Gleich die erste Mandantin ihrer neugegründeten Kanzlei stellt die Anwältin Linn Geller vor gewaltige Probleme: Grace Riccardi ist wild entschlossen, den Mord an ihrem Ehemann zu gestehen – ein gefundenes Fressen für den Staatsanwalt. Linn findet jedoch bei genauerem Hinsehen Hinweise auf die Unschuld ihrer Mandantin. Aber warum sollte eine Unschuldige freiwillig ins Gefängnis gehen? Oder ist Grace Riccardi doch die Mörderin? Linn beginnt auf eigene Faust zu ermitteln, nicht ahnend, wie nahe sie dem Bösen kommen wird und dass sie selber von der Jägerin zur Gejagten wird …

(Klappentext)

Momentane Lesestimmung

Ich lese im Moment wie eine Schnecke. Zum Beispiel lese ich schon seit zwei Wochen in “Abendrot”, was ich mit 416 Seiten normalerweise in etwa vier Tagen schaffen würde. Aber gut, das gibt sich bestimmt auch mal wieder… Ich muss einfach mal ein paar reine Leseabende einplanen.

Leseplanung

Das kleine Buch der großen FragenIch bringe dir die  NachtEllen Sandberg Der VerratNichts weniger als ein Wunder

Zitat der Woche

“Lange kniete er neben ihm, reglos, ein alter Mann und sein alter Bruder, nebeneinander auf der weichen Erde einer Koppel, unter einem verhangenen Oktoberhimmel.

Kent Haruf: Abendrot

Meine Blogbeiträge dieser Woche

[ Mittendrin Mittwoch ] Zurück in Holt, Colorado
[ Quer durch den Genre-Garten ] Buchneuerscheinungen Februar 2019
[ Neuzugänge ] Buchneuzugänge im Februar 2019
[ Das Köfferchen ] Besuchte Blogbeiträge KW 5 2019
[ Rezension ] Jenny Erpenbeck: Gehen, Ging, Gegangen

Und sonst so?

Nächste Woche trifft sich unser Krimilesekreis wieder, und am Mittwoch gehe ich auf eine Lesung von Linus Geschke. Von dem habe ich zwar noch nichts gelesen, seine Krimis und Thriller sind mir aber schon oft empfohlen worden!

Wie war die Woche bei euch so?

Teile diesen Beitrag:
Liebe Grüße,
Signatur Mikka
Loading Likes...

2 thoughts on “[ Leselaunen ] Leserückblick KW 05 2019

  1. Liebe Mikka,
    derzeit bin ich auch in einer kleinen Leseflaute liegt aber an dem was mich letzte Woche Montag ereilte, was mich ziemlich aus der Bahn worf. Leider.

    Abschied nehmen, egal von wem, und vor allem wenn es um den Tod geht, ist das schlimmste was ich bisher wahr nahm 🙁 und das ist auch das, was am meisten schwer fällt.
    Aber ich weiß ja bei dir liegt das oft an etwas anderem, deswegen hoffe ich sehr, das es nicht schon wieder einen ganz gemeinen Schub bei dir gab.
    Sei lieb gegrüßt und übrigens auf das Buch von Markus Zusak bin ich sehr sehr sehr gespannt, wenn du es rezensiert hast, sag gerne Bescheid.
    Liebe Grüße
    Nicole

Comments are closed.