[ Das Köfferchen ] Besuchte Buchblogs KW08 2021

Das Köfferchen

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Ich schwöre, die Wochen werden immer kürzer…

Da will man dieses Buch lesen und jenes, ein Hörbuch hören, eine Zoom-Lesung besuchen und noch ein Bild malen – und schon ist wieder Sonntag. Wenn das mal kein Luxus-Problem ist… Natürlich habe ich zwischendurch auch noch meine Blogrunden gedreht, und die einzelnen Stationen der Reise will ich hier mit euch teilen. Hier kommen also die Beiträge anderer Buchblogs, die ich diese Woche besucht habe:

Frieda Fre

[Link] Alles neu macht der März…

“Nach zwei Jahren und zehn Monaten endet meine außerordentlich steile Karriere als Buchhändlerin. Holterdiepolter hat es sich ergeben, es ging Schlag auf Schlag und ab nächste Woche bin ich Bibliotheksangestellte im öffentlichen Dienst und arbeite in Vollzeit. Wow.”

Ich bin schon gespannt, was Selene alias Frieda uns aus ihrem neuen Berufsfeld berichten wird! Als Titelbild des Beitrags zeigt sie uns den letzten Einkauf in “ihrer” Buchhandlung – lesetechnisch wird es in nächster Zeit bei ihr wohl dystopisch werden.

crimenoir

[Link] Doug Johnstone: Der Bruch

“Empathie, nicht Gefühlsduselei, ist es, was “Der Bruch” ausmacht. Dadurch berührt der Autor, der die Geschichte eines Jugendlichen erzählt, der versucht, sich selbst zu finden und treu zu bleiben.”

Das klingt nach einem Buch, das auf die bestmögliche Art berührt und bewegt – ohne Betroffenheitskitsch. Es kommt auf jeden Fall mal auf meine endlose Wunschliste…

Im Buchwinkel

[Link] „Wie schreibe ich divers? Wie spreche ich gendergerecht? Ein Praxishandbuch“

“Vieles in diesem Praxishandbuch war auch für mich neu, manches sehr ungewohnt, aber genau darum geht es ja: „Sprache wird von allen überall und immer verwendet – und kann kontinuierlich neu gestaltet werden“ (S.16). Also, warum nicht damit anfangen? Es geht ja auch gar nicht darum, auf einmal nur noch gendergerecht zu kommunizieren. (…) Aber mehr Verantwortung für das eigene Sprachhandeln übernehmen und reflektieren, wie mensch manchmal diskrimierend und ausschließend kommuniziert – das wäre doch ein guter Anfang.”

Ich weiß, dass das Gendern für viele ein heißes Eisen ist, ein Unding, ein Verbrechen an der Sprache… Aber ich denke auch: Sprache ist fließend, sie kann und muss sich verändern, mit Entwicklungen mitwachsen.

Vielleicht ist es einem Teil meiner Leser*innen aufgefallen, dass ich mich in der letzten Zeit bemüht habe, inklusiver zu formulieren, obwohl ich immer noch oft automatisch in das generische Maskulinum verfalle… Und ich habe aus diesem Beitrag schon wieder was mitgenommen, was ich für mich persönlich hilfreich finde. “Der*die Leser*innen” las sich für mich immer sperrig, da finde ich “dier* Leser*innen” angenehmer.

Das Buch kommt mal auf die Leseliste.

Kejas Wortrausch

[Link] „Heilige und andere Tote“ | Jess Kidd

“Eine Autorin deren Veröffentlichungen ich alle lesen werde! Zwei Bücher gelesen, zweifach begeistert, ein wundervoller Schreibstil. Unverwechselbar skizziert sie bildgewaltige und atmosphärische Szenen, die mich vollends für sich einnehmen.”

Ach, die Rezension klingt einfach wunderbar… Von der Autorin wartet “Die Ewigkeit in einem Glas” hier schon darauf, gelesen zu werden, aber es klingt so, als sollte ich auch ihre anderen Bücher pronto auf die Leseliste setzen!

literaturleuchtet

[Link] Ulrike Draesner: Schwitters Penguin Verlag

“Den Roman darf man sich nicht als Künstlerbiographie vorstellen. Es geht eher um den Mensch Kurt, seine Beziehungen und um die Flucht vor den Nazis ins Exil. In Hannover konnte er nicht bleiben. Seine Kunst wurde in den Ausstellungen „Entartete Kunst“ gezeigt.”

Rinnzekete bee bee nnz krr müü? Rakete bee bee!!!

Ich kann mich erinnern, dass wir im Deutschleistungskurs eine Aufnahme der “Ursonate” von Schwitters gehört haben, und ich war verwirrt, aber ungemein fasziniert. Auch “An Anna Blume” haben wir gehört, das hat mich allerdings nicht ganz so nachhaltig beeindruckt.

Das Buch würde mich gerade wegen der experimentellen Sprache von Ulrike Draesner interessieren – obwohl ich mir vorstellen kann, dass sie den Lesefluss manchmal etwa zum Stocken bringt!

leseschatz

[Link] Merle Kröger: „Die Experten“

“Es beginnt wie ein guter Familienroman, der sich dann immer mehr zu einem dokumentarischen Thriller verwandelt. Alles ist sehr gekonnt vereint. Die zentralen Charaktere und deren Handlungsverläufe wurden in geschichtliche Ereignisse gesetzt und somit ist dieser Roman ebenfalls ein historischer Roman. Das umfangreiche Quellenverzeichnis belegt den Wahrheitsgehalt und die gute Hintergrundrecherche.”

Das klingt wirklich nach einer sehr gelungenen Kombination von Fakt und Fiktion! Hach je, meine Wunschliste ist doch eh schon so lang…

letusreadsomebooks

[Link] Samanta Schweblin – Hundert Augen

“Samanta Schweblins Hundert Augen ist ein spannender und kurzweiliger dystopischer Roman, der unseren heutigen Umgang mit den sozialen Medien klug weiterspinnt, aber leider keinen dauerhaft bleibenden Eindruck hinterlässt.”

Ich habe inzwischen schon öfter gehört, dass der Roman das Potential seiner Grundidee leider nicht komplett ausschöpft. Dennoch würde ich gerne mal reinlesen und habe mir das eBook in der Onleihe schon mal auf die Warteliste gesetzt.

Ich hoffe, da war etwas dabei, was euch auch interessiert?

Ansonsten habe ich auch immer ein offenes Ohr für Tipps, welche Buchblogger ihr besonders gerne lest!

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