Monatsrückblicke

#zurückgeschaut : Mein Lesemonat April 2018

Mein Lesemonat April 2018

Ich kombiniere meinen Monatsrückblick mit der Aktion #zurückgeschaut, die sich Kerstin und Janna vom Blog KeJas-BlogBuch ausgedacht haben. Es geht dabei um Neuzugänge und die aktuelle Lektüre, Geheimtipps, Highlights oder Flops, Zitate und was einem sonst noch so einfällt…

*Trommelwirbel*

Hier kommt er nun, mein Lesemonat April 2018!


| NewIn = Neuzugängeposts|

[ Frisch am Freitag ] 6. April 2018
[ Frisch am Freitag ] 20. April 2018

| Ich lese aktuell … |

Echo der Toten

Beate Sauer: Echo der Toten

“Januar 1947: Über dem Land liegt eine Decke aus Schnee und Eis, zwischen Ruinen kämpfen die Menschen ums Überleben, als in der Eifel ein Mord geschieht. Richard Davies von der britischen Military Police soll das Verbrechen aufklären. Doch der einzige Zeuge ist ein sechsjähriger Junge, der sich weigert zu sprechen. Friederike Matthée von der Weiblichen Polizei in Köln wird Richard zur Seite gestellt. Sie kommt, wie der Junge, aus Ostpreußen und findet einen Zugang zu seiner verletzten Seele. Doch die Erinnerungen an die schrecklichen Erlebnisse während der Flucht sind noch so frisch, dass Friederike an ihrer Kraft zweifelt. Und Richard Davies muss mit Menschen zusammenarbeiten, die schwere Schuld auf sich geladen haben.”
(Klappentext)

Dieses Buch lesen wir gerade mit unserem Krimi-Lesekreis! Ich finde es schön, dass wir einen Krimi lesen, der einen historischen Hintergrund hat.

| Ich lese was, was du nicht liest… |

Wo drei Flüsse sich kreuzen / The Good People

Hannah Kent: Wo drei Flüsse sich kreuzen / The Good People 

“Irland 1825: Die 14-jährige Mary soll der verwitweten Bäuerin Nora mit deren schwer behindertem Enkel Michael zur Hand gehen. Der kleine Junge, so munkelt man im Dorf, sei ein Wechselbalg, ein Feenkind, und mache die Kühe krank. Mary gibt nichts auf das Gerede, doch als Nora davon hört, reift in der einsamen, verzweifelten Frau eine ungeheuerliche Idee: Wenn es ihr gelingt, den Wechselbalg zu vertreiben, würde sie den gesunden Michael wiederbekommen und endlich wieder eine echte Familie haben. Getrieben von Angst und Aberglaube und unterstützt durch die geheimnisvolle Kräuterfrau Nance ist sie bald bereit, alles zu versuchen – und Mary fällt es immer schwerer, sich gegen die beiden Frauen durchzusetzen. “
(Klappentext)

…erstmal: der Klappentext schreibt den Namen des Jungen falsch, er heißt Micheál, nicht Michael!

Das Buch spielt vor der Großen Hungersnot, die fast eine Million Iren getötet und weitere zwei Millionen zur Flucht getrieben hat, aber man merkt im Buch schon, dass diese Zeit der Not naht. Die Kartoffeln wachsen schlecht, die Kühe geben zu wenig Milch, die Hühner legen kaum noch Eier… Und wie das immer so ist, suchen die Menschen etwas, dem sie die Schuld geben können – etwas oder jemanden.

Dazu kommt noch, dass im ländlichen Irland der Glaube an die Feen immer noch tief verwurzelt ist, und so wendet sich ein ganzes Dorf gegen einen kleinen behinderten Jungen – und sogar seine Großmutter beginnt, in ihm ein Feenkind zu sehen, dass gegen ihren ‘gestohlenen’ Enkel eingetauscht wurde.  Es ist erschreckend, dass diese Geschichte auf Tatsachen beruht, aber ich verrate euch natürlich nicht, wie das Ganze in der Wirklichkeit oder im Buch ausging.

Auf jeden Fall fand ich das Buch unglaublich interessant, verstörend und spannend.

| Monatshighlight |

Rezension Valerie Geary Das Schweigen der Bienen

Valerie Geary: Das Schweigen der Bienen 

“Oregon im Sommer 1988: Nach dem Tod ihrer Mutter ziehen die fünfzehnjährige Sam und ihre kleine Schwester zu ihrem Vater Bear, einem exzentrischen Bienenzüchter. Aber schon kurz nach ihrer Ankunft gerät der fragile Neuanfang in Gefahr: Im Crooked River wird die Leiche einer jungen Frau entdeckt und Bear als Mörder verhaftet. Sam ist von der Unschuld ihres Vaters überzeugt. Niemals könnte er jemandem Gewalt antun. Verzweifelt und allein auf sich gestellt macht sie sich auf die Suche nach dem wahren Täter, hilflos beobachtet von ihrer jüngeren Schwester. Seit dem Tod der Mutter kann sie kein Wort mehr sprechen – dabei hätte sie so viel zu sagen: Nicht nur zu der Toten im Fluß sondern auch zu Sams erster großer Liebe Travis …”
(Klappentext)

Aus meiner Rezension:

Ein wenig früh vielleicht, um zum Klang von Vogelgezwitscher über die Liste meiner Jahreshighlights nachzudenken, die ich Ende Dezember zusammenstellen werde – dennoch bin ich mir fast sicher, dass sich “Das Schweigen der Bienen” darauf wiederfinden wird.

Es ist eines dieser Bücher, die sich von Genregrenzen nicht einschränken lassen: ist es Gegenwartsliteratur, Krimi, magischer Realismus oder Drama? Auf jeden Fall ist es “Coming of Age”, also ein Buch über das Erwachsenwerden, und das passiert hier unter mehr als widrigen Umständen.

Meine Rezension
4,5 von 5 Sternen 

| Buchflop des Monats |

Ellen Marie Wiseman: Die bittere Gabe

Ellen Marie Wiseman: Die bittere Gabe

“Noch nie im Leben durfte die zehnjährige Lilly ihre Kammer auf Blackwood Manor verlassen. Die Menschen würden bei ihrem Anblick zu Tode erschrecken, so ihre Mutter. Umso erstaunter ist das Mädchen, als sie eines Tages mit in den Zirkus darf. Doch statt eine Vorstellung zu bestaunen, wird Lilly an die Freakshow verkauft und fortan als »Eisprinzessin« ausgestellt. Ihr Schicksal bessert sich erst, als sie entdeckt, wie gut sie mit den Elefanten umgehen kann. Aber erst zwanzig Jahre später wird ihr hartes Los gesühnt …”
(Klappentext)

Aus meiner Rezension:

Ich habe mir viel von diesem Buch versprochen, habe es aber mit einem Gefühl großer Enttäuschung beendet. Nicht nur der Schreibstil konnte mich überhaupt nicht überzeugen – mich hat besonders gestört, wie sehr Lillys ‘Andersartigkeit’ romantisiert und verklärt wird, als hätten Behinderungen und Erkrankungen nur dann Daseinsberechtigung, wenn sie ‘schön’ sind.

Meine Rezension
2 von 5 Sternen 

| Fazit |

Mein Lesemonat April 2018 in Zahlen

Gelesene Bücher: 8
Seiten insg.: 3.360
Seiten pro Tag: 112
Sterne durchschnittlich: 3,8

Ein Klick auf das Cover bringt euch zur Rezension (sofern schon geschrieben):

4,5 Sterne

Romy Fölck: Totenweg

4 Sterne

2,5 Sterne

2 Sterne

| Bleibende Worte |

“Es waren ruhige, verschlossene Menschen, die hier im Schatten des Crohane lebten, im fruchtbaren Dreieck, das sich zwischen den Hügeln und den sich auftürmenden Felsen von Foiladuane, Derreenacullig und Cloonkeen erstreckte. Und sie waren an den Tod gewöhnt. In ihrer kleinen Kate konnte Nora zusehen, wie ihre Nachbarn der Trauer auf jene Art und Weise Platz einräumten, die sie für die beste hielten: Sie fütterten das Feuer mit Torf, ließen die Flammen hochschlagen, füllten den Raum mit Rauch und erzählten einander Geschichten, bis die Zeit reif war für Tränen. Diese Zeit würde kommen, gewiss, aber jetzt war es noch nicht so weit.”
(aus: “Wo drei Flüsse sich kreuzen” von Hannah Kent)

| Kaffeerunde |

In den letzten Wochen hat mich die DSGVO sehr beschäftigt, wie wahrscheinlich die meisten Blogger. Ich habe Plugins installiert, andere deinstalliert, meine Datenschutzerklärung angepasst und Verarbeitungsverträge angefordert. (Auf diese warte ich allerdings noch! Aber sowohl mein Hosting-Provider One.com, wo meine Webseite und damit auch die Nutzerdaten gespeichert sind, als auch die Macher des Plugins Wordfence, das IP-Adressen verarbeitet, haben mir mitgeteilt, sie würden sich noch rechtzeitig melden.) Ach ja, und an meinem Verbeitungsverzeichnis habe ich rumgeschraubt.

Ich habe das Gefühl, dass ich jetzt größtenteils für die DSGVO gewappnet bin. 🙂


Alles Liebe,

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2 thoughts on “#zurückgeschaut : Mein Lesemonat April 2018

  1. Huhu, hab nun deinen Rückblick flink eben bei uns verlinkt!

    “Echo der Toten” ist bestimmt besonders für Kerstin ein Buch, lief mir ab und wann schon über den Weg! Und das bei “The Good People” der Namen im Klappentext falsch ist … holy .. !!

    Wir sind noch am Anfang für DSGVO … ohja, Verträge, Verarbeitungsverzeichnis – das sind die größten Baustellen worum ich mich kümmern muss! Alles andere ist einfach ist einmal abwarten (was WP & Jetpack noch machen) und dann einige Plugins raus, neue rein – aber bis ende Mai ist auch noch etwas Zeit. Diese Panik die rumgeht, hui – ich bin ja eher einfach genervt 😀

    Liebe Grüße!

    1. Huhu Janna,

      ich weiß auch nicht, wie so etwas wie ein falscher Name im Klappentext passieren kann! Zwar sind sich Michael und Micheál ziemlich ähnlich, aber trotzdem! Spricht sich auch ganz anders aus…

      Ich bin ja fast fertig mit dem DSGVO-Gedöns, ich dreh jetzt nur noch Däumchen, bis One.com und Wordfence mal mit den versprochenen Verträgen rüberrücken. Panik halte ich auch nicht für eine hilfreiche Reaktion, aber andererseits nervt es mich ziemlich, dass *mir* vor ein paar Wochen, als ich auf meinem alten Blogspot-Blog das erste Mal ganz sachlich auf die DSGVO hingewiesen habe, von vielen Panikmache vorgeworfen wurde – und jetzt bekomme ich fast jeden Tag Anfragen von genau diesen Leuten: erklär mir dieses, erklär mir jenes, wie geht das, was soll ich jetzt machen, Hilfehilfepanik… X-( Und ich bin ja auch kein Experte!

      LG,
      Mikka

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