“Der Wunderplaner”: Selbst-Test, Woche 1

Der Wunderplaner Cover

Ein Rezensionsexemplar des Buches wurde mir von BoD (Books on Demand) im Auftrag der Autorin zur Verfügung gestellt.

© Cover ‘Der Wunderplaner’: Tina Achtermeier
© Foto: A.M. Gottstein

Was ist der Wunderplaner?

“Du steckst in einer Krise – und Dir kann nur noch ein Wunder helfen? Dann nimm es doch selbst in die Hand und plane Dein eigenes Wunder. Der Wunderplaner hilft Dir dabei Schritt für Schritt raus aus Deiner Krise – hin zu Deinem persönlichen Wunder. Dieses Buch vereint das klassische Journal mit zielführenden, erprobten Coachingsübungen – aufgeteilt in sieben intensiven Kapiteln und einer zusätzlichen Special Week. Jede Woche baut auf die Ergebnisse der Vorwoche auf. Dabei wird jeweils der Fokus auf ein anderes Schwerpunktthema gesetzt. Diese sieben Kapitel bestehen aus wöchentlich wechselnden Übungen und Aufgaben, die aus der Komfortzone locken. Es gibt jede Woche wertvolle Impulse zum Nachdenken und Tipps und Tools für den Alltag. Wirkungsvoll und einfach in der Umsetzung. Bist Du bereit für Dein Wunder?”

(Klappentext)

Dies ist keine Rezension, sondern ein Erfahrungsbericht.

Aber erstmal ein bisschen zum Wunderplaner: Tina Achtermeier ist eine Frau, die weiß, wovon sie spricht, wenn sie sagt, dass Wunder möglich sind. Denn als sie 40 Jahre alt war, wurde ihr vom Arzt gesagt, sie habe Brustkrebs, der Krebs habe schon gestreut, eine Heilung sei unwahrscheinlich bis unmöglich. Und doch ist Tina noch hier, und sie hat sich ihre eigene Methode zusammengestellt, um eigene Wunder in Erfüllung zu bringen.

Als sie in Kontakt mit mir trat und ich das hörte, musste ich erstmal schlucken. Meine Güte. Ich kann mir kaum vorstellen, wie viel Kraft dieser Kampf gekostet haben muss!

Und dann war die Frage, ob ich den Wunderplaner ausprobieren will, und ich dachte: was könnte denn mein Ziel sein? Vielleicht, mein Leben endlich mal wieder achtsamer zu leben, mehr im Hier und Jetzt, mit weniger Social Media und Youtube? Aber da war ich eigentlich schon auf dem besten Weg, denn seit einiger Zeit meditiere ich jeden Tag, habe einiges an digitalen Versuchungen gelöscht, vieles einfacher gestaltet, der digitale Detox geht voran. Aber da gab es diese eine Sache, an der ich seit einem halben Jahr arbeite, ohne Erfolg…

Mein Wunder ist ein vergleichsweise bescheidenes.

Es kam mir erst richtig albern vor, geradezu frivol… Da muss ich jetzt erstmal ein bisschen in die Vergangenheit reisen. Als Jugendliche und junge Frau habe ich oft Träume gehabt, in denen ich wusste, dass ich träume. Und weil ich das wusste, konnte ich sie ein Stück weit steuern und in den Träumen die tollsten Dinge erleben – da ist alles möglich, nur die eigene Vorstellungskraft ist das Limit! Ich habe diese Träume geliebt und hatte damals keine Ahnung, dass es dafür einen Namen gibt: Lucid Dreaming oder Klartraum. Ich dachte, jeder hat solche Träume.

Dass es das wirklich gibt, wurde schon in den 70ern von den Traumforschern Stephen LaBerge und Keith Hearne bewiesen. An den Gehirnströmen kann kann man tatsächlich sehen, wann jemand träumt, und wann er dieses Land zwischen Traum und Wirklichkeit betritt, in dem man zwar noch träumt, aber sich dessen bewusst ist.

Vor kurzem, dieses Jahr erst, ist es Kognitionswissenschaftlern das erste Mal gelungen, mit Klarträumern in zweiseitiger Kommunikation in Kontakt zu treten – durch codierte Lichtsignale wurden einfache Matheaufgaben gestellt (z.B. 6 minus 2), die die Träumer dann durch Augenbewegungen beantworteten. Denn die Augenmuskeln sind die einzigen, die im Schlaf nicht vom Gehirn ruhiggestellt werden, damit wir Bewegungen im Traum nicht in Wirklichkeit ausführen und uns damit vielleicht verletzen!

Klarträume werden übrigens sogar in der Psychotherapie verwendet, denn im Klartraum kann man sich ja zum Beispiel ohne Gefahr den eigenen Ängsten stellen oder schwierige Situationen vorher schon üben.

Ok, was genau soll denn jetzt mein Wunder sein?

Vor etwa zehn Jahren wurden meine Medikamente umgestellt – und es hörten nicht nur die Klarträume auf, auch an andere Träume konnte ich mich nicht mehr erinnern. Alles weg. Und das hat mir richtig wehgetan, aber ich hab’s runterschluckt, waren ja nur Träume. Aber ganz ehrlich? Ich hab sie vermisst, und im Rückblick bin ich mir ziemlich sicher, dass mir diese Traumlosigkeit auch nicht gut getan hat. Das Gehirn denkt sich ja was dabei, dass wir Träume haben.

Vor einem halben Jahr bin ich zufällig über das Thema “Lucid Dreaming” gestolpert und war bass erstaunt. Es gibt viele Leute wie mich, die Klartäume haben ohne etwas darüber zu wissen! Und noch besser: es gibt andere, die sich das antrainieren! Da gab’s für mich kein Halten mehr… Ich habe mich auf alles Material dazu gestürzt, was ich finden konnte. Da gibt es seriöse Quellen, aber auch Scharlatane, die dir das Blaue vom Himmel versprechen. (Letztere habe ich direkt aussortiert.)

Jedenfalls stimmen die seriösen Quellen darin überein, dass du auch an deiner mentalen Gesundheit arbeiten musst, wenn du Klarträume haben willst. Dass du bewusst leben musst, Dinge kritisch hinterfragen. Meditation wird empfohlen, um die nötige Ruhe in deine Gedanken zu bringen.

“Projekt Lucid Dream” Phase 1:

Da habe ich mein Leben umgekrempelt, und ich habe mir auch genau die Medikamente angeguckt, die ich seit zehn Jahren schlucke, ob ich die wirklich noch alle brauche. (Ich rede jetzt nicht von den Medikementen für meine Multiple Sklerose, die werde ich immer brauchen.) Da waren welche dabei, da stand in den Nebenwirkungen, dass sie die REM-Schlafphase signifikant verkürzen — und das ist die Schlafphase, in der man träumt! Das erklärt natürlich, wo meine Träume hin sind…

Nach Absprache mit meinen Ärzten haben wir zwei meiner Medikamente in winzigen Schrittchen deutlich reduziert, und es geht mir in vielerlei Hinsicht besser! Vor allem: ich habe wieder Träume. Aber Klarträume hatte ich erstmal nicht. Es gibt zig Techniken, mit denen man versuchen kann, sich das Klarträumen anzutrainieren, das erfordert vor allem Ausdauer und Übung. Aber auch nach einem halben Jahr fleißig Lernen und Üben hatte ich kein Glück.

Und da kommt der Wunderplaner ins Spiel! Der ist ein Workbook für sieben Wochen, mit dem du dir erarbeiten kannst, wo du gerade bist, wie es dich genau hierhin verschlagen hat, was genau du von deinem Wunder eigentlich willst, was du tun kannst, wie du dir Hilfe suchst und tatsächlich in die Pötte kommst.

Und was soll ich sagen…

Ich bin gerade erst in Woche 1, und ich hatte letzte Nacht einen Klartraum! Vielleicht schreib ich den in einem Extra-Beitrag noch auf, dieser Beitrag hier ist eh schon so lang… Zufall? Glück? Einfach nur das Resultat meiner bisherigen Recherche und Übungen? Keine Ahnung, aber es ist wie es ist: ich hatte nicht nur einen langen Klartraum, ich hatte auch eine ziemlich gute Traumkontrolle, und das ist erstaunlich.

Jedenfalls geht es jetzt um die nächste Stufe meines Wunders: ich will regelmäßig klarträumen, und ich will in den nächsten sieben Wochen gut genug darin werden, um an den internationalen Klartraum-Spielen teilzunehmen! Zum Beispiel läuft zur Zeit ein “Capture the Flag”-Spiel: derjenige, der gerade die “Flagge” hat (es gibt natürlich keine echte Flagge, nur eine imaginäre), muss diese Flagge in einem Klartraum an einem Ort seiner oder ihrer Wahl aufstellen und das dann im Forum verkünden. Dann versuchen alle, davon zu träumen, die Flagge zu finden, und so weiter. Die Flagge war schon auf der Titanic, in der Glühwürmchen-Höhle Waitomo in Neuseeland, auf dem Mond… (Das geht nach dem Ehrenprinzip, wir vertrauen darauf, dass keiner mogelt.)

TitelDer Wunderplaner: Ich liebe es, wenn mein Plan funktioniert
Originaltitel
Autor(in)Tina Achtermeier
Übersetzer(in)
Verlag*BoD
ISBN / ASIN9783752899764 (Paperback)
Seitenzahl*208
Erschienen im*März 2021
Genre*Ratgeber
bezieht sich auf die abgebildete Ausgabe des Buches

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3 Replies to ““Der Wunderplaner”: Selbst-Test, Woche 1”

  1. Hey Mikka,
    das werde ich mal weiter verfolgen. Sehr spannend! Stellst du das Buch am Ende auch noch ein bisschen vor, oder kommt das eventuell während deines Selbstversuchs?
    Hab einen schönen Abend
    LG
    Yvonne