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[ Rezension ] Bernhard Aichner: Bösland

Bernhard Aichner Bösland
Ein Rezensionsexemplar des Buches wurde mir von jellybooks.de zur Verfügung gestellt.

© Cover ‘Bernhard Aichner Bösland’: btb
© Bild Smartphone: Pixabay

Handlung

Klappentext:
“Sommer 1987. Auf dem Dachboden eines Bauernhauses wird ein Mädchen brutal ermordet. Ein dreizehnjähriger Junge schlägt sieben Mal mit einem Golfschläger auf seine Mitschülerin ein und richtet ein Blutbad an. Dreißig Jahre lang bleibt diese Geschichte im Verborgenen, bis sie plötzlich mit voller Wucht zurückkommt und alles mit sich reißt: Der Junge von damals mordet wieder …”

Bösland oder doch eher Ödland?

Meine Meinung

Ich bin sehr enttäuscht von diesem Buch, das ich doch eigentlich lieben wollte – da bin ich von Aicher anderes gewohnt, wie zum Beispiel seine grandiose “Totenfrau”.

Ich fand “Bösland” von Anfang an sehr vorhersehbar.

Die Wendung nach dem ersten Drittel kam für mich nur allzu erwartet. Auch danach hat die Geschichte in meinen Augen nur wenig tatsächliche Handlung zu bieten, dafür sehr viel Füllmaterial.

Und damit meine ich nicht nur die vielen Seiten, die bloß einen einzigen Satz als Kapitelüberschrift enthalten, oder die zahlreichen Dialoge, die sich meines Erachtens sperrig lesen und oft im Kreise drehen. Obwohl das alleine schon bitter genug ist – ich hatte beim Lesen das Gefühl,die 448 Seiten hätten sich problemlos auf die Hälfte herunterkürzen lassen.

Dementsprechend wollte sich bei mir kein Gefühle der Spannung einstellen.

Die Charaktere entwickeln wenig echte Persönlichkeit, der Antagonist wird darauf reduziert, dass er eben böse ist. Warum? Das spielt anscheinend keine Rolle, er ist es einfach. Statt Handlung und Charakterentwicklung bringt er hier und dort jemanden um, und der Gute zaudert derweil und spielt sein Ass im Ärmel nicht aus.

Immer wieder fand ich die Geschichte enttäuschend, denn der Böse ist in seiner Bosheit vorhersehbar.

Auch der Schreibstil konnte mich dieses Mal nicht so recht begeistern.

Wo ich in Aichners “Totenfrau” noch begeistert von der kristallklaren Prägnanz war, ist mir der Schreibstil in “Bösland” zu sehr reduziert, machmal fast schon banal.

Aber das ist  natürlich nur meine Meinung, der Großteil der Rezensionen zu diesem Buch ist positiv!

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TitelBösland
Originaltitel
Autor(in)Bernhard Aichner
Übersetzer(in)
Verlag*btb
ISBN*9783442756384
Seitenzahl*448
Erschienen am*1. Oktober 2018
GenreThriller
* bezieht sich auf die abgebildete Ausgabe des Buches

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4 thoughts on “[ Rezension ] Bernhard Aichner: Bösland

  1. Hallo Mikka,

    “Totenfrau” hat mich total begeistert, weil es so erfrischend anders und bösartig war. Außerdem mag ich Aichners Stakkato-Stil recht gern. Jedoch konnte er mich mit den anderen Büchern nicht mehr abholen. Was du hier über “Bösland” schreibst, zeigt mir, dass ich es nicht unbedingt lesen muss. Neugierig bin ich aber trotzdem, wie es bei anderen ankommt. 😉

    Liebe Grüße,
    Nicole

    1. Huhu Nicola,

      ja, “Totenfrau” fand ich auch richtig grandios, wenn ich mich richtig erinnere, war unser ganzer Krimilesekreis davon sehr angetan. Eine Bekannte von mir hat sich “Bösland” gekauft und DANN meine Rezension gelesen und hat jetzt schlimmste Befürchtungen, weil wir oft einen sehr ähnlichen Geschmack haben…

      LG,
      Mikka

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