Monatsrückblicke

#zurückgeschaut : Mein Lesemonat September 2018

Zurückgeschaut Monatsrückblick

© Beitragsbild: KeJas-BlogBuch
© der Cover liegt bei den jeweiligen Verlagen
© Fotos: A.M. Gottstein

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Buchiger Rückblick auf den September 2018!

Ich kombiniere meinen Monatsrückblick mit der Aktion #zurückgeschaut, die sich Kerstin und Janna vom Blog KeJas-BlogBuch ausgedacht haben. Es geht dabei um Neuzugänge und die aktuelle Lektüre, Geheimtipps, Highlights oder Flops, Zitate und was einem sonst noch so einfällt…

NewIn = Neuzugängeposts

[ Neuzugänge ] Frisches Lesefutter im September 2018
[ Neuzugänge ] Mehr frisches Lesefutter im September 2018
[ Schmökerbox ] September – Scheinfarben #schmökerbox
[ Neuzugänge ] Noch mehr Lesefutter im September 2018

Ich lese aktuell …

Tom Rachmann Die Gesichter

Tom Rachman: Die Gesichter

Das Buch gefällt mir immer besser! Ich weiß jetzt schon, dass ich Pinch, den Protagonisten, vermissen werde, wenn ich die Geschichte fertiggelesen habe…

Klappentext:
“Mit einer einzigen beiläufigen Bemerkung wischt Bear Bavinsky (gefeierter Maler, zahlreiche Ex-Frauen, siebzehn Kinder) jede Hoffnung seines Lieblingssohnes Pinch beiseite, auch nur halb so viel Talent zu haben wie er. Desillusioniert zieht es Pinch raus in die Welt, in Kanada versucht er sich an einer Biografie über Bear, als Italienischlehrer in London hat er es fast geschafft zu vergessen, dass auch er einmal Großes vorhatte.”

“Seine wahre Begabung findet er schließlich doch noch, und er schmiedet einen schier unmöglichen Plan, nicht nur sein eigenes Leuchten zu entfalten, sondern auch das Andenken seines Vaters zu retten.”

“Kann man gleichzeitig ein gefeierter Künstler und ein liebender Vater sein? Muss ein Sohn seinen Eltern verzeihen, nur weil sie bedeutend sind? Tom Rachman hat einen elektrisierenden und immer wieder auch nachdenklich stimmenden Roman geschrieben über das Streben nach Anerkennung – im Leben und in der Kunst.”

Barbetta Nachtleuchten

María Cecilia Barbetta: Nachtleuchten

Und noch ein Buch, das mir immer besser gefällt! Es ist einfach großartig: sehr unterhaltsam, mit einem feinen Sinn für Humor und außergewöhnlichen Charakteren, und ich vermute, dass sich die Geschichte bald mehr in Richtung Sozialkritik bewegen wird. Gerade gab es eine Scene, in der Schulkindern im Schulhof das ABC beigebracht wird, während der Pastor über das Elendsviertel nachdenkt. Es hat ein paar Zeilen gedauert, bis mir die Anfangsbuchstaben seiner Gedanken aufgefallen sind: “…aus Hunger, Illegalität und Jähzorn, aus Kakerlaken und Läusen…”  Ein Alphabet des Elends! Der Schreibstil ist clever und hat immer wieder Überraschungen zu bieten.

Klappentext:
“In ihrem neuen Roman erzählt María Cecilia Barbetta von der gespenstischen Atmosphäre am Vorabend eines politischen Umsturzes. Sie sind aus der ganzen Welt gekommen und haben sich in Buenos Aires eine Existenz aufgebaut. In dem Viertel Ballester kämpfen sie jeder auf seine Art für den Aufbruch, die Revolution und eine bessere Zukunft – Teresa und ihre Klassenkameradinnen in der katholischen Mädchenschule ebenso wie Celio, der Friseur in der »Ewigen Schönheit«, oder die Mechaniker der Autowerkstatt »Autopia«. Doch politische Spannungen zerreißen das Land, Aberglaube und Gewalt schleichen sich in die Normalität. Mit einem feinen Gespür für die Poesie des Alltags erzählt die in Argentinien geborene María Cecilia Barbetta von der Liebe zum Leben in Zeiten des Umbruchs.”

Ich lese was, was du nicht liest…

Matthias Senkel Dunkle Zahlen

Matthias Senkel: Dunkle Zahlen

Meine Rezension

Ich bin kein Experte für experimentelle Literatur, aber sollte mich in Zukunft jemand bitten, ihm ein experimentelles Buch zu empfehlen (die Wahrscheinlichkeit geht gegen 0), wird meine Wahl auf “Dunkle Zahlen” fallen. Denn auch wenn es bisher so klang, als habe mir das Buch nicht gefallen, bin ich tatsächlich sehr froh, es gelesen zu haben.

Klappentext:
“Moskau 1985: Die internationale Programmierer-Spartakiade hält die akademischen Eliten des Landes in Atem. Hier messen sich aufstrebende Mathematiker in den Techniken der Zukunft, die nur noch einen Tastendruck entfernt scheint. Doch die kubanische Nationalmannschaft ist kurz vor der Eröffnung des Wettbewerbs spurlos verschwunden – und ihre resolute Übersetzerin Mireya begibt sich auf eine atemlose Suche durch die fremde Hauptstadt, die wie elektrostatisch aufgeladen surrt und flimmert. Architekten und Agenten, dichtende Maschinen und sogar Stalins leibhaftiger Schatten treffen in dieser wilden und manchmal fantastischen Erzählung aufeinander: ein schillerndes Mosaik der Sowjetunion kurz vor der folgenreichen Vernetzung der Welt. Ein Roman so unberechenbar wie die Geschichte selbst.”

Monatshighlight

Susanne Röckel Der Vogelgott

Susanne Röckel: Der Vogelgott

Meine Rezension

“Der Vogelgott” ist ein Roman, der Assoziationen weckt, vor allem mit Kafka, aber auch Edgar Allen Poe und H.P. Lovecraft klingen an. Meine Notizen strotzen nur so vor Begriffen wie “befremdlich”, “bösartig” und “bedrohlich”, aber auch “unwiderstehliche Sogwirkung” habe ich mir direkt dreimal notiert. Wenn ich das Buch in nur einem Satz beschreiben müsste, würde ich meine Gedanken wie folgt zusammenfassen:

Susanne Röckel hat mit “Der Vogelgott” einen schwarzromantisch-abgründigen Schauerroman geschrieben.

Dieses Genre war vor allem im 18. und 19. Jahrhundert beliebt, aber die Autorin zeigt eindrucksvoll, dass Schauerliteratur auch in einem modernen Setting funktionieren kann. Ein gewisses Gefühl des Anachronismus unterstreicht dabei nur die Wirkung ihres Romans.

Klappentext:
“Die Mitglieder einer wissenschaftlich orientierten Familie werden durch eine zufällige Entdeckung auf einem Kirchenbild in den schwer durchschaubaren Mythos eines Vogelgottes hineingezogen mit einem Sog, dem sie so wenig widerstehen können wie der Leser dieser Geschichte. Spätestens als sich herausstellt, dass dieser Mythos eben nicht nur ein Mythos ist. Es ist eine sagenhafte, aber elende Gegend dieser Erde, wo die Verehrer des Vogelgotts leben, die ihm allerdings weniger ergeben als vielmehr ausgeliefert zu sein scheinen. In diesem unwiderstehlichen Roman entpuppt sich eine geheime Welt als die unsere, in der die Natur ihre Freundschaft aufkündigt und wir ihrer Aggression und Düsternis gegenüberstehen.”

Buchflop des Monats

Madame le Commissaire und der verschwundene Engländer

Pierre Martin: Madame le Commissaire und der verschwundene Engländer

Meine Rezension

Vielleicht würde mehr Spannung aufkommen, wenn a) Madame und ihr Assistent nicht einfach alles könnten und b) der glückliche Zufall nicht sein Übriges tun würde, damit von echten Ermittlungen kaum die Rede sein kann. Gegen Schluss vergisst Madame schnell ihr Handy und fährt in eine gefährliche Situation, ohne jemandem Bescheid zu sagen, aber das hilft dann auch nicht mehr.

Klappentext:
“Isabelle Bonnet, hochdekorierte Leiterin einer geheimen Spezialeinheit in Paris, wäre bei einem Sprengstoffattentat fast ums Leben gekommen. “

“Um sich zu erholen, reist sie in ihren beschaulichen Geburtsort Fragolin im Hinterland der Côte d’Azur. Doch aus der ersehnten Ruhe wird nichts: In einer Villa wird eine halbnackte Frauenleiche gefunden, und der Hausherr, ein mysteriöser Engländer, ist spurlos verschwunden. Isabelle Bonnet lässt sich überreden, den Fall zu übernehmen – was bei den Kollegen vor Ort nicht gerade Begeisterung auslöst …”

Fazit

Mein Lesemonat September 2018 in Zahlen

Seiten insg.: 3.991
Seiten pro Tag: 133
Wertung durchschnittlich: Wegbegleiter

Ein Klick auf das Cover bringt euch zur Rezension (sofern schon geschrieben):

Buchliebling

Bücher, die mich begeistern konnten und die ich weiterempfehle.

Der VogelgottDunkle ZahlenDie Ermordung des GlücksSechs Cover

Wegbegleiter

Wegbegleitern schenkte ich trotz möglicher kleiner Schwächen gerne meine Lesezeit.

Jane Harper HitzeJ. M. Coetzee Disgrace

Sorgenkind

Bücher, denen ich gemischte Gefühle entgegenbringe. In meinen Augen zeigen sie deutliche Schwächen; es gibt aber auch Eigenschaften, die ich mochte.

Die GewitterschwimmerinDer KormoranBungalow

Fehlgriff

Werke, denen ich persönlich nichts abgewinnen konnte.

Madame Le Commissaire

Noch nicht rezensiert

Der namenlose Tag

Bleibende Worte

“Friedrich Ani vereint erneut grenzenlose Traurigkeit, menschliche Abgründe und atemlose Spannung in einem an Melancholie kaum zu übertreffenden Roman.”
(Klappentext von “Die Ermordung des Glücks”)

“Ich fange ein Buch nicht mit der Absicht an, immer noch mehr Finsternis in den Text hineinzuschaufeln. Überhaupt nicht.”
(Friedrich Ani in einem Interview mit der Berliner Zeitung)

Kaffeerunde

Hier möchte ich wieder meine Fortschritte in meiner ‘Shades of Maybe’-Challenge festhalten.

Nochmal kurz und knapp: Bei der Challenge geht es darum, in ungelesene Bücher für eine bestimmte Anzahl von Seiten oder Kapiteln reinzulesen und dann zu entscheiden, ob man das jeweilige Buch überhaupt noch lesen will: ‘Ja’, ‘Nein’ oder ‘Vielleicht’. Neue Teilnehmer sind immer willkommen!

Hier findet ihr die aktuelle Challenge-Seite auf meinem Blog und hier findet ihr die Facebook-Gruppe.

Ich habe wieder viele Bücher probegelesen:

Anthony E. Zuiker: Level 26 – Dunkle Seele [ NEIN ]
Andrea Steinert: Haut, so weiß wie Schnee [ NEIN ]
Gilly MacMillan: Perfect Girl [ JA ]
Toni Morrison: Gott hilf dem Kind [ JA ]
Lo Malinke: Alle müssen mit [ JA ]
Per Petterson: Nicht mit mir [ JA ]
Joel Shepherd: Crossover / Die Androidin – auf der Flucht [ JA ]
Russell Wangersky: Walt [ NEIN ]
Chuck Wendig: Blackhearts  [ NEIN ]
Ivonne Keller: Unglücksspiel  [ JA ]
Mark Nykanen: Der Fallensteller  [ NEIN ]
Dan Vyleta: Smoke  [ JA ]
Ann Aguirre: Die Enklave [ NEIN ]
Jessica Khoury: Ein Kuss aus Sternenstaub [ NEIN ]
Santa Montefiore: Sturmküste [ JA ]
Kate Hamer: Das Mädchen, das rückwärts ging [ JA ]

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4 thoughts on “#zurückgeschaut : Mein Lesemonat September 2018

  1. Hallo Mikka,
    deine Reinlesen-Aktion gefällt mir ja, auch wenn das für mich persönlich nichts ist. Wenn ich das Buch zur Hand lese – und mich dafür entscheide, weiterzulesen, dann lese ich auch gleich weiter, und leg es nicht mehr zurück.
    Dein experimentelles Buch hat mich ja interessiert. Da hab ich deine Rezension verpaßt, muss ich gleich mal nachholen. Auch dein Vogelgott-Buch klingt interessant, aber wirklich auch etwas schauerig.
    Liebe Grüße
    Daniela
    Mein Monatsrückblick

    1. Hallo Daniela,

      das ist für die Challenge aber auch ok, wenn man das Buch direkt weiterlesen will! 🙂 Man *muss* es für die Challenge nur nicht.

      Ich glaube, das Vogelgott-Buch ist für mich im Moment mein Favorit, aber ich glaube nicht, dass es den Buchpreis tatsächlich gewinnen wird. Es ist halt ein richtig klassischer schwarzromantischer Roman, aber er hat keinen Gegenwartsbezug, und die Bücher, die gewinnen, haben normal IMMER einen Gegenwartsbezug.

      LG,
      Mikka

  2. Und schwubbs komme ich zum Gegenbesuch (=

    Und uh, “Die Gesichter”, liebäugle schon mit dem Titel! “Dunkle Zahlen” klingt eher nach einem buch für Kerstin.

    “Der Vogelgott” hatte ich zum #indiebookday angelesen und der Beginn gefiel mir sehr gut, nur irgendwie schoben sich dann immer andere Bücher dazwischen. Hoffe ich finde bald Zeit zum lesen des Buches!

    “Hitze” hatte ich als Hörbuch unter dem Titel “The dry” gehört, gefiel mir sehr gut! aber ich fand die Genrezuordnung ungünstig.

    Hab einen mukkeligen Abend!

    1. Huhu Janna,

      bisher kann ich “Die Gesichter” empfehlen! 🙂

      Bei Krimis und Thrillern ist es oft so, finde ich, dass die Genregrenzen zu Gegenwartsliteratur ein wenig verschwimmen – das sind oft meine Lieblingsbücher! 😀

      LG,
      Mikka

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