NaNoWriMo

[ NaNoWriMo ] Ich habe gewonnen – was nun?

NaNoWriMo gewonnen

Ich habe euch schon erzählt, was NaNoWriMo eigentlich ist (Ultrakurzfassung: schreibe im November ein Buch mit 50.000 Wörtern), und dass ich dieses Jahr wieder dabei bin bei dem Wahnsinn. Ich habe euch das Cover gezeigt, dass ich für mein diesjähriges Projekt erstellt habe. Ich habe über meine Selbstzweifel gesprochen. Und ich habe euch eine Webseite gezeigt, die das Schreiben gamifiziert.

Und hier sind wir nun, Anfang Dezember.

Der durchschnittliche NaNoWriMo-Teilnehmer, der “gewonnen” (sprich: 50.000 Wörter geschafft) hat, springt erst euphorisch durch die Gegend und feiert sich selbst oder lässt sich feiern, ist dann ungemein erleichtert, dass er den Wahnsinn überlebt hat, und verfällt danach in den NaNoWriMo-Blues, der sich locker den ganzen Dezember hinziehen kann.

Aber wenn er sich im NaNoWriMo-Forum verabschiedet, bevor es für das Jahr die Pforten schließt, verabredet er sich trotzdem mit den üblichen Verdächtigen für das nächste NaNoWriMo. Oder sogar für Camp NaNoWriMo, ein Nebenprojekt im April und  Juli, bei dem sich Schreiberlinge in virtuellen Hütten zusammentun.

Man sieht sich! Same procedure as every year! 

Fun-Fact: nach dem NaNoWriMo 2016 verfiel ich in ein Burnout, das zwei Jahre anhielt. Ich habe in dieser Zeit kein Wort geschrieben. (Jedenfalls nicht für einen Roman.)

Die Teilnehmer, die die 50.000 nicht erreicht haben, zerfließen entweder in tiefster Verzweiflung oder sagen sich: “Hey, es war eine Erfahrung, und ich habe ja immerhin xyz Wörter geschafft!” Oder sie sind Rebellen, die von Anfang an weniger Wörter angepeilt haben.

So oder so steht jetzt die Frage im Raum: was nun?

Das kommt ein wenig darauf an, ob man sein Ziel erreicht hat – und zwar ungeachtet der 50.000 Wörter. Denn 50.000 Wörter sind verflixt wenig für einen ganzen Roman. Die NaNoWriMo-Neulinge sind oft vollkommen entgeistert, wenn sie feststellen: die 50.000 Wörter nähern sich, und ich bin nicht mal annähernd mit meiner Geschichte fertig?!

Deswegen nehmen sich viele WriMos von vorneherein mehr als 50.000 Wörter vor. Ich habe mir dieses Jahr zum Beispiel 75.000 Wörter vorgenommen. Und was soll ich sagen: ich bin trotzdem nicht mal annähernd mit meiner Geschichte fertig?!

Manche WriMos sind aber auch zufrieden mit 50.000 Wörtern und es ist ihnen gar nicht so wichtig, ob dabei eine fertige, kohärente Geschichte rausgekommen ist.

Eigentlich gibt es jetzt drei Optionen: Fertigschreiben, Überarbeiten oder Schublade.

NaNoWriMo Gewinner

Erstmal: ich habe gewonnen, und zwar schon am 20. November! Danach habe ich weiter geschrieben, die angepeilten 75.000 aber nicht erreicht. Am 30. November waren es 65.511 Wörter.

Ich habe vor, meine Geschichte zu beenden – ich werde schätzungsweise noch etwa 20.000 Wörter brauchen und wäre damit gerne Ende Dezember fertig. Danach will ich mit der ersten von höchstwahrscheinlich vielen Überarbeitungen anfangen. Ich habe in den letzten Monaten viele Sachbücher zu den Themen “Wie plane ich meinen Handlungsentwurf?”, “Wie schreibe ich eine erste Rohfassung?” und “Wie überarbeite ich diese Rohfassung dann?” gelesen.

Save the Cat Writes a NovelTake off your pantsStory Trumps StructueTroubleshooting your novel

Die Planung hat schon mal super geklappt, das Schreiben läuft auch gut, und ich bin schon gespannt darauf, wie sich die Tipps für die Überarbeitung anwenden lassen!

Schreibt ihr selber, würdet ihr gerne schreiben oder seht ihr euch exklusiv als Leser?

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2 thoughts on “[ NaNoWriMo ] Ich habe gewonnen – was nun?

  1. Hallo Mikka,
    ich habe schon lange eine Geschichte im Kopf, habe auch angefangen zu schreiben, aber mir fällt es sehr schwer, kleinere Hürden zu überwinden. Im großen und ganzen weiß ich, was passiert, aber einzelne Szenen fallen mir schwer. Zudem bleibe ich nicht konzentriert am Ball :/ Eine Sache der Selbstorganisation, ich weiß. Ich sollte jeden Tag ein kleines bisschen schreiben 🙂
    Ich find es toll, dass du deinem Ziel näher kommst.
    LG
    Daniela

    1. Huhu Daniela,

      ich weiß, was du meinst! Die ersten beiden Akte meiner Geschichte hatte ich dieses Jahr ziemlich detailliert geplant, aber jetzt bin ich in Akt 3 und weiß, was grob passieren soll, aber gerade keine Ahnung, wie ich das in einzelne Szenen umsetzen soll.

      Ich muss mir auch dringend angewöhnen, auch außerhalb des NaNoWriMo jeden Tag zu schreiben.

      LG,
      Mikka

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