Das Köfferchen

[ Das Köfferchen ] Besuchte Buchblogs #16 2020

Das Köfferchen

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Ein Mini-Köfferchen – Handgepäck?

Irgendwie war ich diese Woche so viel mit Lesen, Heraussuchen der für mich interessantesten Neuerscheinungen und Twittern beschäftigt, dass ich nur sechs Beiträge besucht habe!

Denn ich habe Twitter lange sehr stiefmütterlich behandelt, dort eigentlich nur meine Blogbeiträge geteilt und sonst nichts. Aber ich habe beschlossen, da mal aktiver zu werden – in der Hoffnung, dass sich interessante Diskussionen ergeben und ich auf interessante Blogs aufmerksam werden.

[Link] Mein Twitter – Kommt mich gerne besuchen oder lasst mir euren Link da!

Jetzt aber zu den Beiträgen!

Der Büchernarr

[Abgebrochen] Ermordung des Glücks

Es ist immer wieder hochinteressant, wie unterschiedliche dasselbe Buch bei verschiedenen Leser*innen ankommt! Frank hat sich so sehr mit einem meiner Lieblingsbücher gequält, dass er es abgebrochen hat – was für mich völlig ok ist, wir müssen nicht alle das Gleiche mögen!

Frank spricht von Durststrecke und fehlender Spannung. Ich hatte in meiner Rezension geschrieben:

“Atemlose Spannung? Das kommt wohl drauf an, wie man Spannung definiert, was man von einem spannenden Roman erwartet. Serienmörder, Blutgelage, Verfolgungsjagden? Fehlanzeige. Die Spannung in “Die Ermordung des Glücks” kommt leise und unaufgeregt daher.”

und

“Die Aufklärung erscheint fast nebensächlich, es ist ohnehin niemandem damit geholfen – als wäre es von Anfang an gar nicht darum gegangen, sondern um die Trauer, den Selbstbetrug, das ganze Kaleidoskop menschlicher Emotionen.”

Aber ich fand das großartig! Ich liebe die düstere Poesie des Schreibstils, ich liebe die Charaktere, ich liebe, wie tiefgründig die Emotionen durchleuchtet werden. Für mich sind die Bücher von Friedrich Ani tatsächlich echte Highlights.

[Link] Meine Rezension zu “Ermordung des Glücks”

Travel without Moving

Die Stadt der Blinden von José Saramago

“Saramagos Roman ist anspruchsvoll und von Anfang bis Ende fesselnd, ohne dass der Literatur-Nobelpreisträger des Jahres 1998 ausschweifend, kompliziert oder blumig schreibt. Die Stimmung im Buch ist dabei unheilvoll und düster, wobei der Roman im Verlauf immer gespenstischer und bedrückender wird.”

Ich kann mich daran erinnern, dass ich im ersten Ausbildungsjahr als Sortimentbuchhändlerin war, als das Buch auf Deutsch erschien. Eigentlich wollte ich es unbedingt lesen, aber wie so viele Bücher ist es dann doch wieder in Vergessenheit geraten, weil es immer so viele tolle Neuerscheinungen gibt… Ich kann mich auch erinnern, dass ich das Buch lesen wollte, nachdem Saramago in meinem dritten Ausbildungsjahr den Nobelpreis erhielt. Wieder nicht passiert.

Nun ja, ich habe mir das Buch jetzt mal dick und fett auf meine Leseliste gesetzt – muss aber noch ein bisschen warten, weil ich erst verschiedene Bücher von der Longliste des Deutschen Buchpreises lesen will.

leseschatz

Christine Wunnicke: „Die Dame mit der bemalten Hand“

“Mit feiner Ironie und ganz viel Poesie ist dieser Roman ein Eintauchen in eine reale und doch fantastische Welt.”

Dem Buch bin ich natürlich schon auf der Longlist des Deutschen Buchpreis begegnet und war gespannt auf die ersten Rückmeldungen von Bloggern, denen ich folge. Diese Rezension macht Lust darauf, das Buch auch zu lesen – hätte ich mir nur nicht schon so viele Titel der Longlist vorgenommen…

KeJas Wortrausch

„Drei Tage und ein Leben“ | Pierre Lemaitre – Buch trifft Film

Kerstin und Janna vergleichen Buch und Film: werden die Geschichte, die Atmosphäre, die Charaktere gut eingefangen? Zu welchem Fazit die Beiden kommen, dazu müsst ihr den Beitrag lesen – bis zum 31.08. könnt ihr dort auch noch beim Gewinnspiel mitmachen, um möglicherweise Buch oder Hörbuch zu gewinnen.

Ich habe das Buch im Dezember 2017 gelesen und war etwas zwiegespalten. Fand ich den ersten Teil noch dicht geschrieben – das bestechende Psychogramm einer Kleinstadt und des jugendlichen Protagonisten –, war der zweite Teil für mich deutlich schwächer, da der erwachsene Antoine in gewissem Sinne nur noch ein Schatten seiner selbst ist. Aber im Ganzen habe ich keineswegs bereut, das Buch gelesen zu haben!

SL Leselust

Raynor Winn: Der Salzpfad

“Der Salzpfad ist ein literarischer Reisebericht, der vom Nachrichtenmagazin The Times als inspirierendstes Buch des Jahres bezeichnet wird. (…) Die Außenseiterposition der beiden Wanderer intensiviert ihren Bezug zur Naturlandschaft und verändert ihre Sicht auf die Menschen, die ihnen auf ihrem Weg begegnen.”

Annegret Glock rezensiert den außergewöhnlichen Reisebericht zweier Mittfünfziger, Raynor und Moth Winn, die alles verloren haben und beschließen, sich mutig und mittellos den Salzpfad zu erwandern – obwohl Moth an einer degenerativen Nervenkrankheit leidet.

Würde ich mich das trauen? Mich praktisch ohne Seil und doppelten Boden in ein obdachloses Leben zu stürzen und mich dabei vollends auf die Natur einzulassen? Ehrlich gesagt glaube ich, dass ich das nicht könnte… Aber ich bewundere die Traute dieses Ehepaars!

Lesetiefe

Poesie mit Buchtiteln – #005

Mareike sucht sich einen Stapel Bücher zusammen und legt sie aufeinander, so dass es eine Art Gedicht ergibt, wenn man die Titel von oben nach unten liest.

Das erinnert an “Found Poetry”, bei der man Schnipsel aus Zeitschriften und Büchern so zusammenklebt, dass sie ein Gedicht ergeben, oder Wörter auf einer Buchseite so schwärzt und/oder umrandet, dass ein Gedicht herauskommt! Das habe ich schon mal in meinem Artjournal gemacht.

Wie immer würde ich mich über Links zu interessanten Beiträgen freuen!

Ich geh jetzt noch ein bisschen lesen.

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