Monatsrückblicke

#zurückgeschaut : Lesemonat Dezember 2018

Zurückgeschaut Monatsrückblick

© Beitragsbild: KeJas-BlogBuch
© der Cover liegt bei den jeweiligen Verlagen
© Fotos: A.M. Gottstein

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Buchiger Rückblick auf den Dezember 2018

Ich kombiniere meinen Monatsrückblick mit der Aktion #zurückgeschaut, die sich Kerstin und Janna vom Blog KeJas-BlogBuch ausgedacht haben. Es geht dabei um Neuzugänge und die aktuelle Lektüre, Geheimtipps, Highlights oder Flops, Zitate und was einem sonst noch so einfällt…

NewIn = Neuzugängeposts

Es sind zwar nur zwei Neuzugängeposts, aber elf neue Bücher, von denen ich zwei schon gelesen habe:

[ Neuzugänge ] Neues Lesefutter im Dezember 2018
[ Neuzugänge ] Mehr Lesefutter im Dezember 2018

Ich lese aktuell…

Nnedi Okorafor Binti

Dieses Buch schiebe ich schon viel zu lange vor mir her, obwohl es mich eigentlich sehr reizt. Irgendwie kam mir da immer diese Leserunde und jene Rezensionsdeadline dazwischen… Jetzt aber!

Ich habe bisher nur sehr wenige Bücher von afrikanischen Autoren oder Autorinnen gelesen, möchte meinen Horizont da aber ein wenig ausweiten. Nnedi Akorafor ist eine nigerianisch-amerikanische Autorin.

Nnedi Okorafor: Binti

“Ihr Name ist Binti und sie ist die erste Himba, die jemals an der Oomza Universität, einer der besten Lehranstalten der Galaxis, angenommen wurde. Aber diese Möglichkeit wahrzunehmen bedeutet, dass sie ihren Platz innerhalb ihrer Familie aufgeben und mit Fremden zwischen den Sternen reisen muss, die weder ihre Denkweise teilen, noch ihre Bräuche respektieren.”

“Die Welt, deren Teil sie werden möchte, hat einen langen Krieg gegen die Medusen hinter sich und Bintis Reise zwischen den Sternen lässt sie dieser Spezies näherkommen als ihr lieb ist. Wenn Binti das Vermächtnis eines Krieges überleben will, mit dem sie nichts zu tun hatte, wird sie die Gaben ihres Volkes brauchen und die Weisheit, die sich in der Universität verbirgt – aber zuerst muss sie es bis dorthin schaffen, lebendig.”

(Klappentext)

Ich lese was, was du nicht liest…

Aus meiner Rezension:

Matias Faldbakken The Hills

Dieses Buch hat sich auf leisen Sohlen und mit einer großartigen Übersetzung in die deutsche Literatur geschlichen und hätte definitiv mehr Leser verdient – obwohl es sicher nicht jedermanns Sache ist. Im Zweifelsfall einfach mal reinlesen!

Ein Kellner spricht über seinen Arbeitsalltag. Kleinigkeiten verändern sich. Der Kellner gerät völlig aus der Fassung.

So ließe sich die Handlung zusammenfassen, aber das würde der Dramatik der Geschichte nicht gerecht werden. Tatsächlich passiert hier unglaublich viel – wenn auch nur in der Wahrnehmung des Ich-Erzählers, der sich als Teil einer Ära fühlt, die dem Untergang geweiht ist.

Das ist gesellschafts- und medienkritisch, ohne diese Kritik an die große Glocke zu hängen. Und mir hat es auch sehr viel Spaß gemacht.

Matias Faldbakken: The Hills

“Was geschieht, wenn das Gleichgewicht aus den Fugen gerät? Dieser Frage widmet sich Matias Faldbakken in seinem neuen Roman. Den Rahmen bildet ein altmodisches Restaurant namens The Hills, dessen Ursprünge bis ins 19. Jahrhundert zurückreichen. Ein Pianist sorgt für ruhige Hintergrundmusik, die Einrichtung ist klassisch, gediegen. Der Leser wird in ein eigenes Universum eingeführt. Chef, Koch, Kellner: Die Hierarchien sind klar verteilt. Es herrscht eine Mischung aus strikten Routinen und hochsensiblen Umgangsformen. All das gerät ins Wanken, als eine unbekannte Frau ins Lokal kommt. Wer ist die Frau? Was will sie? Nicht nur der Kellner, sondern auch die Stammgäste geraten in Aufruhr.”

(Klappentext)

Monatshighlight

David Whitehouse Der Blumensammler

Dieses Buch fand ich einfach wunderbar geschrieben, bewegend und originell. Aus meiner Rezension:

“Die Charaktere, gute und böse, konnten mich gleichermaßen überzeugen.
Besonders Peter Manyweather hat mich bezaubert – wie dieser bescheidene, etwas ängstliche Mann über sich hinauswächst und ein unglaubliches Abenteuer erlebt, ist in meinen Augen eine grandiose Geschichte.

“Der Blumensammler” erzählt eine bewegende Geschichte, die zwar fantastische Elemente hat, sich aber dennoch vor allem mit grundlegenden menschlichen Emotionen befasst. Auch die Liebesgeschichte konnte mich berühren, und das ohne triefenden Kitsch.”

David Whitehouse: Der Blumensammler

“New York, 1983. Als Peter Manyweathers in einer Bibliothek einen alten Brief entdeckt, weiß er noch nicht, dass er gerade das größte Abenteuer seines Lebens in den Händen hält. Sechs seltene Blumen sind in dem geheimnisvollen Brief notiert. Sechs Blumen, die so unvergleichlich sind, dass Peter Manyweathers für sie um die ganze Welt reisen wird.”

“Peter Manyweathers hat weder ausgefallene Hobbys noch abenteuerliche Phantasien. Doch dann fällt ihm zwischen den Seiten einer Enzyklopädie ein alter Brief mit den seltensten Blumen der Erde in die Hände, und mit einem Mal erwacht sein Entdeckergeist. Stück für Stück taucht er ab in die sonderbare Welt der Blumen, und als sich die Nachricht verbreitet, dass die geheimnisvolle Udumbara in voller Blüte in China entdeckt wurde, begibt er sich auf eine Reise, die ihn rund um den Kontinent führen wird. Drei Jahrzehnte später wandelt Dove Gale fasziniert auf den Spuren des Blumensammlers. Es sind Erinnerungsfetzen, die dem jungen Mann aus dem Leben von Peter Manyweathers erzählen. Doch weshalb besitzt Dove die Erinnerungen eines anderen und was verbindet die beiden Männer? David Whitehouse ist ein spektakulärer Roman über Liebe und Verlust sowie die ungezähmte Macht der Erinnerung gelungen.”

(Klappentext)

Fazit

Mein Lesemonat Dezember 2018 in Zahlen

Seiten insg.: 2.258
Seiten pro Tag: ~ 73

Ein Klick auf das Cover bringt euch zur Rezension (sofern schon geschrieben):
Buchliebling
Bücher, die mich begeistern konnten und die ich weiterempfehle.

Die allertraurigste GeschichteDer BlumensammlerThe Hills

Wegbegleiter
Wegbegleitern schenkte ich trotz möglicher kleiner Schwächen gerne meine Lesezeit.

Lori Rader-Day: Im Dunkel der AngstThe HungerPaschen Weihnachten

Sorgenkind
Bücher, denen ich gemischte Gefühle entgegenbringe. In meinen Augen zeigen sie deutliche Schwächen; es gibt aber auch Eigenschaften, die ich mochte.

Das Rätsel von Ker Island

Fehlgriff
Werke, denen ich persönlich nichts abgewinnen konnte.

Das folgende Buch habe ich abgebrochen, allerdings ausschließlich wegen der Übersetzung, die ich katastrophal finde. Und das ist jammerschade! Ich habe in das englische Original rein gelesen, und das ist eine Wucht, mit einer fantastischen Sprache.

Ich zähle dieses Buch nicht als Flop des Monats, weil das Original diese Einschätzung nicht verdient hat. Das werde ich auch auf jeden Fall noch lesen.

Süßwasser

Bleibende Worte

“Sie bleibt stehen, um das Bild ins Internet zu stellen, wo es bis in alle Ewigkeit weiterexistieren wird – eine unauslöschliche Erinnerung an nichts Besonderes.”

(aus “Der Blumensammler” von David Whitehouse)

Kaffeerunde

Da sind wir also wieder, noch ein Jahr vorbei… Das geht immer schneller, mit jedem Lebensjahr, das verstreicht. 2019 feiern mein Mann und ich schon unseren zehnten Hochzeitstag, dabei kommt es mir wirklich vor, als seien seitdem gerade mal ein paar Monate vergangen. Aber das erklärt natürlich, warum hier und dort Dinge kaputtgehen oder einfach schon etwas verschlissen ausssehen.

Und nun? Jahresziele setzen, oder direkt beschließen, dass das ohnehin keinen Sinn macht?

Ach, Quatsch.

Ich liebe den Neuanfang, ich freue mich jedes Jahr darauf, mir im Januar neue Ziele zu setzen. Auch wenn ich nicht alle erreiche – solange ich auch nur eines dieser Ziele erreiche, ist das doch schon was wert.

Meine Jahresziele:

(Ohne sehr persönliche Ziele, die ich lieber nicht im Internet ausbreiten möchte.)
  • Das Manuskript, das ich im November während NaNoWriMo angefangen habe, als Rohfassung beenden (“first draft”, ist schon fast fertig), dann zweimal überarbeiten (“second draft” und “third draft”)
  • Jeden Monat:
    • zwanzig Euro für die Buchkasse sparen
    • acht Bücher lesen
  • Jede Woche:
    • ein Bild zeichnen oder malen
    • einmal Schach spielen
    • Norwegisch lernen
  • Jeden Tag :
    • Lumosity spielen (das sind Gehirntrainingsspiele, ähnlich denen, die in der Reha oft mit MS-Patienten gemacht werden)
    • Schreiben
  • In allen Zimmern ausmisten

Habt ihr gute Vorsätze, und schreibt ihr einen Jahresrückblick?

Bald werde ich euch noch meine 12 Lieblingsbücher im Jahr 2018 vorstellen.

Liebe Grüße,
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