Das Köfferchen

[ Das Köfferchen ] Besuchte Buchblogs #08 2020

Das Köfferchen

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Dann geh ich digital mal wieder auf Reise…

#stayhomestaysafe ist bei meinem Köfferchen ja kein Thema – Ich halte auch mindestens 2 Pixel Abstand.

Atalantes Historien
Dichter-Dogge

Atalante bespricht das Buch “Der Freund” von Sigrid Nunez und fühlt sich von der auf dem Titel abgebildeten Dogge an ein Kindheitstrauma ihre Freundes erinnert. Im Buch geht es anscheinend um Freundschaft und Trauerbewältigung, insbesondere nach einem Selbstmord – und es stellt sich die Frage, wie autobiographisch es eigentlich ist.

“Zum Schreiben gehört das Lesen, auch wenn mancher Schreibschüler das nicht wahrhaben will. Die Ich-Erzählerin beklagt dies in ihrer Rolle als Dozentin ebenso, wie die als Political Correctness getarnte Zensur und den Hype um Star-Autoren.”

So schreibt Atalante in ihrer Rezension, und das macht mich neugierig auf das Buch und stimmt mich gleichzeitig etwas vorsichtig. So oder so eine gelungene Rezension.

Letusreadsomebooks
Haruki Murakami – Kafka am Strand

In der Rezension klingt das Buch schräg, sehr schräg – auf die allerbeste und dennoch irgendwie unbehagliche Art. Ich habe noch nicht viel von Murakami gelesen (tatsächlich nur die Pilgerjahre), habe aber schon lange vor, das endlich mal zu ändern! “Kafka am Strand” oder doch lieber erst “Naokos Lächeln”? Beide liegen hier schon länger…

Sätze & Schätze
Bücherhamstern (12): Goldgefasste Finsternis

“Wurzeln oder vielmehr „Ahnen“ hat das Buch irgendwo zwischen Nestroy und Arno Schmidt, auch bei den Marx Brothers und Georg Kreisler, es speist sich aus dem Mythenfundus der österreichischen Literatur ebenso wie aus den großen Fragen von Kunst und Kultur.”

So schreibt es Florian L. Arnold vom topalian & milani Verlag in seiner Buchvorstellung – eine kühne Aussage, die Neugierde weckt. Ihm und anderen Vertretern unabhängiger und kleiner Verlag gibt der Blog zur Zeit aufgrund der Coronakrise eine Bühne, im ihre Bücher vorzustellen.

Das Buch klingt unglaublich interessant und originell, wenn auch nicht nach etwas, das man lockerflockig nebenher wegliest. Aber das ist ja kein Nachteil, eher im Gegenteil!

Der Büchernarr
[Graphic Novel] Neil Gaimans Niemalsland

Ich kann mich gut erinnern: Da war ich noch in der Ausbildung zur Sortimentsbuchhändlern, “Niemandsland” trudelte als Rezensionsexemplar ein – und außer mir wollte es niemand lesen. Aber wie habe ich dieses Buch geliebt… Hach ja. Später habe ich das englische Original gelesen und die Serie geschaut – und eigentlich wäre es mal wieder Zeit, mich damit zu beschäftigen. Diese feine Rezension hat dazu geführt, das das Graphic Novel direkt mal auf die Wunschliste gewandert ist.

everything and in between
Charlie Jane Anders – Alle Vögel unter dem Himmel

Diese Buch liegt schon Ewigkeiten auf meinem SUB. Oder liegt es da gar nicht mehr? Habe ich es irgendwann verschenkt oder in den öffentlichen Bücherschrank gestellt? Denn ich habe so vage in Erinnerung, dass ich über das Buch vor längerer Zeit Ähnliches gehört habe, wie in dieser Rezension angesprochen wird: dass es schräg ist, aber vielleicht nicht auf diese gut-schräge Art, die mehr begeistern kann als nicht-schräg.

literaturblog günter keil
Was hat Thomas Mann mit Corona und dem Playboy zu tun?

Wie soll man bei diesem Titel den Artikel nicht anklicken? Und es ist wirklich eine interessante kleine Geschichte, bei der auch die Frage aufkommt, warum Buchhandlungen eigentlich eher wieder aufmachen sollten als Baumärkte.

Travel Without Moving
DER WILDE VON GUILLERMO ARRIAGA

“Der Wilde ist ein stellenweise sehr brutales Buch, wurde jedoch grandios konstruiert, ist durchweg überzeugend, und auf den letzten 150-200 Seiten wird ein so gewaltiger Sog aufgebaut, dass man sich der Geschichte nicht entziehen und das Buch nicht zur Seite legen kann.”

So schreibt Romy es in ihrer Rezension. Da war doch was? Ach ja, huch, das Buch fristet hier ja auch noch ein Schattendasein… Das sollte ich wohl bald mal ändern – sobald ich die noch vorhandenen Rezensionsexemplare durchhabe.

Klappentexterin und Herr Klappentexter
Optimismus in Zeiten des Virus.

Wer jetzt “Corona!” dachte, hat falsch gedacht. Tatsächlich geht es um ein Buch, das ich vor kurzem hier glühend gelobt habe: “Die Optimisten” von Rebecca Makkai. Die Klappentexterin hat diese Geschichte von Liebe und Freundschaft in der Ära der ersten Aids-Erkrankungen offensichtlich ebenso bewegt wie mich.

Meine Rezension zu “Die Optimisten”

SL Leselust
Dave Eggers: Die Parade

Ich lese immer gerne Rezensionen zu Büchern, die ich selber schon gelesen habe – wie auch hier. Andreas bespricht “Die Parade” durchaus positiv, auch wenn er anmerkt: “Auf der Negativseite könnte man diesem Roman eine gewisse Handlungsarmut vorwerfen.”

Ich habe den Roman hier gerade erst rezensiert:
Meine Rezension zu “Die Parade”

literaturblatt.ch
Dave Eggers „Die Parade“, Kiwi

Und nochmal eine Rezension zum selben Buch! Sehr interessant fand ich den Satz: “Dave Eggers Roman ist die Nahaufnahme eines Mannes, der mit sich selbst zu kämpfen hat.” Stimmt, das bringt es wirklich auf den Punkt…

Bücheratlas
Jürgen Heimbach und Lioba Werrelmann siegen beim Glauser-Preis für Kriminalliteratur

Eigentlich hätte der Preis ja auf der Criminale in Hannover verliehen werden sollen. Die konnte wegen der aktuellen Situation nicht stattfinden, der Preis wurde dennoch verliehen, digital. Petra Pluwatsch berichtet in ihrem Beitrag, wer gewonnen hat, und reißt kurz an, wie die Jury das begründet. Den Preis für das beste Debüt erhält Lioba Werrelmann für “Hinterhaus” – ein Buch, das ich hier auch schon begeistert besprochen habe.

Meine Rezension zu “Hinterhaus”

Kanon der Buchblogger

Tobias Zeising vom Blog “Lesestunden” wird vielen als Erschaffer der “Topliste der deutschen Buchblogger” bekannt sein. Nun hat er sich eine neue, interaktive Aktion ausgedacht: eben den Kanon der Buchblogger. Ich zitiere:

“Wer ein wenig sucht, der findet zahlreiche Zusammenstellungen, welche Bücher bedeutsam sind und der gebildete Mensch unbedingt gelesen haben muss. Meistens wurden sie von alten weißen Männern kuratiert, die dann die alt bekannten Klassiker aus dem Hut zaubern. Mit diesem Projekt soll sich das ändern. Ihr, die vielen Buchmenschen, die Vielleser, Buchblogger, Booktuber und Bookstagrammer, die jeden Tag viele Stunden lesen, die in unzählige Geschichten eingetaucht sind, die Bücher lieben und einen ganz aktuellen Blick auf Literatur haben, ihr seid nun gefragt. Der nächste Kanon der Literatur soll von euch kommen.”

Jeder kann bis zum 30.05.2020, 23:59:59 Uhr bis zu 100 Bücher einreichen, das Ergebnis wird später auf “Lesestunden” veröffentlicht. Ich habe mal einen Großteil der Bücher eingereicht, die ich hier als “Buchliebling” bewertet habe.

Die Rezensionen zu allen Bücher der Kategorie “Buchliebling” findet ihr hier.

So, liebe Leute, dann entlasse ich euch mal wieder in die räumliche Distanz – nicht in die soziale, dem Internet sei Dank!

Lest ihr im Moment mehr als sonst, oder könnt ihr euch gerade nicht so gut konzentrieren, weil eure Gedanken um Corona kreisen?

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Liebe Grüße,
Signatur Mikka

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