NaNoWriMo

[ NaNoWriMo ] National Novel Writing Month 2018 – Ich bin dabei!

NaNoWriMo

Viele von euch fragen sich jetzt sicher: NaNoWas…?

NaNoWriMo ist ein internationales Schreibprojekt, das jedes Jahr im November stattfindet.

Ziel ist, dass jeder Teilnehmer in nur 30 Tagen einen Roman (beziehungsweise die erste Rohfassung eines Romans) mit mindestens 50.000 Wörtern schreibt. Dabei gibt es die ‘Plotter’, die vorher schon mal die Handlung planen, und die ‘Pantser’, die einfach drauflos schreiben und sich von ihrer Geschichte davontragen lassen. Wer die 50.000 schafft, zählt als ‘Gewinner’ – der Preis ist das berauschende Gefühl.

Es ist ganz einfach: man meldet sich auf nanowrimo.org an, schreibt in einem Programm seiner Wahl (oder auch per Hand!) und gibt jeden Tag die Anzahl der geschriebenen Wörter auf der Webseite an.

Im Juli 1999 fing alles damit an, dass Chris Baty sich mit 20 Freunden vornahm, einen Roman in nur einem Monat zu schreiben.

Einfach mal sehen, ob das überhaupt geht.

Das Motto war: “No Plot? No Problem!” (Also: “Keine Handlung? Kein Problem!”) Es sollte eine einmalige Sache sein – nur dass es den Teilnehmern dann zu viel Spaß machte, um das Projekt einzustampfen.

Also wurde eine offizielle Webseite erstellt und NaNoWriMo auf den November verschoben. (Weil sich das Wetter im November eher dazu eignet, sich für einen Monat zum Schreiben einzuigeln, als das Wetter im Juli.) Chris Baty hatte ja keine Ahnung, was er damit ins Rollen brachte… Von Jahr zu Jahr stiegen die Teilnehmerzahlen, und rasch wurde aus dem “National Novel Writing Month” strenggenommen ein “INTERnational Novel Writing Month”.

Inzwischen ist NaNoWriMo ein Riesending, mit regionalen Foren für Teilnehmer aus der ganzen Welt.

Natürlich gibt es auch ein deutsches NaNoWriMo-Forum. Ich lasse hier einfach mal die Zahlen sprechen – allerdings sind die Statistiken unvollständig.

Teilnehmerzahlen und Prozentzahlen der Gewinner

1999: 21 Teilnehmer und 6 Gewinner (29%)
2000: 140 Teilnehmer und 29 Gewinner (21%)
2001: 5000 Teilnehmer und mehr als 700 Gewinner (~14%)
2002: 13,500 Teilnehmer und etwa 2,100 Gewinner (~16%)
2003: 25,500 Teilnehmer und etwa 3,500 Gewinner (~14%)
2004: 42,000 Teilnehmer und fast 6,000 Gewinner (~14%). Insgesamt geschriebene Wörter: 428,164,975
2005: 59,000 Teilnehmer und 9,769 Gewinner (17%). Insgesamt geschriebene Wörter: 714,227,354
2006: 79,813 Teilnehmer und 12,948 Gewinner (16%). Insgesamt geschriebene Wörter: 982,564,701
2007: 101,510 Teilnehmer und 15,333 Gewinner (15%). Insgesamt geschriebene Wörter: 1,187,931,929
2008: 119,301 Teilnehmer und 21,683 Gewinner (18%). Insgesamt geschriebene Wörter: 1,643,343,993
2009: 167,150 Teilnehmer und 32,178 Gewinner (19%). Insgesamt geschriebene Wörter: 2,427,190,537
2010: 200,500 Teilnehmer und 37,500 Gewinner (19%). Insgesamt geschriebene Wörter: 2,872,682,109
2011: 256,618 Teilnehmer und 36,843 Gewinner (14%). Insgesamt geschriebene Wörter: 3,074,068,446
2012: 341,375 Teilnehmer und 38,438 Gewinner (11%). Insgesamt geschriebene Wörter: 3,288,976,325
2013: 310,095 Teilnehmer und 42,221 Gewinner (14%). Insgesamt geschriebene Wörter: 3,520,123,164
2014: 325,142 Teilnehmer und 58,917 Gewinner (18%)
2015: 351,489 Teilnehmer und 40,423 Gewinner (12%)
2016: 384,126 Teilnehmer und mehr als 34,000 Gewinner
2017: 402,142 Teilnehmer
(Zahlen vom offiziellen WikiWriMo)

Für das Jahr 2018 werden auch wieder mehr als 400.000 Teilnehmer erwartet.

Inzwischen gibt es auch Nebenprojekte wie “Camp NaNoWriMo”, die in anderen Monaten und mit leicht anderen Regeln stattfinden.

In den letzten Jahren haben einige Autoren Bücher veröffentlicht, die ursprünglich als NaNoWriMo-Projekt angefangen hatten, und zwar durchaus auch bei großen Verlagen  – zum Beispiel “Der Nachtzirkus” von Erin Morgenstern, “Wacholderglück” von Bella Osborne oder “Wicker King” von Kayla Ancrum!

Jedenfalls bin ich dieses Jahr wieder dabei, zum sechsten Mal.

Letztes Jahr habe ich nicht nur ausgesetzt, sondern in einem Anfall von Frustration fast alle meine bisherigen Romanentwürfe gelöscht. Seither bin ich in mich gegangen und habe festgestellt, worin mein eigentliches Problem mit diesen Entwürfen liegt:

Diese Romane entsprechen meinem eigenen Lesegeschmack nicht mehr. 

Der hat sich in den letzten Jahren sehr stark verändert, und ich denke, so muss sich auch mein Schreibstil verändern. Und natürlich die Themen, über die ich schreibe.

Ich werde euch in den nächsten Wochen sicher mehr über mein diesjähriges Projekt erzählen. Ich habe einiges über verschiedene Schreibmethoden gelesen und mich entschieden, mich dieses Jahr am “Plot Embryo” von Dan Harmon zu orientieren.

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