Monatsrückblicke

#zurückgeschaut : Mein Lesemonat Juli 2018

Zurückgeschaut Monatsrückblick
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© Beitragsbild: KeJas-BlogBuch
© der Cover liegt bei den jeweiligen Verlagen © Fotos: A.M. Gottstein

Buchiger Rückblick auf den Juli 2018!

Ich kombiniere meinen Monatsrückblick mit der Aktion #zurückgeschaut, die sich Kerstin und Janna vom Blog KeJas-BlogBuch ausgedacht haben. Es geht dabei um Neuzugänge und die aktuelle Lektüre, Geheimtipps, Highlights oder Flops, Zitate und was einem sonst noch so einfällt…

Ich lese aktuell

Erin Kelly: vier zwei eins

Erin Kelly: Vier.Zwei.Eins.

“Im Sommer 1999 erleben Kit und Laura eine totale Sonnenfinsternis in Cornwall. Beide sind jung und verliebt, sie sind fest davon überzeugt, dass sie noch viele solche Naturereignisse gemeinsam beobachten werden. Im fahlen Dämmerlicht danach, als sich der Schatten auflöst, glaubt Laura etwas gesehen zu haben. Eine brutale Vergewaltigung. Doch der Mann bestreitet alles. Die Frau schweigt. Seine Aussage gegen die von Laura.

Monate nach der Gerichtsverhandlung steht die Frau plötzlich vor Lauras und Kits Tür. Schleicht sich auf merkwürdige Weise in ihr Leben. Nur Kit scheint zu sehen, was Beth Taylor wirklich ist: eine Bedrohung.

15 Jahre später leben Laura und Kit unter falschem Namen an einem geheimen Ort. Keine Kontakte in die sozialen Medien, kein Eintrag im Telefonbuch, nur gelegentliche Telefonate. Etwas liegt noch immer im Dunklen, Laura fürchtet es, und sie ahnt, dass sie nur einen Teil des Bildes sieht. Doch dann steht Beth Taylor plötzlich vor Lauras Tür. Und jetzt drängt die Wahrheit mit aller Macht ans Licht…”
(Klappentext)

Das Buch ist das Buch des Monats im Lovelybook Fischer Leseclub, wo ich ab und an mitmache. Bisher gefällt es mir gut und erinnert mich tatsächlich an die Bücher von Gillian Flynn, einer meiner Lieblingsautorinnen!

Ich lese was, was du nicht liest

Cory Doctorow: Walkaway

Cory Doctorow: Walkaway

Aus meiner Rezension zu “Walkaway”:

In der Zukunft wird die Welt von Superreichen regiert, doch das System des skrupellosen Kapitalismus steht kurz vor dem Zusammenbruch. Immer mehr Menschen werden zu ‘Walkaways’, die dieser Welt den Rücken kehren und in verlassenen Gebieten ganz neu anfangen – mit gänzlich anderen Vorstellungen von einer gerechten Gesellschaft, in der niemand ‘gewinnt’ und niemand ‘verliert’.

Für mich ist “Walkaway” ein großartiges Buch. Ich hatte beim Lesen ununterbrochen das Gefühl, scharf nachzudenken und alles zu hinterfragen, und langweilig ist mir das nie geworden. Aber man sollte schon ein gewisses Interesse an sozialökonomischen Themen mitbringen!

Monatshighlight

Tomi Adeyemi: Children of Blood and Bone

Tomi Adeyemi: Children of Blood and Bone 

Aus meiner Rezension zu “Children of Blood and Bone”:

Bei diesem Buch fällt es mir schwer, den Unterhaltungswert von der sozialen und gesellschaftlichen Bedeutung zu trennen. Es ist Fantasy – aber es ist auch eine bestechende Parabel über Rassismus und Diktatur. Die Welt basiert auf der westafrikanischen Religion der Yoruba, die Helden sind schwarz… Eine lange überfällige Repräsentation dunkelhäutiger Menschen in der Fantasyliteratur für junge Leser .

Dennoch kann das Buch auch als spannende, unterhaltsame Geschichte überzeugen, mit Helden, die erfreulich menschlich und unvollkommen sind.

Buchflop des Monats

Felicia Yap Memory Game

Felicia Yap: Memory Game

Aus meiner Rezension zu “Memory Game”::

In der Welt des Buches haben alle Menschen ein eingeschränktes Gedächtnis von 24 (Monos) oder 48 (Duos) Stunden. Das macht die Aufklärung eines Mordes natürlich sehr schwierig, und sie muss extrem schnell erfolgen. Die Protagonistin weiß, dass vorgestern etwas passiert sein muss, aber sie kann sich als Mono nicht daran erinnern und sie hat es auch nicht in ihr Tagebuch geschrieben…

Die Grundidee klang großartig, aber die Umsetzung konnte mich überhaupt nicht überzeugen, weil die Welt mir nicht gut durchdacht schien.

Fazit

Mein Lesemonat Juli 2018 in Zahlen

Seiten insg.: 3.696
Seiten pro Tag: ~119

Gelesene Bücher:

Ein Klick auf das Cover bringt euch zur Rezension.

Buchliebling

Bücher, die mich begeistern konnten und die ich weiterempfehle.

TodesurteilChildren of Blood and BoneDas Seelenleben der TiereCory Doctorow: Das sechste Erwachen

Wegbegleiter

Wegbegleitern schenkte ich trotz möglicher kleiner Schwächen gerne meine Lesezeit.

Frank Kodiak Nummer 25Der KreidemannPower Women

Sorgenkind

Bücher, denen ich gemischte Gefühle entgegenbringe. In meinen Augen zeigen sie deutliche Schwächen; es gibt aber auch Eigenschaften, die ich mochte.

Das Mädchen, das in der Metro las

Fehlgriff

Werke, denen ich persönlich nichts abgewinnen konnte.

Felicia Yap Memory Game

Bleibende Worte

“Dieses System hat in Orisha einst gut funktioniert, aber seit der Blutnacht ist es nicht mehr als eine öffentlich sanktionierte Todesstrafe. Eine Möglichkeit, um meinesgleichen unter Kontrolle zu halten, auch wenn die Monarchie dafür nie eine Ausrede gebraucht hat.”
(aus: “Children of Blood and Bone” von Tomi Adeyemi)

In Interviews spricht die Autorin oft darüber, dass sie dieses Buch in einer Zeit schrieb, als sich in den USA die Fälle häuften, wo Schwarze aus absurden Gründen von der Polizei erschossen wurden – darunter sogar Kinder. Das Thema Rassismus zieht sich durch das ganze Buch, aber vor allem ist es ein wichtiges Buch, weil es in der Fantasyliteratur für junge Leser bisher zu wenige schwarze Helden gab, mit denen sich schwarze Leser identifizieren konnten.

Kaffeerunde

Im Moment mache ich einen persönlichen Lesemarathon, Shades of Maybe. An 50 Tagen lese ich 50 ungelesene Bücher Probe, um zu schauen: will ich diese Bücher überhaupt noch lesen?

Ich denke darüber nach, daraus eine monatliche Aktion zum Mitmachen zu machen. Irgendwie sowas in der Art: suche dir x ungelesene Bücher heraus und lese y Seiten, dann entscheide dich, ob ja, nein oder vielleicht. Bonuspunkte, wenn man später eines der probegelesenen Bücher ganz liest, verkauft oder verschenkt.

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5 thoughts on “#zurückgeschaut : Mein Lesemonat Juli 2018

  1. Huhu (=

    Ich hab dich bereits in unserem Beitrag verlinkt und auf deinen tollen, langen Kommi geantwortet!

    Auf dein CR habe ich auch schon ein Auge geworfen, wobei der Klappentext etwas reißerisch ist, interessiert mich das Buch sehr! Mal sehen ob der Verlag noch auf meine Anfrage reagiert.
    Wusste gar nicht das du in dem Leseclub dabei bist – ich auch 🙂

    “Walkaway” klingt auch ziemlich reizvoll! Kommt mal auf die WuLi. Und oha, ich fand “Children of…” absolut … naja, definitiv ein Flop für mich! Da fehlt zu viel und ist viel zu viel Klischee …
    “Memory Game” wandert immer mal wieder in meinen Blick, aber bislang habe ich von allen immer auch große Kritik vernommen – Idee ist eben nicht alles. Und “Kreidemann” will ich auch noch unbedingt – irgendwann, hihi – lesen, Kerstin war ganz begeistert!

    Ich wünsch dir einen gemütlichen Abend!

    1. Hallo Janna,

      im Fischer Leseclub war ich letztes Jahr sehr aktiv, dieses Jahr kaum… Die Bücher haben mich einfach bisher nicht angesprochen, bis eben auf das jetzige!

      Für mich ist “Children of Blood ad Bone” alleine deswegen schon ein unheimlich wichtiges Buch, weil es bisher so gut wie keine Fantasybücher gab, in denen sich schwarze Jugendlichen wiederfinden konnten. Aber ich fand es auch abgesehen davon gut. 🙂

      LG,
      Mikka

      1. Oh da haben wir ganz unterschiedliche Eindrücke 😉

        Absolut, die Thematik ist sehr wichtig, auch in anderen Genres und Jugendbüchern. Aber genau deshalb bin ich so enttäuscht, weil es sich verliert und nicht darauf eingeht. Zu stark wird die Geschichte zu vorhersehbar und die Charaktere in Schubladen gesteckt, Klischee trifft auf noch mehr Klischee.

        Ich bin auch weitaus weniger aktiv als im vergangenem Jahr und glaube das ich einen weiteren Leseclub nicht mitmachen werde. Ich finde es Verlagsübergreifend vielfältiger.

        Liebe Grüße (=

  2. Liebe Mikka
    interessant das of Bones Buch fand ich dezent —- dagegen Memory interessant und ich habe es durchgelesen, vielleicht lag das aber auch daran das ich damals bei der Bloggerparade dabei war.
    Dennoch interessant gestalteter Beitrag, danke dafür.
    Liebe Grüße
    Nicole

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