Gemeinsam Lesen

[ Gemeinsam Lesen ] Buchblog und Verdruss

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Diese Aktion wird von den Schlunzen-Büchern geleitet und findet jeden Dienstag statt. Es gibt immer vier Fragen, wovon die ersten drei immer gleich bleiben und die vierte jedes Mal eine neue ist.

Hier sind also die Fragen dieser Woche: 
Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Sarah Waters: Fingersmith (dtsch. Übersetzung: Solange du lügst) – Seite 183

“England im 19. Jahrhundert: Susan Trinder wächst im Waisenhaus der zwielichtigen Mrs. Sucksby auf. Gemeinsam mit dem aalglatten Richard Rivers, genannt »Gentleman«, plant sie einen großen Coup: Als Zofe will sie sich in das Vertrauen der jungen Erbin Maud Lilly einschleichen, um alsbald die Weichen für deren Heirat mit Gentleman zu stellen. Kurz nach der Eheschließung soll Maud dann ins Irrenhaus abgeschoben werden, um an ihr Vermögen zu kommen. Zunächst verläuft alles nach Plan. Selbst die zärtlich-leidenschaftlichen Gefühle, die Susan schon bald für Maud entwickelt, können sie nicht beirren. Doch plötzlich nehmen die Ereignisse eine atemberaubende Wendung.”
(Klappentext)

Martin Krüger: Der Engel des Bösen – Seite 137

“Die Worte einer jungen Frau, die gezwungen wird, ihren eigenen Tod anzukündigen, beenden jäh eine abendliche Feier der Frankfurter Mordkommission. Marie Winter und ihr Team setzen alles daran, einen Wahnsinnigen zu stoppen, der seine Opfer in Online-Videos vor der ganzen Welt zu seinen persönlichen Stars macht. Als die Zeit knapp wird, sucht Marie erneut die Hilfe des BKA-Hauptkommissars Daniel Parkov. Sie werden einander blind vertrauen müssen, denn der Entführer hat weitere Geiseln in seiner Gewalt und plant, die Stadt in Todesangst zu versetzen …”
(Klappentext)

(Ein Klick auf die Bilder bringt euch jeweils zum Buch auf Amazon.)

Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

Fingersmith: “I lie and wait for sleep.”

Der Engel des Bösen:  “Ein kühler Wind blies von Osten und trieb dicke Nebelschwaden vom Main über den Industriekomplex, der Höchst im Süden begrenzte.”

Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

Fingersmith: Ich habe dieses Buch im Jahr 2004 schon einmal gelesen. Damals war ich Mitglied bei BowieNet, und David Bowie empfahl das Buch seinen Fans – da musste ich es natürlich lesen und war begeistert! Als ich sah, dass auf Goodreads diesen Monat eine Leserunde zu “Fingersmith” läuft, habe ich beschlossen, das Buch nochmal zu lesen, um zu schauen, wie es sich liest, wenn man die große unerwartete Wendung schon kennt… Und es ist der absolute Hammer, wie viele kleine versteckte Hinweise man auf einmal bemerkt! Sehr, sehr clever geschrieben.

Ich habe zuerst beschlossen, das Buch dieses Mal auf deutsch zu lesen, und mir das deutsche eBook bei Legimi ausgeliehen. Schnell stellte ich aber fest, dass in der deutschen Übersetzung die Besonderheit der Sprache beinahe komplett verloren geht… Im Original sprechen die Charaktere ein Englisch, das sehr von ihrem gesellschaftlichen Stand geprägt ist, zum Teil eben auch sehr derbes Englisch mit Ausdrücken der Gaunersprache, das kommt im Deutschen nicht so rüber. Deswegen bin ich jetzt doch wieder umgestiegen auf das englische Buch.

Der Engel des Bösen: Eigentlich lese ich Reihen ja in der richtigen Reihenfolge, aber dies hier ist Band 2, und ich habe Band 1 noch nicht gelesen. Wie das bei Krimi-Reihen oft ist, kann man die Bände durchaus unabhängig voneinander lesen, aber ich merke beim Lesen schon, dass mir da ein bisschen Hintergrundgeschichte der verschiedenen Charaktere fehlt. Bis jetzt finde ich das Buch dennoch sehr spannend!

Führst du deinen Bücher-Blog immer gleich gerne oder wird es dir manchmal zuviel?

Puh, das ist eine schwere Frage! Hmm. Ich würde sagen, das Bloggen an sich wird mir eigentlich nicht zu viel, aber das Lesen, gelegentlich – wenn ich mir zu viele Leserunden und Rezensionsexemplare aufgehalst habe!

Ok, manchmal ist es schwierig, meine Kreuzfahrt durchs Meer der Buchblogs jede Woche pünkltich fertig zu haben, aber da kann ich ja jederzeit eine Pause einlegen und eine Woche aussetzen, wenn ich will.

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8 thoughts on “[ Gemeinsam Lesen ] Buchblog und Verdruss

  1. Guten Morgen liebe MIkka,

    herzlichen Dank für Deinen Besuch bei mir ♥

    Ich kenne leider beide Bücher von Dir nicht. Aber das 2te ist mir schon auf die Wunschliste gewandert. (aber schon vor Deinem Post 😉 ) Ich lese, dass DU bei Legimi bist. Ich habe da gerade den Probemonat abgeschlossen gehabt und bin total am zweifeln. Bist Du zufrieden mit der Auswahl?

    Bei Frage 4 bin ich ganz bei Dir. Zu viele Rezi Exemplare haben bei mir für ein Löschen meines Blogs und 2 Jahre (!) Leseflaute gesorgt. Dieser Fehler passiert mir noch nochmal, habe aktuell zwar wieder sehr viele Rezi Exemplare aber diesmal habe ich mir die Titel selbst ausgesucht und freue mich auf jeden einzelnen davon 🙂

    LIebe Grüße
    Lari

    1. Huhu Lari,

      die Auswahl bei Legimi ist schon sehr eingeschränkt, keine Frage. Ich denke, es kommt darauf an, wonach man sucht: die allerneusten oder beliebtesten Bücher findet man dort meist nicht, aber ich finde trotzdem eine Menge Bücher, die mich interessieren. Im Moment stehen 60 Bücher in meinem Legimi-Regal, die sollten mich eine Weile beschäftigt halten! 🙂 Manche Genres sind allerdings ein bisschen unterrepräsentiert, wie High Fantasy.

      Oha, bis zum Löschen meines Blogs hat es bei mir nicht geführt, aber halt zu einer langen Phase ohne jegliche Rezensionsexemplare.

      LG,
      Mikka

  2. Hi Mikka,

    deine beiden Bücher sagen mir nicht viel, aber bei Krimis bin ich immer aufmerksam um neue Empfehlungen auf meine Leseliste zu setzen.

    Bei Frage vier geht es mir manchmal ähnlich wie dir. Es macht spaß, wenn man sich nicht zu viel Arbeit/Blogposts vornimmt. Auch Leserunden und Rezensionsexemplare führen bei mir dazu, mittlerweile habe ich den Leserunden ganz abgeschworen. Ich schaffe das oft nur unter wirklichen Lesestress mich bei allen Abschnitten zu melden und das ist nicht der Sinn der Sache finde ich. Dann soll das Exemplar lieber jemand bekommen der nicht soviel zu tun hat.

    Mit gefällt deine Kreuzfahrt durchs Meer der Bücherblogs immer sehr gut!

    Lieben Gruß
    Trina

    1. Huhu Trina,

      ja, ich habe mir auch vorgenommen, weniger Leserunden zu machen, deswegen mache ich dieses Jahr auch nicht mehr beim Fischer-Leseclub mit.

      Danke für deinen Besuch,
      LG,
      Mikka

  3. Hallo Mikka

    Das mit den Leseexenplaren kenne ich nur zu gut. Ich lese wahnsinnig gerne, aber wenn ich zuviel am PC sitze, lese ich einfach weniger. Auf den verschiedenen Blogs lasse ich mich gerne zu neuen Büchern verführen. Gerade heute kam wieder ein tolles Buch. “Die Hauptstadt“ von Robert Menasse. Kein Buch für zwischendurch. Genial!

    Deine aktuellen Bücher kenne ich leider nicht. Aber, was nicht ist kann ja noch werden. Viel Spaß beim Lesen.

    Liebe Grüße,Gisela

  4. Hi Mikka,
    ich kann es voll und ganz nachvollziehen, dass das Teilnehmen bei Leserunden oder das Lesen von Rezensionsexemplaren zu viel werden kann. Als mein Blog noch neu war, habe ich wirklich an jeder Leserunde und jedem Rezensionsexemplar halt gemacht. Das ist mir dann schnell über den Kopf gewachsen und ich habe schnell gemerkt, dass ich mich ziemlich einschränken muss. Was ich auch getan habe. Aktuell lautet meine Regel: Nur ein RE oder Buch einer Leserunde bei mir zu haben und erst ein neues Anfragen, wenn ich das entsprechende RE fertig gelesen habe. Das klappt bis jetzt ganz gut. 🙂

    Deine beiden Bücher kenne ich leider nicht, aber “Fingersmith” klingt ganz gut. Ich werde es mir mal genauer anschauen, auch wenn ich dann wahrscheinlich zu der deutschen Übersetzung greifen würde. Obwohl ich englisch sehr gut kann, bin ich immer wenig motiviert, ein Buch in Originalsprache zu lesen. Ich wünsche dir weiterhin viel Spaß!

    LG Karo

    1. Huhu Karo,

      ja, diesen Fehler habe ich in der ersten Zeit meines ersten Blogs auch gemacht… Im Moment habe ich für meinen Geschmack schon wieder zu viele Lese-Exe hier, aber ich habe vor, es ab Februar wieder deutlich einzuschränken. Vielleicht 2 pro Monat, irgendwie so.

      Bei “Fingersmith” geht in der deutschen Übersetzung leider wirklich viel der Atmosphäre verloren, das ist sehr schade. Aber es lohnt sich auch inhaltlich, denn zum einen findet man ja nicht oft historische Romane mit LGTBQ+-Thematik (das habe ich gar nicht erwähnt, oder?), und zum anderen sind die unerwarteten Wendungen wirklich der Hammer. Natürlich erwartet man in einem Buch, in dem es um einen groß angelegten Coup einer Gruppe von Gaunern geht, solche Wendungen – aber hier sind sie einfach unheimlich gut geschrieben. (Ich liebe sowas.)

      LG,
      Mikka

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