[ Das Köfferchen ] Besuchte Buchblogs #17 2020

Das Köfferchen

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Ich läute offiziell den Leseherbst ein.

Woran ich das festmache? Ganz einfach: es gibt bei mir zum Lesen jetzt wieder Tee – im Sommer habe ich auf Tee meist keine rechte Lust. Aber hier ist es im Moment richtig kühl und regnerisch, das ist perfektes Wetter für Tee und ein gutes Buch!

Leselust

Lesemonat | August

“Der August war für mich ein richtig guter Lesemonat. Ich habe viel gelesen, und auch richtig viel richtig Gutes. Nur mit dem SuB Abbau hat es nicht so richtig klappen wollen. Aber dafür habe ich eine SuB Leiche gelesen. Und was Qualität und Quantität angeht, kann es von mir aus gern so weiter gehen.

Bei Julia sind viele Bücher eingezogen, dafür hat sie aber auch viele gelesen! Eine interessante Auswahl an Gelesenem und Neuzugängen.

Zum Beispiel sind bei ihr “Topeka Schule” und “Normale Menschen” eingezogen, die ich auch noch lesen möchte, und eines ihrer Monatshighlights ist “Daisy Jones and the Six” , was bei mir auch auf der Wunschliste steht.

the lost art of keeping secrets

Schwarzpulver

“Das Debüt der Österreicherin Laura Lichtblau zeigt eine unheimliche Tendenz: Bürgerwehren machen Stimmung. Ein Sturm auf das Reichstagsgebäude? In Lichtblaus Roman auf jedem Fall im Rahmen des Möglichen. Die Radikalisierung der vermeintlich normalen Menschen, die zur Katastrophe führt, wirkt deshalb noch überzeugender.”

Sturm auf das Reichstagsgebäude? Wie war das, da war doch gerade was in Berlin… Eva spricht in ihrer Rezension von Dystopien als Stimmungsmesser für gesellschaftliche Entwicklungen und legt den Finger damit genau auf die Ursache, warum diese für den Leser so interessant sind.

Die Meinungen, die ich bisher zu diesem Buch gehört habe, bestärken mich darin, es unbedingt lesen zu wollen – und auch Evas sehr gut geschriebene Rezension gehört dazu.

Der Büchernarr

Rückblick auf die Monate Juli und August 2020

“Da wollte ich den Blog für mehrere Wochen in die Sommerpause schicken, da erreichten mich unerwartet ein paar Rezensionsexemplare, mit denen ich schon gar nicht mehr gerechnet hatte.”

Frank hat 10 Romane gelesen, plus einige Graphic Novels und Comics, ein Kunstbuch und ein Kinderbuch. Eine interessante, vielfältige Auswahl!

Bei einem der Bücher (“Ermordung des Glücks”) sind wir uns in der Bewertung zwar nicht einig – er fand es furchtbar, ich fand es großartig –, aber das Schöne an Literatur ist ja gerade, dass aus Buch und Leser immer eine einzigartige Mischung entsteht.

Ruth liest

Charles Lewinsky: Der Halbbart

“Charles Lewinsky erzählt die alte Geschichte von der nicht endenden wollenden Gewalt aus der Perspektive des Kindes passend zur Kulisse des 14. Jahrhunderts.”

Ruth stellt hier eines der Bücher auf der Longlist des Deutschen Buchpreises vor – ehrlich gesagt eines, das mich bisher noch nicht persönlich angesprochen hat…

Lesendes Federvieh

Weiß | Han Kang

“Mit geradezu außergewöhnlich berührender Poesie erzählt Han Kangs „Weiß“ von persönlicher Trauer, innerem Schmerz sowie der Heilsamkeit von Literatur und brilliert dabei mit großartigen sprachlichen Bildern unter dem Deckmantel der koreanischen Trauerfarbe weiß.”

“Weiß” muss ich auch unbedingt noch lesen. “Menschenwerk”, “Die Vegetarierin” und “Deine kalten Hände” der Autorin haben mich gleichermaßen verstört wie berührt – ihre Bücher sind zum Teil ganz unteerschiedlich, aber alle auf ihre Art großartig.

Kathis Rezension macht direkt wieder richtig Lust auf das Buch, auch wenn es sicher wieder an die Substanz gehen wird…

letteratura

Ungleiche Chancen – Deniz Ohde: Streulicht

“Oftmals scheint sich die Ich-Erzählerin, die aus zeitlicher Entfernung über ihre Kindheit und Jugend voller Benachteiligung berichtet, vom Geschehen zu distanzieren, sie deutet an und lässt aus, nimmt sich Zeit für Beschreibungen. Begebenheiten, die starke Gefühle bei ihr auslösen, vermittelt sie in starken Sprachbildern.”

Das Buch steht ohnehin auf meiner Wunschliste (ich habe es auf Netgalley schon angefragt), und diese Rezension klingt so, als könne es meine Erwartungen mehr als erfüllen.

Querleserin

Annette Mingels: Dieses entsetzliche Glück

“Neben vielen traurigen Geschichten und tragischen Situationen scheinen immer wieder diese Momente auf, in denen alles vollkommen ist und die mich als Leser*in berührt haben.”

Tina beschreibt ihren Eindruck von diesem Roman, bei dem sich scheinbar die Frage stellt: ist es überhaupt ein Roman, oder eine Sammlung von Kurzgeschichten?

Ich bin noch unschlüssig, ob das etwas für mich wäre – ich ziehe eine durchgehende Handlung, die die verschiedenen Kapitel eng verbindet, normalerweise vor.

@digitur

Goodreads – ein Selbstexperiment

“Hat so ein Dokumentierungssystem einen Einfluss auf das Leseverhalten? Liest man mehr oder weniger? Schneller oder langsamer? Um diese Fragen zu beantworten, lud ich mir Anfang Januar die Goodreads-App auf mein Smartphone runter und setzte mir ein Jahresziel von dreißig Büchern.”

ich benutze Goodreads seit Eeeeewigkeiten, nutze es aber sicher nicht so umfassend, wie ich könnte! Früher war ich dort mal eine Zeitlang in diversen Gruppen aktiv, aber seit ein paar Jahren trage ich eigentlich nur noch ein, was ich lese, und poste danach meine Rezension.

Ich habe irgendwie ein bisschen Übersättigung, weil es inzwischen so viele Plattformen gibt! Ich bin bei Lovelybooks, WhatchaReadin‘, Was liest du?, Goodreads, außerdem bei diversen sozialen Medien… Aber Evelyns Beitrag hat mich daran erinnert, dass ich das ohnehin mal reduzieren wollte und mich nur auf ein oder zwei davon konzentrieren. Ich glaube, ich werde euch meine Entscheidung dann auch in einem Beitrag mitteilen.

Literaturgarten

Meine Rezension zu… “Elbwärts” von Thilo Krause

“Heimweh, Fernweh, Sehnsucht sind Begriffe , die ich mit dem neuen Roman von Thilo Krause verbinde. Der Autor erzählt poetisch als Ich-Erzähler, in wunderschönen lyrischen Satzfragmenten von seiner Suche nach sich selbst, der vergangenen Kindheit, den Beziehungen zu Freunden und der engsten Familie, die aus seiner Kleinen, einer vierjährigen Tochter und seiner Ehefrau Christina besteht.”

Eine sehr schöne Rezension, die wirklich Neugier auf das Buch weckt. Es klingt sehr interessant, und ich habe eine echte Schwäche für lyrische Schreibstile!

Frauenleserin

Ankündigung: „Frauenleserin“ wird noch weiblicher

Gendergerechte Sprache ist ein interessantes Thema. Kerstin entscheidet sich auf ihrem Blog für das generische Femininum statt des üblichen generischen Maskulinums.

Ich persönlich entscheide mich meist für die Form “Leser:innen” oder “Leser*innen”, wenn ich beide Geschlechter einschließen will.

Seid ihr Tee- oder Kaffeetrinker – oder mit was macht ihr es euch beim Lesen gemütlich?

Ich geh jetzt mal die Teebox plündern…

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4 Replies to “[ Das Köfferchen ] Besuchte Buchblogs #17 2020”

  1. Liebe Mikka, danke dass Du meine Blog und einen Teil der Rezi verlinkt hast verlinkt hast – und ich habe für mich neue Blogseiten hier kennengelernt! Danke!

    GLG Angela vom Literaturgarten