[ Das Köfferchen ] Besuchte Buchblogs KW04 2021

Das Köfferchen

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Beinahe hätte es diese Woche kein Köfferchen gegeben…

Wie ist es nur möglich, dass man wegen Corona den ganzen Tag zuhause ist und trotzdem dauerbeschäftigt? Ein Zoom-Meeting hier, ein Zoom-Meeting da, gemeinsam auf Telegram oder Discord über Bücher sprechen oder auf Instagram IGTV zusammen malen… Irgendwie kommt es mir vor, als hätte ich mehr soziales Leben als VOR Corona, sehr schräg.

litrobona

[Link] Über Menschen und Maschinen: Im Gespräch mit Raphaela Edelbauer

“”Das wollte ich einfach literarisch und auch bis zu einem gewissen Grad philosophisch behandeln, und zwar auf eine Art, die NICHT Technik verwendet in einer Weise, wie es sie noch nicht gibt oder wie sie spekulativ ist, also wie es eigentlich klassische Science Fiction macht (…), sondern auf eine Art, die heute schon so stattfinden könnte, eigentlich.””

Ein spannendes Interview zu einem Buch, das ohnehin schon auf meiner Wunschliste steht! Ich war von Raphaela Edelbauers Debütroman, “Das flüssige Land”, sehr begeistert. Außerdem habe ich vor vielen Jahren mal im Rahmen meines Studiums der Computervisualistik zwei Semester Robotik und Künstliche Intelligenz belegt – mich interessiert einfach, was da möglich ist oder mal möglich sein könnte.

Nordseiten

[Link] Glennon Doyle – Ungezähmt

“Die Probleme und die Hindernisse, denen sie sich stellen muss, scheinen mir Teil der amerikanischen, puritanisch geprägten Kultur zu sein. Das bedeutete für mich häufig, dass ich ihre Probleme nur sehr schwer nachvollziehen und und ihre Befreiungsschläge nur wenig in ihrer Bedeutung wertschätzen konnte. Sprich, ich dachte sehr oft augenrollend: Das ist wirklich ein Problem für dich? Darüber hast du vorher wirklich noch nie nachgedacht?”

Diese puritanische Kultur scheint mir oft geradezu befremdlich, wenn sie mir in den Videos amerikanischer Youtuber direkt oder indirekt begegnet. Sie wirkt so ungeheuer einschränkend, als ginge man freiwillig mit Scheuklappen und Fußfesseln durchs Leben. Daher reizt mich auch “Ungezähmt” nicht mehr.

Circlestone’s Books

[Link] Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid – Alena Schröder

“In diesem Familien- und Generationenroman geht es um die Vergangenheit und Raubkunst, vor allem jedoch um Mütter und ihre Töchter, um die Probleme von Frauen, die schon in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ein eigenständiges, beruflich erfolgreiches Leben führen wollten, was nur schwer mit ihrer Mutterrolle vereinbar war.”

Ich muss gestehen, ich tue mich mit Generationenromanen oft etwas schwer, aber dieser hier klingt sehr interessant!

Tausendléxi

[Link] > Stummes Echo < von Susan Hill

“Dieser Roman über eine dysfunktionale Familiengeschichte besticht durch seine leisen, fesselnden Töne. Was ganz beschaulich beginnt, wird eine facettenreiche Reise in die Wahrnehmung von Erinnerungen.”

Ich kann mich Sabines Rezension wirklich nur anschließen – “Stummes Echo” war 2019 eines meiner Jahreshighlights. Damals schrieb ich:

“Die Geschichte entwickelt eine stille Wucht, die so bescheiden und dezent daherkommt wie das Titelbild und dennoch etwas Unwiderstehliches an sich hat – vom Umfang her ist sie jedoch wenig mehr als eine Novelle. Das kam mir sehr gelegen, denn nachdem ich die letzte Seite gelesen hatte, dachte ich etwa eine Stunde lang intensiv darüber nach und las das Buch dann direkt ein zweites Mal.”

Literatwo

[Link] Das kann uns keiner nehmen ~ Matthias Politycki

“Tatsächlich ist es natürlich schöner, über Bücher zu schreiben, die man wirklich sehr gern gelesen hat. Aber ich möchte hier nicht aussortieren, sondern ich behalte weiterhin bei, auch mal ein Buch zu kritisieren. Auch die Enttäuschung muss mal an die Luft und ich habe es immer noch nicht ganz verkraftet, was mir mit dem neuen Roman „Das kann uns keiner nehmen“ (HoCa) von Matthias Politycki passiert ist.”

Uiuiui – das Buch steht noch auf meiner Wunschliste… Vielleicht sollte ich es auf die “lieber erstmal aus der Onleihe ausleihen und reinlesen”-Liste setzen.

Lesen macht glücklich

[Link] [Notiz]: Ein Blick in den Bücherfrühling 2021

“Nie zuvor habe ich mich so intensiv mit den Verlagsprogrammen auseinandergesetzt wie im zurückliegenden halben Jahr. Dabei lag der Fokus vornehmlich auf den unabhängigen und kleinen Verlagen, was ich auch im Frühjahr wieder so handhaben werde. So denn, tauchen wir mal ein in die vielfältige Welt der Geschichten, die uns das Frühjahr bescheren wird. Und ich hoffe, es ist nicht zu viel versprochen: Es gibt auch sicher ein paar Titel, die bisher keiner auf dem Schirm hatte.”

Marc verspricht wirklich nicht zu viel – das ist eine sehr interessante Liste mit Büchern abseits des Mainstreams, auch aus kleinen unabhängigen Verlagen.

So, das Köfferchen ist ausgepackt…

Ich hoffe, ich konnte den ein oder anderen bewegen, mit mir auf Blogreise zu gehen!

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