Montagsfrage

[ Montagsfrage ] Dicke oder dünne Bücher?

Dicke oder dünne Bücher

Wie jeden Montag findet auch diese Woche bei Buchfresserchen die Montagsfrage statt. Es gibt wie immer eine Frage, die etwas mit Büchern und/oder Lesen zu tun hat, und dieses Mal ist es eine Frage der Lesevorlieben: lese ich lieber dicke oder dünne Bücher – Wälzer, für die ich eine ganze Weile brauche, oder Bücher, die ich schnell so nebenher weglesen kann.

Der gegenseitige Austausch ist erwünscht! Ich versuche immer, wenigstens einige der teilnehmenden Blogs zu besuchen und dort einen Kommentar zu hinterlassen

Also: dicke oder dünne Bücher ?

Wenn ich darüber nachdenke, ob ich ein Buch lesen möchte, schaue ich zuerst gar nicht nach der Seitenzahl, sondern nur danach, ob der Klappentext mich anspricht, oder was ich bisher schon über das Buch gehört habe. Ich muss aber zugeben, wenn mich das Buch dann interessiert und ich stelle fest: oh, das hat ja nur 148 Seiten…

Dann bin ich enttäuscht.

Denn ich möchte eine Weile etwas von dem Buch haben, und bei weniger als 200 Seiten habe ich auch die Befürchtung, dass irgendetwas zu kurz kommt: die Entwicklung der Charaktere, die Beschreibung der Konflikte, der Spannungsbogen, irgendwas…

Allerdings gibt es auch kurze Bücher, die mich vom Gegenteil überzeugen konnte, wie der geniale Fantasykrimi “Vollstrecker der Königin  Der Baeldin-Mord” von Angelika Diem!

Wie sieht es also mit Wälzern aus?

Grundsätzlich bin ich Wälzern nicht abgeneigt, ich habe schon Bücher mit mehr als 1000 Seiten gelesen, die mich begeistert haben. Allerdings habe ich nicht immer Lust darauf, denn mit so einem Wälzer bleibt man ja erstmal lange im selben Genre / in derselben Welt / im selben Schreibstil etc., und oft ziehe ich es vor, mehr Abwechslung zu haben.

Ich würde sagen, meist ziehe ich Bücher vor, die zwischen 350 und 450 Seiten haben.


Alles Liebe,

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11 thoughts on “[ Montagsfrage ] Dicke oder dünne Bücher?

  1. Hey Mikka,

    diese Enttäuschung, die du beschrieben hast, kann ich nachvollziehen. Als ich meinen Beitrag geschrieben habe, habe ich nicht darüber nachgedacht, aber jetzt, da du es sagst, fällt mir auf, dass ich dieses Gefühl teile, wenn ich sehe, dass ein Buch, das mich interessiert, nicht einmal auf 200 Seiten kommt. Ich habe allerdings weniger Angst, dass irgendetwas zu kurz kommt, mich enttäuscht es einfach, dass ich dann so wenig Zeit mit der Geschichte verbringen werde. Kaum angefangen und schwupps, schon ist es wieder vorbei. Das hindert mich nicht daran, diese Bücher zu lesen, aber wenn ich die Wahl habe, bevorzuge ich Bücher mit mindestens 300 Seiten.

    Montagsfrage auf dem wortmagieblog
    Viele liebe Grüße,
    Elli

  2. Hallo Mikka,

    du hattest mir geschrieben, dass du längere Bücher nicht gerne liest, weil du keine Lust hast dich bei einem schlechten Buch bis zum Ende durchzuquälen. Ich muss dir sagen, dass ich das gut nachvollziehen kann, denn auch ich habe natürlich den Anspruch an mich, ein Buch möglichst schnell fertig zu lesen und natürlich hofft man auch immer, dass das Buch doch noch besser wird und überzeugt. Meine Montagsfrage samt deinem Kommentar findet man hier: http://vanessas-literaturblog.de/2018/05/14/montagsfrage-vom-14-mai-2018/

    Liebe Grüße Vanessa

    1. Huhu Vanessa,

      nicht ganz! Wenn ein Buch mir gefällt, dann lese ich auch gerne 1.000+ Seiten. Ich habe mich da bei dir etwas falsch ausgedrückt. Was ich meinte war: wegen der nötigen Zeit schrecken mich Wälzer gar nicht so ab – WENN/FALLS sie mich doch abschrecken, dann wegen der Sorge, das Buch könnte mir nicht gefallen. Damit wollte ich nicht sagen, dass mich Wälzer grundsätzlich abschrecken. 😉 Es gibt Autoren, bei denen mache ich mir da gar keine Sorgen, zum Beispiel dürfen Justin Cronin, Stephen King oder “Robert Galbraith” (aka JK Rowling) gerne richtige Backsteine produzieren. Aber wenn ich einen Autor nicht kenne UND ich mir beim Lesen des Klappentextes etwas skeptisch denke “Das könnte mir vielleeeeiiiiicht gefallen….”, dann bin ich eher vorsichtig. 🙂

      LG,
      Mikka

  3. Hallo Mikka,

    das habe ich bisher noch nicht gelesen, dass ein Leser befürchtet von einer kurzen Geschichte enttäuscht zu werden. Die meisten Montagsantworter hatten bisher eher die Befürchtung, von dicken Wälzern zu wenig unterhalten zu werden (Die Angst vor der Länge sozusagen ;)).

    Es gibt wahnsinnig viele wirklich gute Kurzgeschichten – allerdings hast Du natürlich recht, dass eine Kurzgeschichte nicht den Tiefgang haben kann, wie ein Roman.

    Viele liebe Grüße
    Der Büchernarr Frank

    1. Huhu Frank,

      ich glaube, ich fühle mich dann, als würde ich in einem Nobelrestaurant sitzen,in dem das Essen großartig ist, aber auf jedem Teller nur ein paar Bissen dekorativ arrangiert sind… 😉

      Mit Kurzgeschichten habe ich mich immer schon eher schwergetan, ich bin als kleines Kind schon aus der Kinderbuchabteilung der Bibliothek zum Jugendbuch abgewandert, weil da auch etwas dickere Bücher standen – und als ich dann offiziell alt genug war für die Jugendbuchabteilung, bin ich weiter hoch in die Erwachsenenabteilung. Allerdings gingen da mehrere Bücher noch etwas über meinen Horizont, und die Bibliothekarin guckte manchmal etwas unschlüssig, ob sie mir dies oder das Buch wirklich mitgeben soll.

      LG,
      Mikka

    1. Also, ich würde ja nicht sagen, dass ich Wälzer an sich nicht gerne lese – wie gesagt, grundsätzlich bin ich Wälzern nicht abgeneigt. Wenn das Buch gut ist, lese ich auch gerne mal 1.000+ Seiten! 😉 Allerdings habe ich halt nicht *immer* Lust auf Wälzer, und wenn das Buch mir dann nicht gefällt, zieht es sich unendlich in die Länge…

  4. Hallo Mikka,
    ich glaube, ich finde mich bei einer Seitenzahl zwischen 350 und 450 auch meistens wieder.

    Dicke Wälzer schaffen es oft nicht, mich die ganze Zeit über zu unterhalten, auch wenn es da Ausnahmen gibt, die das sehr wohl schaffen.

    Bei den kürzeren Geschichten bin ich ein bisschen zwiegespalten. Einerseits finde ich es gut, dass es mehr Kurzgeschichten oder “Kurzromane” (oder wie man das nennen möchte) mit 100 oder 120 Seiten gibt, seit es so leicht geworden ist, etwas nur als eBook herauszubringen. Wenn es eine Ergänzung zu einem Roman / Serie ist, lese ich die wirklich gern. Steht so eine Geschichte für sich alleine, befürchte ich auch, dass sie in einem oder mehreren Aspekten zu sehr an der Oberfläche bleibt und mich enttäuscht.

    Etwas wegen der Seitenzahl als “zu viel” oder “zu wenig” kategorisch abzulehnen, so weit würde ich aber nicht gehen.

    LG Gabi

    1. Huhu Gabi,

      wenn mich ein Buch vom Klappentext her wirklich interessiert, dann schaue ich über die Seitenzahlen auch hinweg. 🙂 Bei den Kurzromanen/Novellen zu einer Buchreihe habe ich inzwischen manchmal das ungute Gefühl, dass da noch so viel Geld herausgeholt werden soll wie möglich…

      LG,
      Mikka

      1. Ich muss zugeben, dass ich ein sehr großer Fan von diesen Ergänzungs-Geschichten bin. Da ist bei mir Geld zu holen 😉 und ich bin auch bereit, das zu zahlen. Wobei die netterweise bei den englischsprachigen Gay Romance sehr oft kostenlos über die Homepage des Autors / Autorin zu bekommen sind, was ich natürlich noch netter finde.
        Bisher hatte ich noch nicht den Eindruck, man würde als Autor oder Verlag darauf schielen, möglichst zusätzlich noch Geld aus einer Reihe herauszuholen und die Geschichten waren für mich immer ihr Geld wert. Gut finde ich das natürlich auch nicht, wenn man den Leuten mit “mangelhafter B-Ware” noch ein paar Euro aus der Tasche ziehen will, das ärgert mich dann auch.
        LG Gabi

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