Monatsrückblicke

#zurückgeschaut : Lesemonate Oktober und November 2018

Zurückgeschaut Monatsrückblick

© Beitragsbild: KeJas-BlogBuch
© der Cover liegt bei den jeweiligen Verlagen
© Fotos: A.M. Gottstein

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Buchiger Rückblick auf den Oktober und November 2018!

Ich kombiniere meinen Monatsrückblick mit der Aktion #zurückgeschaut, die sich Kerstin und Janna vom Blog KeJas-BlogBuch ausgedacht haben. Es geht dabei um Neuzugänge und die aktuelle Lektüre, Geheimtipps, Highlights oder Flops, Zitate und was einem sonst noch so einfällt…

NewIn = Neuzugängeposts

[ Neuzugänge ] Neues Lesefutter im Oktober 2018
[ Schmökerbox ] Oktober – Das Leben ist eine Wundertüte #schmoekerbox
[ Neuzugänge ] Neues Lesefutter im November 2018

Ich lese aktuell …

Im Dunkel der Angst

Lori Rader-Day: Im Dunkel der Angst

Klappentext:
“Ein heftiger Schlag. Rotes Blut im Wasser des Sees. Danach nur noch Schwarz. Anna Winger starb nicht an jenem Tag, aber seither lebt sie in Angst. Rastlos zieht sie mit ihrem Sohn von Stadt zu Stadt, scheut den Kontakt zu anderen Menschen. Als Graphologin muss sie ihr Gegenüber nicht sehen, um in ihm lesen zu können, es reicht ein Blick auf dessen Handschrift. Dann verschwindet ein zweijähriger Junge und seine Babysitterin wird ermordet. Die einzige Spur: eine handschriftliche Notiz. Anna wird hinzugezogen, und alles, was sie für immer hinter sich lassen wollte – die Dunkelheit, die Gewalt, der Tod -, drängt unaufhaltsam an die Oberfläche…”

Dieses Buch lesen wir gerade mit unserem Krimi-Lesekreis! Am 4. treffen wir uns wieder und sprechen darüber. Bis jetzt ist es interessant, auch wenn ich die Protagonistin bisher nicht sonderlich sympathisch finde – ich bin aber auch noch nicht weit gekommen.

Ich lese was, was du nicht liest…

Eckhart Nickel Hysteria

Eckhart Nickel: Hysteria

Klappentext:
“»Hysteria« erzählt die Geschichte von Bergheim, der auf einem Biomarkt merkwürdig unnatürliche Himbeeren entdeckt. Auf der Suche nach dem Rätsel ihrer Beschaffenheit und Herkunft gerät er immer tiefer in eine kulinarische Dystopie, in der das Natürliche nur noch als absolutes Kunstprodukt existiert, weil das Künstliche längst alle Natur ersetzt hat. Aber keiner weiß davon. Nur seine Hypersensibilisierung befähigt Bergheim, die unheimliche Veränderung wahrzunehmen und ihr nachzugehen. Alle Fäden laufen im Kulinarischen Institut zusammen, wo er Charlotte wiedertrifft, seine Studienfreundin und ehemalige Geliebte, die nun als Leiterin an der Spitze der Bewegung des »Spurenlosen Lebens« steht. Allein mit Ansgar, dem dritten im Bunde des ehemaligen Uni-Triumvirats, wird es Bergheim gelingen, etwas dagegen zu tun.”

Aus meiner Rezension zu “Hysteria”:
»Hysteria« ist eine quietschbunte und dabei doch dystopische Satire, eine Geschichte voller unerwarteter, oft absurder Wendungen. Was sich unter der ästhetischen Hochglanzverpackung versteckt ist abgründig: eine Verschwörung, bei der der falsche Bio-Wahn grauenhafte Formen annimmt.

Der Roman spart nicht mit Gesellschaftskritik, und vieles ist bei aller überspitzter Satire nicht weit entfernt von unserer Lebenswirklichkeit.

Monatshighlight

Oktober

Kai Meyer Hexenmacht

Kai Meyer: Hexenmacht (Die Krone der Sterne #2)

Klappentext:
“In jenen Tagen strahlten die Sterne heller. Könige herrschten über Sonnen, Adelshäuser regierten wie Götter im All. Wo Leidenschaften entbrannten, wurden gewaltige Schlachten geschlagen. Zivilisationen vergingen, Welten zerbrachen, Gestirne zerstoben zu Sternenstaub.”

“Am Ende des bekannten Universums, auf der Hexenwelt Empedeum, sucht der Orden der Gottkaiserin nach einem Zugang zum Pilgerkorridor, einer uralten Sternenstraße, von der keiner ahnt, wohin sie führt – oder was sich auf ihr nähert. In ihrer Verblendung rufen die Hexen ihren Götzen an, das Schwarze Loch Kamastraka, und ahnen nicht, welches Unheil sie damit heraufbeschwören. “

“Derweil sind Iniza und Glanis dem Orden entkommen und leben mit ihrer neugeborenen Tochter unter Piraten auf dem Planeten Noa. Doch auch dort sind sie alles andere als sicher: Verrat und Entführung, Hinterhalte und Meuchelmorde führen auf die Spur eines Komplotts, das einen galaktischen Krieg entfachen soll. Um das Leben des Kindes zu retten, nimmt Iniza mit ihren Gefährten den Kampf auf – auch wenn das den Untergang ganzer Welten bedeutet. “

Aus meiner Rezension zu “Hexenmacht”:
Zwischen der Veröffentlichung des ersten und der des zweiten Bandes lag gerade mal ein Jahr. EIN Jahr. Eeeeeein Jahr. Für das Schreiben, Lektorieren und Editieren einer epischen Science-Fantasy, die so komplex ist, dass mein Mann sich seit Tagen meine ungläubige Bewunderung anhören muss. Oder mein Jammern darüber, dass mein Gehirn kurz vorm Implodieren steht, je nachdem. Ich glaube, der Satz “Star Wars ist nichts dagegen!” fiel ein- oder zweimal.

Jedenfalls stehen die beiden Bände jetzt auf einem kleinen Sockel, vor dem ein paar Kerzen brennen, und ich überlege, ob roter Samt und Räucherkerzen zuviel des Guten wären.

Monatshighlight

November

Min Jin Lee Ein einfaches Leben

Min Jin Lee: Ein einfaches Leben

Klappentext:
“Sunja und ihre Söhne leben als koreanische Einwanderer in Japan wie Menschen zweiter Klasse. Während sie versucht, sich abzufinden, fordern Noa und Mozasu ihr Schicksal heraus. Der eine schafft es an die besten Universitäten des Landes, den anderen zieht es in die Spielhallen der kriminellen Unterwelt der Yakuza.”

Aus meiner Rezension zu “Ein einfaches Leben”:
Min Jin Lee schrieb mit diesem Buch einen wahrhaft epischen Generationenroman, der die japanisch-koreanische Geschichte thematisiert. (Der Klappentext reduziert die Handlung zu sehr auf drei der Charaktere!) Laut Wikipedia war “Pachinko”, so der Originaltitel, der erste Roman, der diese Thematik für eine erwachsene englischsprachige Leserschaft aufgriff. Das Buch wurde 2017 für den “National Book Award” nominiert und war unter den Finalisten.

‘Vielschichtig’, ‘komplex’ und ‘differenziert’ sind Worte, die mir auf Anhieb in den Sinn kommen – auch ‘unbedingt lesenswert’ schließt sich ihnen an.

Buchflop des Monats

Oktober

Bernhard Aichner Bösland

Bernhard Aichner: Bösland

Klappentext:
“Sommer 1987. Auf dem Dachboden eines Bauernhauses wird ein Mädchen brutal ermordet. Ein dreizehnjähriger Junge schlägt sieben Mal mit einem Golfschläger auf seine Mitschülerin ein und richtet ein Blutbad an. Dreißig Jahre lang bleibt diese Geschichte im Verborgenen, bis sie plötzlich mit voller Wucht zurückkommt und alles mit sich reißt: Der Junge von damals mordet wieder …”

Aus meiner Rezension zu “Bösland”:
Ich bin sehr enttäuscht von diesem Buch, das ich doch eigentlich lieben wollte – da bin ich von Aicher anderes gewohnt, wie zum Beispiel seine grandiose “Totenfrau”.

Ich fand “Bösland” von Anfang an sehr vorhersehbar. Die Wendung nach dem ersten Drittel kam für mich nur allzu erwartet. Auch danach hat die Geschichte in meinen Augen nur wenig tatsächliche Handlung zu bieten, dafür sehr viel Füllmaterial.

Buchflop des Monats

November

Jo Nesbø Macbeth

Jo Nesbø: Macbeth – Blut wird mit Blut bezahlt

Klappentext:
“Er kennt seine Feinde nur allzu gut. Inspector Macbeth ist der taffste Cop in einer maroden Industriestadt im Norden. Einen Deal nach dem anderen lässt er hochgehen, die Drogenbosse beißen sich an ihm die Zähne aus. Doch irgendwann wird die Verlockung zu groß: Geld, Respekt, Macht. Schnell aber wird ihm klar, dass einer wie er, der schon in der Gosse war, niemals ganz nach oben kommen wird. Außer – er tötet. Angestachelt von seiner Geliebten, schafft er sich einen Konkurrenten nach dem anderen vom Hals. In seinem Blutrausch merkt er nicht, dass er längst jenen dunklen Kräften verfallen ist, denen er einst den Kampf angesagt hat.”

Aus meiner Rezension zu “Macbeth”:
Jo Nesbø überträgt Shakespeares vielleicht düsterstes Drama in die 70er Jahre. Auf 620 Seiten wäre eigentlich viel Platz dafür gewesen, aus dem modernen Macbeth einen Charakter zu machen, der in seinem tragischen Abstieg glaubhaft ist und bis zu einem gewissen Punkt vielleicht sogar nachvollziehbar handelt, aber stattdessen ist die Geschichte eine endlose Abfolge von Gewaltorgien.

Nesbøs Macbeth wandelt sich binnen weniger Kapitel von einem guten, aufrechten Mensch mit Prinzipien zu einem eiskalten Killer, der nicht dafür zurückschreckt, enge Freunde, Frauen und Kinder umzubringen, und das funktioniert für mich einfach nicht.

Fazit

Meine Lesemonate Oktober und November 2018 in Zahlen

Seiten insg.: 3.202 + 3.974 = 7.176
Seiten pro Tag: ~118

Ein Klick auf das Cover bringt euch zur Rezension (sofern schon geschrieben):

Buchliebling

Bücher, die mich begeistern konnten und die ich weiterempfehle.

Tom Rachman Die GesichterDie wundersame Mission des Harry CraneFrauen, die Bärbel heißenKai Meyer HexenmachtDer AngstmannEin einfaches LebenGedankengewitter

Wegbegleiter

Wegbegleitern schenkte ich trotz möglicher kleiner Schwächen gerne meine Lesezeit.

NachtleuchtenIns DunkelMichael Crichton Dragon TeethHysteria

Sorgenkind

Bücher, denen ich gemischte Gefühle entgegenbringe. In meinen Augen zeigen sie deutliche Schwächen; es gibt aber auch Eigenschaften, die ich mochte.

Wolfsthron

Fehlgriff

Werke, denen ich persönlich nichts abgewinnen konnte.

Bernhard Aichner BöslandJo Nesbø Macbeth

Noch nicht rezensiert

Save the Cat Writes a NovelTake off your pantsStory Trumps StructueTroubleshooting your novel

Bleibende Worte

»Komm mal her, Mimi; komm mal her zu Mami, Mimi, Mamischatz.«

Mimi dachte nicht daran. Sie wollte nicht, und es blieb dabei. Ariadnas Mutter zog mit drakonischer Strenge an der Leine. Mimi stemmte sich mit der ganzen Kraft ihrer anderthalb Kilo dagegen. Doch ihr Sich-dagegen-Stemmen war für die Katz. Vielmehr entstand der Eindruck, mit Mimi als hochwertigem Staubwedel ließen sich dicht am Boden fliegendes Bonbonpapier, klebrige Eisstiele und herrenlose Busfahrscheine leicht zusammenkehren.
(Aus “Nachtleuchten” von María Cecilia Barbetta)

Kaffeerunde

Der Grund, warum es letzten Monat kein #zurückgeschaut gab, dafür diesmal zwei Monate auf einmal, hat einen Namen:

NaNoWriMo. 

Der NaNoWriMo (“National Novel Writing Month”) ist ein internationales Schreibprojekt, bei dem jeder Teilnehmer versucht, im Monat November 50.000 Wörter zu schreiben. Ich glaube, dieses Jahr waren wir über 400.000 Teilnehmer. Es macht immer unheimlich viel Spaß, aber man kommt zu fast nichts anderem mehr!

Ich habe schon einige Male mitgemacht und habe schon im ersten Jahr festgestellt: 50.000 Wörter reichen nicht, wenn man ein Buch schreiben will, das dicker ist als ~175 Seiten. Deswegen peile ich immer mehr Wörter an. Dieses Jahr hatte ich mir 75.000 vorgenommen, habe aber nur ~70.000 geschafft – und meine Geschichte ist noch nicht fertig, ich bewege ich gerade auf das Ende des zweiten Aktes zu, geplant sind drei Akte.

Ich werde also im Dezember weiterschreiben, und nächstes Jahr ist dann Überarbeiten angesagt.

Hier findet ihr alle meine Beiträge zu NaNoWriMo.

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2 thoughts on “#zurückgeschaut : Lesemonate Oktober und November 2018

  1. Huhu Mikka,

    bei deiner Schmökerbox schaue ich gleich rum! Bislang habe ich mich ja noch nicht getraut, dort zu bestellen *lach

    “Im Dunkel der Angst” lief mir auch schon über den Weg, habe es aber erstmal wieder verworfen. Thriller liebe ich noch immer, aber aktuell klingen alle so gleich – und sehen sich vom Cover her auch alle ähnlich …

    Hui, zwei bekannte Autoren bei den Flops! Mich konnte “Bösland” auch nicht vom Hocker reißen, wobei es aber entfernt von einem Flop ist. “Mcbeth” hatte ich nach der Hörprobe direkt verworfen …

    Hab einen feinen Abend und einen schönen restlichen 1. Advent!

    1. Huhu Janna,

      das stimmt schon, Krimicover sehen sich alle total ähnlich… Und du hast recht, es wiederholt sich viel!

      “Bösland” war für mich leider wirklich ein totaler Flop, aber vielleicht war das auch mit die Enttäuschung, weil ich mir definitiv mehr erwartet hatte. 🙁

      LG,
      Mikka

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